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Sieben Tote verlassen in Yoorana ein Grab, und niemand weiß warum.

Eine Geschichte von sieben toten Seelen, die nach Yoorana zurückkehren, und dem Kummer und der Erinnerung, die ihnen folgen.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A policeman stands before a grave as ghostly figures rise from the ground in the fading light.

Sieben Personen verlassen in Yoorana, Victoria, ein Grab, und niemand in der Stadt kann erklären, warum. Diese einfache Prämisse treibt „Glitch“ an, das übernatürliche Drama der ABC, das von 2015 bis 2019 über drei Staffeln lief. Die Serie stellt eine Frage, die leicht zu stellen, aber schwer zu beantworten ist: Was passiert, wenn die Toten wiederauferstehen und niemand weiß, warum.

Die Antwort ist weder ein Monster im Keller noch eine Verschwörung in der Regierung. Es ist Trauer, Erinnerung und die langsame Arbeit des Erinnerns daran, wer man war, bevor man starb. Diese Wahl ist die größte Stärke der Serie und trägt die ganze Reihe.

Trailer, über Matchbox Pictures.

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Die Stadt Yoorana

Yoorana ist keine große Stadt mit einer Leichenhalle und einem Gerichtsmediziner. Es ist eine kleine Stadt mit einem Friedhof, einer Polizeistation und einer Arztpraxis. James Hayes, gespielt von Patrick Brammall, ist der Polizist der Stadt. Er wird mitten in der Nacht zum Friedhof gerufen und findet sieben Personen, die sich in perfekter Gesundheit bewegen, ohne sich daran zu erinnern, wer sie sind.

Die Serie vertraut dem Publikum, dass es dieses Bild akzeptiert. Sie eilt nicht, die Wissenschaft hinter der Auferstehung zu erklären. Sie lässt James und die anderen Stadtbewohner mit der seltsamen Tatsache davon leben. Diese Geduld zahlt sich aus.

Die Sieben, die Zurückkehrten

Jeder der Sieben hat einen Namen und ein Gesicht, und jeder trägt ein Puzzleteil. Elishia McKellar, gespielt von Emma Booth, ist die lokale Ärztin, die James hilft, den Fall geheim zu halten. Sie ist das, was die Serie am ehesten einem Wissenschaftler nennen könnte, und sie verbringt die Serie damit, zu versuchen zu verstehen, was mit ihren Patienten geschieht.

Die anderen sind James bis zu ihrem Gespräch Fremde. Sie erinnern sich an nichts aus ihrem Leben, und die Serie respektiert diese Auslöschung. Sie füllt die Lücken nicht mit Rückblenden oder Voice-Overs. Sie lässt die Charaktere stotternd durch ihre eigenen Erinnerungen tasten und zusehen, wie die Stadt auf sie reagiert.

Das Rätsel Warum

Die zentrale Frage von „Glitch“ ist nicht, wie die Toten wieder zum Leben kamen. Es ist warum. Die Serie knüpft ein Netz von Verbindungen zwischen den Sieben und enthüllt langsam, dass sie sich vor ihrem Tod kannten. Einige waren Freunde. Einige waren Feinde. Einige waren Familie.

Das Rätsel wird nicht schnell gelöst. Die Serie zieht die Enthüllung in die Länge, und dieses Tempo frustriert einige Zuschauer. Es belohnt aber auch Geduld. Gegen Ende der Serie sind die Gründe für die Auferstehung auf alte Wunden und unerledigte Angelegenheiten zurückzuführen. Die Serie verdient sich dieses Ende, indem sie nicht betrügt.

Die dritte Staffel

Die finale Staffel, die am 25. August 2019 Premiere feierte, bringt die Geschichte zu einem Abschluss. Sie beantwortet die Fragen, die sich seit der ersten Episode aufgestaut hatten. Die Serie lässt das Rätsel nicht offen. Sie schließt den Kreis, und die Auflösung ist verdient durch alles, was vorher geschah.

Die dritte Staffel ist die stärkste der drei. Sie nimmt das emotionale Gewicht der ersten beiden und treibt es weiter voran. Der Einsatz ist persönlich, und die Serie scheut sich nicht vor den Kosten ihrer Antworten.

Was funktioniert und was nicht

Die Serie ist nicht perfekt. Ihr Tempo zieht sich in der Mitte der zweiten Staffel hin, und einige Zuschauer werden das langsame Brennen frustrierend finden. Die zweite Staffel führt eine neue Bedrohung ein, die weniger dringend erscheint als das ursprüngliche Rätsel. Die Serie erholt sich in der dritten Staffel, aber der Abfall ist bemerkbar.

Hier ist die Rangfolge der drei Staffeln:

  1. Die dritte Staffel – am besten, mit dem stärksten Ergebnis.
  2. Die erste Staffel – starke Einführung, gut ausgeführt.
  3. Die zweite Staffel – schwächste, belastet durch eine neue Bedrohung, die weniger überzeugend ist als das ursprüngliche Rätsel.

Der Cast ist über alle drei Staffeln hinweg durchweg ausgezeichnet. Brammall spielt James mit einer stetigen, in die Haut eingebrannten Erschöpfung, die die Serie verankert. Booth gleicht ihm als Elishia, einer Frau, deren Glaube an die Wissenschaft von dem Unmöglichen auf die Probe gestellt wird. Die Ensemble-Chemie hält während der gesamten Laufzeit stand, selbst wenn das Schreiben langsamer wird.

Das Fazit

Glitch ist eine Serie über Trauer, verpackt in ein übernatürliches Mysterium. Sie interessiert sich weder für Spezialeffekte noch für Verfolgungsjagden. Ihr Interesse gilt dem, was mit Menschen geschieht, wenn die Toten zurückkehren und niemand weiß, warum. Diese Fokussierung ist im Genre selten und hebt die Serie hervor.

Die erste Staffel ist der beste Einstiegspunkt. Sie legt die Regeln klar dar und führt die Charaktere ohne Eile ein. Die zweite Staffel ist eine Brücke, und die dritte Staffel ist der Lohn. Gemeinsam ergeben sie eine vollständige Geschichte über Erinnerung, Identität und die Menschen, die wir zurücklassen.

Die Serie ist auf Netflix streambar, was es einfach macht, sie nachzuholen. Für alle, die ein ruhiges, von Charakteren getragenes Mysterium suchen, liefert Glitch. Es ist keine laute Action-Serie und keine Horrorserie. Es ist ein Drama über Menschen, die an einem falschen Ort aufwachen und versuchen, ihren Weg zurückzufinden.

Glitch erreicht eine Wertung von 8 von 10.

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