NBA 08 erscheint für PlayStation 3, PlayStation Portable und PlayStation 2 als Flaggschiff-Veröffentlichung der Liga für die Saison 2007 und trägt ein Gewicht, das der vorherige Teil nicht hatte: einen Abschluss. Die „Life“-Serie, die in früheren Teilen begann, findet hier ihr Ende, und die Geschichte konzentriert sich auf einen Trainer namens „Coach T.“, dessen Karriere zu Ende geht. Die Spieler übernehmen die Kontrolle über einen Spieler für Coach T., wählen aus fünf verschiedenen Charakteren basierend auf der Position oder erstellen ihren eigenen mit 60 verschiedenen Szenarien, an denen sie teilnehmen können. Es ist eine Prämisse, die Engagement verlangt, und das Spiel setzt darauf mit Pressekonferenzen, Werbeverträgen und Rivalitäten, die bestimmen, wie der Spieler gesehen wird.
Das Spiel basiert auf einer einfachen Idee: das letzte Jahr zählbar machen. Coach T. ist zu Ruhm gelangt, hat letztes Jahr eine Meisterschaft gewonnen, und jetzt tritt er zurück. Der Spieler kontrolliert seine letzte Saison und trifft Entscheidungen, die bestimmen, ob der Trainer als Teamplayer oder als einsamer Unruhestifter in Erinnerung bleibt. Diese Entscheidungen sind wichtig, denn sie beeinflussen, wie der Spieler während der Spiele abschneidet, und gutes Abschneiden bringt Attributpunkte ein, um den Spieler zu stärken. Es ist ein System, das Aufmerksamkeit belohnt, auch wenn das Spiel seine eigenen Versprechen nicht immer einlöst.
Trailer, via GamePlayStation.
Coach T. Und Die Geschichte
Die Geschichte ist hier das Verkaufsargument. Coach T.s Rücktritt schwebt über allem, und das Spiel verbringt beträchtliche Zeit damit, auf diesen Moment hinzuarbeiten. Pressekonferenzen, Werbeverträge und Interaktionen mit Mitspielern und Trainern fließen alle in die Erzählung ein und geben dem Spieler das Gefühl, Teil von etwas Größerem als einem einfachen Basketballspiel zu sein. Die unterwegs getroffenen Entscheidungen bestimmen, wie der Spieler gesehen wird, und diese Ansichten wirken sich darauf aus, wie das Spiel den Spieler in späteren Spielen behandelt.
Es ist ein cleveres Rahmenelement, und es funktioniert besser als das eigentliche Basketballspiel darunter. Die Geschichte gibt dem Spiel einen Grund zu existieren, selbst wenn die dahinterliegende Mechanik veraltet wirkt. Der Versuch des Spiels, durch diese Elemente eine realistische Sicht auf Basketball zu schaffen, ist ehrgeizig, und es gelingt ihm weitgehend, eine Welt zu erschaffen, die lebendig wirkt. Der Spieler spielt nicht nur Basketball; er lebt das Leben eines Profisportlers.
„Die Entscheidungen bestimmen, ob der Spieler als Teamplayer oder als einsamer Unruhestifter angesehen wird.“
Der Schussindikator und die Spielerleistung
Der Smart Shot Indicator ist eine kleine Ergänzung, aber eine nützliche. Bevor ein Spieler einen Wurf auf den Korb nimmt, zeigt das Spiel eine farbliche Anzeige, die ihm mitteilt, wie stark die Verteidigung Druck macht und wie wahrscheinlich es ist, dass der Wurf danebengeht oder gelingt. Es ist eine einfache Rückmeldungsschleife, und sie funktioniert. Spieler können ihre Vorgehensweise based on den bereitgestellten Informationen anpassen, was eine Ebene der Strategie zu etwas hinzufügt, das ansonsten eine zufällige Handlung sein könnte.
Das Attributpunkte-System knüpft direkt daran an. Gute Leistungen während der Spiele bringen Punkte ein, die den Spieler stärken, was bedeutet, dass Erfolg sich auf die zukünftige Leistung auswirkt. Es ist ein geschlossener Kreislauf, der Spieler zum Weiterspielen ermutigt, und er verleiht dem Spiel ein Gefühl des Fortschritts, das leicht zu verstehen ist. Das System ist nicht revolutionär, aber es ist effektiv, und es bietet Spielern, die ihre Chancen auf dem Spielfeld verbessern wollen, einen klaren Weg.
Der Broadcast-Look und die Synchronsprecher
Die Präsentation versucht, eine echte Übertragung nachzuahmen, und das gelingt ihr größtenteils. Kevin Calabro und Mark Jackson liefern die Synchronsprecher, und das Spiel bietet aktualisierte Animationen, die dem Geschehen das Gefühl einer echten Fernsehübertragung verleihen. Dies ist kein revolutionärer Sprung nach vorn, aber es ist eine Steigerung gegenüber früheren Teilen der Serie. Der visuelle Stil ist poliert, und der Kommentar ist professionell, was hilft, die Illusion zu verkaufen, ein echtes Spiel zu sehen.
Die Minispiele sind ein eigener Anreiz. Der 3-Point Shootout und die PlayStation Skill Challenge bieten eine Abwechslung vom Hauptmodus, und sie werden eher als unterhaltsame Extras denn als ernsthafter Inhalt präsentiert. Sie sind nicht unverzichtbar, aber sie bringen Abwechslung in ein Paket, das sich sonst wiederholend anfühlen könnte. Besonders die Skill Challenge ist ein schneller Test von Timing und Genauigkeit, und sie belohnt Spieler, die Arcade-artige Herausforderungen mögen.
Online-Funktionen runden das Paket ab. Spieler können sich im direkten Duell oder in Turnieren messen, was die Lebensdauer des Spiels über den Solo-Modus hinaus verlängert. Die Mehrspielermodi sind solide, auch wenn sie die Grenzen des Genres nicht verschieben. Sie bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, gegen Freunde zu spielen, und das reicht für das, was das Spiel erreichen will.
Die drei Plattformen
Das Spiel erscheint auf drei Plattformen, und jede Version hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Die PlayStation-3- und PlayStation-Portable-Versionen wurden von San Diego Studio entwickelt, während die PlayStation-2-Version von A.C.R.O.N.Y.M. Games entwickelt wurde. Die Unterschiede sind deutlich, und sie spiegeln die technischen Beschränkungen jeder Konsole wider.
Die PlayStation-3-Version profitiert von der leistungsstärksten Hardware, was die beste Grafik und die flüssigsten Animationen ermöglicht. Die PlayStation-Portable-Version ist eine portable Version des Spiels, verkleinert, um auf den kleineren Bildschirm zu passen, und sie hält sich angesichts ihrer Größe einigermaßen gut. Die PlayStation-2-Version ist die schwächste der drei, begrenzt durch die ältere Hardware, die sie antreibt.
| Plattform | Entwickler | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| PlayStation 3 | San Diego Studio | Beste Grafik, flüssige Animationen | Größere Dateigröße |
| PlayStation Portable | San Diego Studio | Portable, verkleinerte Grafik | Kleinerer Bildschirm |
| PlayStation 2 | A.C.R.O.N.Y.M. Games | Vertraute Steuerung | Ältere Hardware, geringerer Detailgrad |
Die Unterschiede sind nicht groß, aber sie sind für jeden erkennbar, der alle drei Versionen spielt. Das Kern-Erlebnis bleibt gleich, doch der Feinschliff variiert erheblich, je nachdem, welche Maschine man in die Hand nimmt.
Die fünf Charaktere
Das Charaktererstellungssystem ist einer der interessanteren Aspekte von NBA 08. Spieler können aus fünf verschiedenen Charakteren basierend auf der Position wählen oder ihren eigenen mit 60 verschiedenen Szenarien erstellen, an denen sie teilnehmen können. Dies verleiht dem Spiel einen hohen Wiederspielwert, da Spieler mit verschiedenen Builds experimentieren und sehen können, wie sie in der Geschichte abschneiden.
Die Szenarien selbst werden im Quellmaterial nicht im Detail erklärt, aber ihre Anzahl von 60 lässt auf eine breite Palette von Möglichkeiten schließen. Die Spieler können verschiedene Positionen, verschiedene Herangehensweisen an das Spiel und verschiedene Wege durch die Geschichte ausprobieren, was jeden ansprechen dürfte, der ein tiefgehendes Erlebnis sucht. Das Spiel erzwingt keine einzige Route, was eine Erleichterung ist.
Das Urteil zu NBA 08
NBA 08 ist ein solider, wenn auch unspektakulärer Beitrag zur Serie. Die Geschichte ist stark, die Präsentation ist ausgefeilt und die Mehrspielermodi sind funktional. Doch der Basketball selbst erweitert die Grenzen nicht, und die Unterschiede zwischen den Plattformen zeigen die Grenzen der damals verfügbaren Technologie. Es ist ein Spiel, das funktioniert, aber es setzt keine neuen Maßstäbe.
Die Wertung spiegelt dies wider. Eine 6,2 von 10 würdigt die Stärken des Spiels und benennt zugleich seine Schwächen. Es ist ein Spiel, das für Fans der Serie spielenswert ist, aber kein Spiel, das von allen Beachtung verlangt. Es ist ein kompetentes Produkt, kein großartiges.
Schlusswort
NBA 08 ist ein Spiel, das versteht, was es sein will. Es will eine Sportssimulation mit einer Geschichte sein, und das gelingt ihm. Es gelingt ihm nicht, eine Revolution zu sein, aber das muss es auch nicht. Für Spieler, die die Reihe mögen, liefert es einen zufriedenstellenden Abschluss der „Life“-Serie. Für Spieler, die etwas Neues suchen, dürfte es nicht genug Interesse wecken, um einen Kauf zu rechtfertigen.
Das Spiel ist ein gemischtes Bild, aber es ist ein gemischtes Bild mit einer klaren Identität. Es kennt seine Stärken und es kennt seine Grenzen, und es gibt nichts anderes vor. Diese Ehrlichkeit ist erfrischend, auch wenn das Ergebnis nicht immer mitreißend ist. Das Spiel ist einen Blick wert, aber es ist nicht zwingend. Es ist ein gutes Spiel, kein großartiges, und dieser Unterschied zählt, wenn man entscheidet, ob man seine Zeit darin investiert.
Wertung: 6,2 von 10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





