Netflix veröffentlichte alle acht Episoden von The Midnight Gospel am 20. April 2020. Die animierte Serie stammt von Pendleton Ward, dem Schöpfer hinter Adventure Time, und Duncan Trussell, dem Moderator des Podcasts The Duncan Trussell Family Hour. Sie lief eine Staffel lang, bevor Trussell im Juni 2022 bekannt gab, dass Netflix die Serie abgesetzt hatte.
Trailer, über Netflix.
Clancy Gilroy und das Chromatic Ribbon
Die Serie begleitet Clancy Gilroy, einen Spacecaster, der von Trussell gesprochen wird. Clancy lebt auf dem Chromatic Ribbon, einem membranen, bandartigen Planeten, der in einem farbenfrohen Nichts schwebt. Dort nutzen Simulation-Bauern bio-organische Computer, um Universen zu simulieren, natürliche Ressourcen und neue Technologien daraus zu ernten. Clancy besitzt einen nicht lizenzierten Multiversums-Simulator und reist durch bizarre Welten am Rande des Ruins, um die Bewohner für seinen Spacecast zu interviewen.
Echte Podcast-Audiodatei, surreale Animation
Das Geheimnis, das The Midnight Gospel zum Erfolg verhilft: die Interviews sind echt. Die Audiodatei wird aus früheren Episoden von Trussells Podcast entnommen, und die Animation baut surreale Abenteuer darum herum auf. Geschichten entfalten sich durch die Umgebung und zusätzliche Sprechrollen von Trussell und seinen Gästen, die parallel zur Podcast-Audiodatei ablaufen, anstatt sie zu ersetzen.
Die Gästeliste ist lang und seltsam:
- Phil Hendrie als das Universums-Simulator
- Stephen Root
- Drew Pinsky
- Damien Echols
- Trudy Goodman
- Jason Louv
- Caitlin Doughty
- Michael Marcanio
- Maria Bamford
- Joey Diaz
- David Nichtern
- Deneen Fendig
Apocalypse at the End of Every Episode
Jede Episode schickt Clancy durch Planeten innerhalb des Simulators, wobei die Bewohner dieser Welten seine Interviewpartner sind. Die Gespräche drehen sich um existentielle Fragen über Leben, Tod und alles dazwischen. Episoden enden typischerweise mit einem apokalyptischen Ereignis, dem Clancy nur knapp entkommt. Diese Struktur verleiht der Staffel ihre Form: eine Auseinandersetzung mit dem Sterben, inszeniert in einer Welt, die stirbt.
Was das Format eigentlich tut
The Midnight Gospel ist keine Talkshow mit Bildern im Hintergrund. Das Podcast-Audio trägt die Ideen, die Animation trägt die Handlung. Ward und Trussell lassen die beiden auf separaten Gleisen laufen, so dass ein Gast über Trauer sprechen kann, während auf dem Bildschirm eine Welt auseinanderfällt. Das Missverhältnis ist der springende Punkt und der Grund, warum die Serie mehr als nur eine Randerscheinung ist.
Veröffentlichungstermin
| Episode (Folge) | Veröffentlichungsdatum (Release-Datum) | Staffel (Staffel) |
|---|---|---|
| 1–8 | 20. April 2020 (20. April 2020) | 1 |
Alle acht Episoden erschienen am selben Tag. Es gab keine wöchentliche Veröffentlichung, keine zweite Staffel im Anschluss.
Warum Acht Episoden Genug Sind (Warum acht Episoden genug sind)
The Midnight Gospel erreicht 8,2 von 10 Punkten. Die Staffel ist kurz und die Methode eng, aber die Methode ist wirklich neu. Die Einbindung echter Interviews in animierte Katastrophengerechichte hätte ein Trick sein können; stattdessen entstehen etwas, das der Podcast allein nicht hervorbringen konnte, weil die Welten dem Gespräch einen Körper geben. Die Absetzung nach einer Staffel lässt das Experiment unvollendet zurück, und das ist der eigentliche Verlust. Es existieren acht Episoden, die Tod, Drogen und Meditation als Themen behandeln, die es wert sind, animiert zu werden, anstatt sie nur zu diskutieren.
Wertung: 8,2/10 (Wertung: 8,2/10)
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