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‚The Last Song‘: Ein Schildkrötennest geht der Entwicklung des Teenagers vor.

Eine Jugendliche kehrt in die Stadt ihres entfremdeten Vaters zurück, wo ein Schildkrötennest die romantische und familiäre Handlung in den Hintergrund drängt.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A young woman watches a sea turtle nest hatch on a bright beach while a loggerhead turtle emerges from the sand.

„The Last Song“ will ein Coming-of-Age-Romantik über eine rebellische Teenagerin, die ihre von ihr entfremdete Vaterfigur wiederfindet. Was geliefert wird, ist ein dünnes, repetitives Skript, das mit einem Sommer verbracht wird, um dem Schlüpfen eines Meeresschildkrötennestes zuzusehen.

Miley Cyrus spielt Veronica „Ronnie“ Miller, eine 17-Jährige, die seit der Scheidung ihrer Eltern vor drei Jahren nicht mehr mit ihrem Vater, Steve, gesprochen hat. Sie wird nach Wrightsville Beach, Georgia, geschickt, um mit ihm den Sommer zu verbringen. Dort trifft sie Will Blakelee, einen beliebten Aquarium-Freiwilligen, der zu ihrem Liebesinteresse wird. Der Film basiert auf dem Roman von Nicholas Sparks und wurde von Sparks und Jeff Van Wie für die Leinwand adaptiert.

Die Prämisse ist einfach. Ronnie lernt, sich durch Musik wieder mit ihrem Vater zu verbinden, insbesondere am Klavier, das sie einst liebte, aber nach der Scheidung ihres Vaters aufgab. Das Problem ist, dass das Skript nie über dieses Setup hinauswächst.

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Trailer, via Walt Disney Studios Philippines.

Das Problem mit Ronnie

Cyrus ist die Hauptdarstellerin, und der Film hängt davon ab, dass sie die emotionale Last einer erwachenden und verliebt werdenden Teenagerin trägt. Kritiker wiesen auf ihre Leistung als schwächsten Glied hin und argumentierten, sie sei für die Hauptrolle falsch besetzt. Sparks selbst machte sich Sorgen darüber, ob Cyrus die Rolle übernehmen könne: „Der erste Gedanke, den ich hatte, als ich das Drehbuch beendet hatte, war: Wow, ich hoffe, sie kann das, das ist eine schwere Rolle, weil ich Sie durch ein ganzes Spektrum von Emotionen führe und Sie doch nur ein 16-jähriges Mädchen sind, das den Disney Channel gemacht hat. Sind Sie als Schauspielerin dazu in der Lage?“

Cyrus hat versucht, sich vorzubereiten. Sie arbeitete mit einem Dialekttrainer zusammen, um ihren Südstaatenakzent zu verlieren, und lernte für die Rolle, klassisches Klavier zu spielen. Ihr Einsatz zeigt sich in vereinzelten Momenten, reicht aber nicht aus, um das Skript zu überwinden.

Ein Schildkrötennest, das die Handlung übernimmt

Der zentrale Konflikt des Films soll die Beziehung von Ronnie zu ihrem Vater und ihre aufkeimende Romanze mit Will sein. Stattdessen verbringt die Handlung einen erheblichen Teil damit, Ronnie zu begleiten, während sie ein Loggerhead-Meeresschildkrötennest vor Waschbären schützt. Das Schlüpfen der Eier wird zu einem wichtigen Element im letzten Abschnitt des Films.

Dies ist eine Geschichte über Familie, erste Liebe und zweite Chancen. Sie geht in einer Geschichte über ein Schildkrötennest verloren. Das Film-Motto verspricht einen Moment, der Sie zurück nach Hause führt, aber der Film selbst ist zu sehr damit beschäftigt, Schildkröten zu beobachten, um dieses Versprechen zu halten.

Nebenfiguren tragen nichts bei

Greg Kinnear spielt Steve Miller, einen ehemaligen Juilliard-Professor und Konzertpianisten, der nun nach seiner Scheidung still in seiner Heimatstadt lebt. Sein Charakter soll das emotionale Zentrum des Films sein, da er seine Familie verlassen hat, nachdem bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde. Aber das Drehbuch erforscht seine Trauer kaum. Der Charakter existiert hauptsächlich, um mit seiner Tochter wiedervereint zu werden.

Liam Hemsworth spielt Will Blakelee, einen beliebten Beachvolleyballspieler, der im Georgia Aquarium ehrenamtlich arbeitet. Er ist Ronnie’s Liebesinteresse, aber die Romanze ist unterentwickelt. Ihre Szenen zusammen sind angenehm, aber sie entwickeln sich nie zu etwas Substanziellen. Der Nebencast – darunter Bobby Coleman als Ronnie’s Bruder Jonah, Kelly Preston als ihre Mutter Kim und Carly Chaikin als Blaze – werden ebenfalls kaum genutzt.

Die Kritiken waren ungünstig

Der Film erhielt von Kritikern ungünstige Bewertungen, die das Drehbuch und Cyrus’ Leistung kritisierten. Viele argumentierten, sie sei für die Hauptrolle falsch besetzt. Der Erfolg des Films an den Kinokassen änderte diese Bewertung nicht.

Aspekt Urteil
Hauptdarstellerleistung Enttäuschend, Fehlbesetzung
Drehbuch Dünn, repetitiv, unterentwickelt
Zentraler Konflikt ) Verloren hinter einem Schildkrötennest )
Emotionale Wucht ) Nicht zugestellt )
Kinokassen-Erfolg ) Erfolg trotz schlechter Kritiken )

Der Film spielte weltweit 89 Millionen Dollar bei einem Budget von 20 Millionen Dollar ein, was ihn zu einem Erfolg an der Kinokasse macht. Diese Zahl ändert nichts an der Qualität des Films. Es ist ein kommerzieller Triumph, der auf einem hohlen Kern basiert. )

Eine verschwendete Sommerferienzeit )

„The Last Song“ ist ein Film über einen Sommer, der das Leben einer jungen Frau verändert. Er gelingt es nicht, die tatsächlichen Konsequenzen dieser Veränderung einzufangen. Das Schildkrötennest wird zu einem Ersatz für das echte Drama, einem Platzhalter für das Wachstum, das eigentlich Ronnie gehören sollte. )

Der Film ist keine Katastrophe. Er ist lediglich vergesslich. Er verschwendet ein vielversprechendes Konzept – eine Jugendliche, die durch Musik wieder Kontakt zu ihrem entfremdeten Vater aufnimmt – an ein Drehbuch, das es nicht tragen kann. )

Die letzten Szenen des Films kehren zum Thema Familie und erste Liebe zurück, aber der Weg dorthin ist mühsam. Die Schildkrötensequel drängt die zentrale Beziehung des Films in den Hintergrund. Der Film ist besser darin, sein Konzept zu verkaufen als es zu erfüllen. )

„The Last Song“ ist eine warnende Geschichte darüber, was passiert, wenn eine Geschichte auf die Oberfläche ihre Substanz unterordnet. Es ist ein Film über zweite Chancen, der seine eigene nicht ganz verdient. )

Wertung: 2,2 von 10.

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