Netflix’s The Kominsky Method ist eine Komödie über das Altern, und es weiß genau, wie man daraus etwas Lustiges macht. Die von Chuck Lorre inszenierte Serie begleitet Sandy Kominsky, einen abgehalfteten Hollywood-Schauspielcoach, und seinen besten Freund Norman Newlander, während sie mit den Enttäuschungen des mittleren Alters kämpfen. Sie feierte am 16. November 2018 Premiere, gefolgt von einer zweiten Staffel am 25. Oktober 2019 und einer finalen Staffel am 28. Mai 2021. In der Serie spielen Michael Douglas als Sandy, Alan Arkin als Norman, Sarah Baker als Mindy Kominsky, Nancy Travis als Lisa und Kathleen Turner als Roz, wobei die finale Staffel ohne Arkin auskommt. Die Serie ist ein Comedy-Drama, das aber stark auf Witze setzt.
Trailer, via KinoCheck.com.
Die Partnerschaft von Sandy und Norman
Der Motor der Serie ist die Partnerschaft zwischen Sandy und Norman. Douglas spielt Sandy als einen Mann, der einst kurz den Erfolg gekostet hat – eine Nebenrolle in einem Hitfilm – und den Rest seines Lebens damit verbracht hat, sich selbst davon zu überzeugen, dass es ausgereicht hat. Arkin spielt Norman als einen Mann, der immer etwas hinterherhinkt, einen Finanzplaner, der sein eigenes Geld nicht verwalten kann, aber überraschend gut darin ist, Menschen zu lesen. Gemeinsam sind sie Gegensätze, und die Chemie zwischen ihnen ist der Grund, warum jede Szene funktioniert.
Ihre Freundschaft ist der Anker der Serie. Sie halten sich gegenseitig zum Lachen, egal ob es Sandy’s Ex-Frau Lisa ihn bedrängt oder Normans Sohn seinen Vater in Bezug auf alles in den Wind schlägt. Die Serie ist am besten, wenn sie diese beiden Männer einfach in einem Raum zusammen sein lässt, Witze austauschen und Halbwahrheiten erzählen. Arkins Abwesenheit in der finalen Staffel ist ein Verlust, aber die Serie gleicht dies aus, indem sie Roz von Turner zu einer Hauptrolle neben Douglas befördert.
Die Nebendarsteller
Die Serie ist bevölkert mit Figuren, die alle Varianten derselben Sache sind: Menschen, die es nicht geschafft haben, das zu werden, was sie sein wollten. Nancy Travis spielt Lisa, Sandys Ex-Frau, die unglücklich mit einem Mann verheiratet ist, der in allem besser ist als sie. Sarah Baker spielt Mindy, Sandys Assistentin, die süß und loyal ist, aber ständig frustriert von Sandys Weigerung, der Realität ins Auge zu sehen. Turners Roz ist die interessanteste Ergänzung der Serie, eine Psychologin, die von Sandy angezogen wird, obwohl sie genau sehen kann, wer er ist.
Der wiederkehrende Cast ist beeindruckend. Jane Seymour, Jacqueline Bisset und Paul Reiser treten alle in der zweiten Staffel auf, wobei Bisset Sandy’s Ex-Frau spielt, bevor sie durch Turner ersetzt wird. Michael Douglas und Kathleen Turner hatten zuvor gemeinsam an „Aufbruch nach Romancing the Stone“ (1984), „Die Juwelen des Nils“ (1985) und „Rose gegenüber Rose“ (1989) gearbeitet. Die Besetzung von Turner ist ein intelligenter Schachzug, und er zahlt sich in der finalen Staffel aus.
Komödie und ihre Grenzen
Die Komödie ist der größte Pluspunkt der Serie. Lorre, der Schöpfer, besitzt ein Talent für Dialoge zu schreiben, die genau so klingen, wie Menschen tatsächlich sprechen, und die Serie ist voll von Witzen, die zünden, weil sie spezifisch und verdient sind. Die Serie hat außerdem ein Gespür für körperliche Komik, wobei Douglas besonders in Szenen, in denen Sandy gezwungen ist, sich zu stellen, wie viel er gealtert ist, überraschend geschickt zu Werke geht. Die Witze der Serie drehen sich oft um das Scheitern – Scheitern in der Liebe, Scheitern bei der Arbeit, Scheitern im Leben –, aber sie werden mit so viel Zuneigung vermittelt, dass sie niemals grausam wirken.
Die Serie hat auch eine dunklere Seite. Normans Sohn ist eine wiederkehrende Quelle für Konflikte, und die Serie ist ehrlich, wie schwierig es für Eltern und Kinder ist, einander zu verstehen. Die Serie scheut sich nicht, ihre Figuren unglücklich zu zeigen, und diese Ehrlichkeit ist es, die die Komödie funktionieren lässt.
Arkins Abwesenheit in der Finalen Staffel
Arkins Abwesenheit in der letzten Staffel verändert die Dynamik, aber die Serie passt sich an, indem Turners Rolle Roz zu einer Hauptrolle an der Seite von Douglas befördert wird. Die Serie nutzt diesen Wandel als Gelegenheit, um Sandys Leben ohne Norman zu erkunden, und das Ergebnis ist eine reifere, nachdenklichere Geschichte. Die letzte Staffel konzentriert sich auf Sandys Beziehung zu Roz, und die Serie behandelt den Übergang gut.
Der Ton der Serie verschiebt sich in der letzten Staffel leicht und entfernt sich von der Buddy-Comedy-Formel, die die früheren Episoden prägte. Die Serie ist ein Comedy-Drama, und die Tonverschiebung funktioniert.
Die Serie als Ganzes
Die Serie ist eine gute Serie, aber keine großartige. Die erste Staffel ist die schwächste, mit ein paar Episoden, die sich anfühlen, als würden sie die Staffel aufblähen. Die Serie ist in ihrem Tempo inkonsistent, wobei einige Episoden mit weniger mehr erreichen als andere. Die Serie ist außerdem ein Produkt ihrer Zeit, und ihre Witze über Hollywood und das Älterwerden mögen in einem Jahrzehnt nicht so gut ankommen. Aber für das, was sie ist, ist es eine gut gemachte, gut gespielte und oft sehr lustige Serie. Es ist eine Serie, die ihre Charaktere versteht und genau weiß, was sie sagen will.
Die Serie ist ein Comedy-Drama, und sie ist eine gute. Es ist eine Serie, die es wert ist, gesehen zu zu werden, aber es ist keine Serie, an die Sie sich für den Rest Ihres Lebens erinnern werden.
Veröffentlichungsdaten und Staffelübersicht
| Staffel | Datum |
|---|---|
| Staffel 1 | 16. November 2018 |
| Staffel 2 | 25. Oktober 2019 |
| Staffel 3 | 28. Mai 2021 |
Die Reihenfolge des Auftretens der Schauspieler
- Michael Douglas – Sandy Kominsky
- Alan Arkin – Norman Newlander
- Sarah Baker – Mindy Kominsky
- Nancy Travis – Lisa
- Kathleen Turner – Roz
- Paul Reiser – wiederkehrende Rolle in Staffel 2
Die Serie ist eine Komödramedy, und sie ist gut. Es ist eine Serie, die es wert ist, gesehen zu werden, aber nicht eine, an die man sich für den Rest seines Lebens erinnern wird.
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