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You’ve Got Mail – Kritik: Eine großartige Prämisse, eine schwache Umsetzung

Eine Geschichte von Liebenden, die nur durch E-Mails bekannt sind, deren geheimer Schriftwechsel zu früh enthüllt wird und eine Geschichte der Sehnsucht unvollendet lässt.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A woman sits at a desk lit by lamp light, pen in hand, while a computer screen glows beside her.

Kathleen Kelly führt The Shop Around the Corner, eine kleine Buchhandlung an Manhattans Upper West Side, und verliebt sich in einen Mann, den sie nur aus E-Mails kennt. Dieser Mann entpuppt sich als Joe Fox, der eine riesige Buchhandelskette leitet und versucht, sie aus dem Geschäft zu drängen. Der Einfall ist clever. Die Umsetzung ist es weniger.

Trailer, via Warner Bros. Rewind.

Der Aufbau

The Shop Around the Corner ist eine kleine unabhängige Buchhandlung, die Kinderbücher verkauft. Kathleen hat sie von ihrer Mutter geerbt. Joe Fox ist ein Geschäftsmann, der eine große Buchhandelskette leitet und mit Patricia Eden zusammen ist, einer schroff auftretenden Verlegerin. Die beiden tauschen E-Mails unter den Pseudonymen Shopgirl und NY152 aus, ohne zu wissen, dass ihre geschäftlichen Rivalen die Menschen sind, die sie lieb gewonnen haben.

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Die Romanze

Die Online-Romanze ist die beste Idee des Films. Kathleen und NY152 tauschen intime Nachrichten über ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Ängste aus. Die Vertrautheit wächst langsam, und der Film vertraut darauf, dass das Publikum sie fühlt, statt sie auszusprechen. Als Kathleen Joes Identität erfährt, trifft diese Entdeckung mit echter Wucht.

Der geschäftliche Konflikt

Sobald Kathleen weiß, wer NY152 ist, wechselt der Film von der Romanze zum Konflikt. Kathleens Angestellte sorgen sich, dass eine neue Fox-Books-Filiale ihrem Geschäft schaden wird. Kathleen tut ihre Bedenken ab. Dann taucht Joe mit seiner Tante und seinem Halbbruder zu einer Vorlesestunde in ihrem Laden auf. Er verbirgt seine Identität, doch der Film verrät das Geheimnis zu früh.

Die Kolumne

Frank Navasky, Kathleens Partner, schreibt eine Kolumne, die The Shop Around the Corner unterstützt. Die Kolumne sorgt für Aufmerksamkeit, Auftritte in Talkshows und Proteste vor Fox Books. Joe ist über die negative Publicity verärgert, doch sein Vater besteht darauf, dass sie sich von selbst legen wird.

Die Besetzung

Tom Hanks und Meg Ryan führen den Film an. Parker Posey spielt Patricia Eden, die schroff auftretende Verlegerin. Jean Stapleton spielt Birdie Conrad, eine von Kathleens Angestellten. Dave Chappelle spielt Kevin Jackson, einen weiteren Angestellten. Greg Kinnear spielt Frank Navasky. Steve Zahn spielt George Pappas, einen weiteren Angestellten. Dabney Coleman spielt Nelson Fox, Joes Vater. John Randolph spielt Schulyer Fox, Joes Großvater. Hallee Hirsh spielt Annabelle Fox, Joes Tante. Jeffrey Scaperrotta spielt Matt Fox, Joes Halbbruder.

Das Problem

Das Problem ist das Tempo. Sobald Kathleen Joes Identität erfährt, hetzt der Film durch den Rest der Geschichte. Der Konflikt zieht sich, die Auflösung wirkt überstürzt, und das Ende löst alles zu ordentlich auf. Die AOL-Referenzen wirken veraltet, und der Titel des Films stammt von der Begrüßung von AOL.

Das Urteil

You’ve Got Mail ist ein Film mit einer starken Idee und einer schwachen Umsetzung. Die Romanze funktioniert. Der geschäftliche Konflikt nicht. Die Besetzung ist hervorragend, aber das Drehbuch gibt ihr in der zweiten Hälfte nicht viel zu tun. Der Film ist ein Relikt einer vergangenen Ära, und er weiß es, aber er kann seiner eigenen Nostalgie nicht entkommen.

5,8 von 10.

Wichtige Fakten

  • Titel: You’ve Got Mail
  • Regie: Nora Ephron
  • Drehbuch: Nora Ephron, Delia Ephron
  • Hauptdarsteller: Meg Ryan, Tom Hanks, Parker Posey, Jean Stapleton, Dave Chappelle, Greg Kinnear
  • Erscheinungsdatum: 18. Dezember 1998
  • Laufzeit: 119 Minuten
  • Budget: 65 Millionen Dollar
  • Einspielergebnis weltweit: 250,8 Millionen Dollar

Zeitplan

Ereignis Datum
Beginn der Hauptdreharbeiten Februar 1998
Ende der Hauptdreharbeiten Juni 1998
Veröffentlichungsdatum 18. Dezember 1998

Der Film erinnert daran, dass eine großartige Prämisse nicht ausreicht. You’ve Got Mail ist ein Relikt aus einer vergangenen Ära, und das weiß er auch, doch er kann seiner eigenen Nostalgie nicht entkommen.

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