„Looking for Alaska“ ist ein Coming-of-Age-Drama über Verlust, Liebe und die chaotische Angelegenheit, jung zu sein. Basierend auf dem Bestseller-Jugendroman von John Green folgt die Hulu-Serie von 2019 Miles Halter, als er den Vorstadtkomfort hinter sich lässt, um die Culver Creek Preparatory School zu besuchen. Dort trifft er Alaska Young, ein Mädchen, deren Witz, Intelligenz und Tragik ihn in eine Welt ziehen, die er nie erwartet hätte. Die Serie umfasst sechs Episoden, die sich alle auf ein zentrales Geheimnis um Alaskas Vergangenheit zubewegen.
Trailer, via Hulu.
Miles Halter und das große Vielleicht
Miles kommt am Culver Creek mit einer Philosophie an: Er will ein „großes Vielleicht“ finden. Er liest über berühmte Todesfälle in der Hoffnung, Sinn in der Sterblichkeit zu finden. Diese Suche führt ihn zu Alaska, die alles verkörpert, wonach er strebt. Sarah Dusham spielt sie mit einer scharfen, zurückhaltenden Kante, die das Publikum aus dem Gleichgewicht hält.
Die Chemie zwischen Miles und Alaska ist der Motor der Serie. Ihre gemeinsamen Szenen sind zärtlich, lustig und oft auf die beste Weise unangenehm. Die Serie versteht, dass Liebe in diesem Alter nicht reibungslos ist – sie ist unbeholfen, obsessiv und manchmal grausam.
Die Besetzung von Culver Creek
Die Nebenbesetzung verankert die Geschichte in der gelebten Erfahrung des Internatslebens. Coley Candella spielt den charismatischen Takumi, der als Miles’ stabilisierende Kraft dient. Charlie Pelley spielt den problembeladenen Paul, dessen Schmerz die Komik des Campuslebens durchbricht. Das Ensemble umfasst:
- Coley Candella als Takumi
- Charlie Pelley als Paul
- Dylan Gelula als Miles
- Sarah Dusham als Alaska
Das Geheimnis von Alaskas Vergangenheit
Die Spannung der Serie entfaltet sich um Alaskas geheimnisvolle Vergangenheit. Sie ist brillant, schön und zutiefst verstört. Die Abwesenheit ihres Vaters schwebt über jeder Folge, und die Serie enthüllt nach und nach, warum sie die Last trägt, die sie trägt. Das Tempo zieht sich in den mittleren Folgen etwas, doch der Schlussakkord entfaltet echte emotionale Wucht.
Was funktioniert und was nicht
Am stärksten ist die Serie, wenn sie sich auf die Figurenmomente einlässt. Eine Szene, in der Miles und Alaska spät in der Nacht über ihre Ängste sprechen, ist weit kraftvoller als jede Actionszene. Die schwächsten Teile stammen von Füllfolgen, die die Laufzeit mit unnötigen Nebenhandlungen strecken. Diese Passagen verlangsamen den Schwung, ohne der Gesamthandlung viel hinzuzufügen.
| Element | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Figurenarbeit | Tiefe, nuancierte Darstellungen | Einige Füllfolgen |
| Handlung | Packendes Mysterium | Etwas langsames Tempo |
| Schauplatz | Das Internat wirkt authentisch | Kleinere Kontinuitätsfehler |
| Ton | Verdient seine emotionalen Momente | Gelegentliche Tonverschiebungen |
Das Ende und sein Vermächtnis
Das Finale versetzt einem einen Schlag in die Magengrube. Ohne Einzelheiten zu verraten, stellt sich die Serie dem Tod direkt entgegen, und sie zuckt nicht zurück. Die Auflösung respektiert die Figuren und das Ende des Romans und gibt der Fernsehadaption zugleich eine eigene Identität.
„Looking for Alaska“ ist nicht perfekt. Die Serie hat Tempoprobleme und einige Füllinhalte, die man hätte kürzen können. Doch ihr Herz sitzt am rechten Fleck. Die Serie fängt das Chaos und die Schönheit der Teenagerjahre mit ungewöhnlicher Ehrlichkeit ein.
Die Serie ist derzeit bei Hulu im Stream verfügbar. Sie bleibt ein starker Beitrag im Genre der YA-Adaptionen und steht neben anderen Adaptionen von Greens Werk.
Wertung: 7,2 von 10
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