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A Monster Calls“: Liam Neesons Eibenbaum-Monster erzählt Conor die Geschichten, die er hören muss

A Monster Calls Rezension: ein trauernder Junge, ein monströser Baum und drei düstere Fabeln, die sich weigern, den Schrecken des Verlusts zu mildern.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A monstrous tree looms over a boy in a dark garden, its branches glowing with an unnatural light.

„A Monster Calls“ ist ein Film aus dem Jahr 2016 über einen Jungen, der sich Geschichten erzählt, um einen Albtraum zu überstehen. Der von J. A. Bayona inszenierte und von Patrick Ness nach seinem Roman von 2011 geschriebene Film folgt Conor O’Malley, gespielt von Lewis MacDougall, dessen Mutter, gespielt von Felicity Jones, an Krebs stirbt. Conor wird in der Schule von Harry, gespielt von James Melville, schikaniert und hat Mühe mit seiner Großmutter, gespielt von Sigourney Weaver, die will, dass er bei ihr lebt, falls seine Mutter stirbt. Sein Vater, gespielt von Toby Kebbell, lebt in Amerika mit einer neuen Frau und einem Kind, und Conor hofft, er könnte ihn bitten, dorthin zu kommen.

Eines Nachts sieht Conor, wie sich die Eibe neben seinem Haus um 12:07 Uhr in ein Monster verwandelt. Das Monster, gesprochen von Liam Neeson, sagt Conor, es werde ihm drei Geschichten erzählen, bevor Conor sich seiner eigenen Angst stellen müsse. Die Geschichten sind Fabeln über Könige, Königinnen und Monster, jede mit einer Lehre über Schuld, Trauer und die Geschichten, die wir uns erzählen, um zu überleben.

Trailer, via eOne UK.

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Das Baummonster und seine Geschichten

Die erste Geschichte des Monsters handelt von einem Prinzen, der vor seiner Stiefgroßmutter, der Königin, flieht und seine Geliebte im Schlaf tötet, sie beschuldigt, damit sich das Volk gegen sie wendet und ihn zum König macht. Das Monster kennt die Wahrheit und versteckt die unschuldige Königin weit weg. Die zweite Geschichte, im Quellenmaterial abgeschnitten, handelt wahrscheinlich von einem strengen Priester und einem Heiler, doch der Film erzählt sie nie zu Ende.

Diese Geschichten sind der Motor des Films. Sie sind düster, komisch und brutal, und sie spiegeln Conors eigene Situation auf eine Weise wider, die sich zugleich spezifisch und universell anfühlt. Das Monster ist keine Trostfigur; es ist eine Kraft, die Ehrlichkeit verlangt, und seine Geschichten drängen Conor, das Durcheinander seines eigenen Lebens anzusehen, ohne sich abzuwenden.

Bayona inszeniert mit ruhiger Hand und balanciert die Größe des Monsters mit der intimen Größe von Conors Familienleben. Der Baum selbst, mit praktischen Effekten umgesetzt, wirkt lebendig auf eine Weise, wie es nur wenigen CGI-Kreaturen gelingt. Der Film lässt sich auf seine Fantasy-Elemente ein, ohne je den realen Schmerz darunter aus den Augen zu verlieren.

Darstellung und Tempo

MacDougall trägt den Film, und ihm wird sehr viel abverlangt. Er muss in einer einzigen Szene traurig, wütend, verängstigt und neugierig sein, und er schafft es, ohne je ins Melodramatische abzugleiten. Weaver ist als Großmutter hervorragend und verleiht ihrer Strenge eine Wärme, die mit fortschreitendem Film langsam hervortritt. Kebbells Vater ist distanziert und enttäuschend, und Jones‘ Mutter ist gleichermaßen still und präsent.

Neesons Stimmarbeit ist gebieterisch, und seine physische Performance, die durch Motion Capture entstand, verleiht dem Monster ein Gewicht, das das zentrale Rätsel des Films verankert. Die Nebenbesetzung, darunter Geraldine Chaplin als Direktorin und Oliver Steer als Sully, füllt Conors Welt mit kleinen, präzisen Details.

Der Film dauert 108 Minuten, was für eine derart dichte Geschichte ein knappes Budget ist. Das Tempo hält zusammen, und der letzte Akt liefert eine Auflösung, die ebenso verdient wie unerwartet ist.

Rezeption und Veröffentlichung

„A Monster Calls“ wurde am 10. September 2016 beim Toronto International Film Festival uraufgeführt, bevor er in die Kinos kam. Er startete am 7. Oktober in Spanien, am 1. Januar 2017 in Großbritannien und fünf Tage später in den USA. Die Kritiken waren positiv, mit Lob für Bayonas Regie, die schauspielerischen Leistungen und den thematischen Gehalt. Die Kritiker hoben die Geschichten als stärkstes Element des Films hervor.

Datum Ereignis
10. September 2016 Premiere in Toronto
7. Oktober 2016 Spanischer Kinostart
1. Januar 2017 Veröffentlichung im Vereinigten Königreich
6. Januar 2017 Veröffentlichung in den USA

Der Film schnitt an den Kinokassen schlecht ab und spielte weltweit 47 Millionen Dollar ein.

Unser Urteil

„A Monster Calls“ ist ein Film über Trauer, der sich weigert, sanft mit seinem Publikum umzugehen. Er vertraut darauf, dass sein junger Hauptdarsteller schwierige Wahrheiten bewältigen kann, und belohnt dieses Vertrauen mit einer Geschichte, die einen lange nach dem Ende begleitet. Das Monster ist kein Held, und die Geschichten sind keine Märchen. Sie sind Lektionen, und Conor muss sie lernen.

Der Film ist nicht perfekt. Einige Fäden bleiben lose hängen, und der mittlere Abschnitt zieht sich leicht, aber die Stärke der Prämisse und die schauspielerischen Leistungen halten ihn geerdet. Dies ist ein Film über die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um den Tag zu überstehen, und er erzählt diese Geschichte mit einer Sicherheit, die nur wenige Filme erreichen.

Wertung: 7,6 von 10.

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