Midterms 2026Wer nach unseren Maßstäben Ihre Stimme verdientZum Leitfaden →
GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
CLAY TRIBUNE.
Anzeige

Bridget Jones verliebt sich in „The Edge of Reason“ erneut in Daniel, und die Fortsetzung löst das Problem jedoch nie wirklich.

Bridget Jones' Diable ist am besten, wenn er Bridget einfach Bridget sein lässt – aber die Thailand-Reise und Rebeccas Rivalität lassen sie verletzt und ungelöst zurück.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
Bridget sits on a balcony overlooking snowy mountains while Mark watches from a distance.

Bridget Jones hat einen perfekten sechs Wochen Lauf mit Mark Darcy. Dann fährt sie mit ihrem Ex Daniel Cleaver nach Thailand, und alles geht den Bach runter. „Bridget Jones: Im Augenblick“ ist eine Fortsetzung, die genau weiß, was sie von dem letzten Film übernehmen und was sie brechen soll. Es ist lustig, es ist romantisch, und es ist ein bisschen gemein gegenüber dem Publikum, das für Kitsch gekommen ist. Der Film ist ein Durcheinander, aber es ist ein Durcheinander, das man genießen kann.

Trailer, via TrailersTeasersClips.

Marks Darcys Assistentin

Der gesamte Film dreht sich um Mark Darcys Assistentin, Rebecca Gillies. Bridget trifft sie und sieht sie als Bedrohung für die Beziehung an. Das ist der Aufhänger. Es ist einfach, aber es funktioniert, weil der Film es komplett umsetzt. Bridget verbringt den Rest des Films in Aufruhr, und das Drehbuch liefert ihr ständig Gründe dazu.

Anzeige

Daniel Cleaver bekommt dieses Mal eine größere Rolle. Er ist der Ex, der Bridget anbietet, eine Reise-Sendung gemeinsam zu moderieren, und sie muss sich trotz ihrer Erklärung, dass er ein „täuschendes, sexistisches, widerliches Exemplar der Menschheit“ sei, mit ihm zusammensetzen. Der Aufhänger ist perfekt. Die Ausführung ist weniger gelungen. Der Film gibt Daniel immer wieder die Chance, Bridget zu verzaubern, und er gibt ihr immer wieder Gründe, nein zu sagen.

Das Debakel des Juristentreffen-Dinners

Bridget wird zu einem Dinner des Juristentreffen mit Mark eingeladen, und sie ist davon überzeugt, dass er ihr danach einen Heiratsantrag machen wird. Stattdessen gerät der Abend zu einem Desaster. Bridget macht einen entscheidenden Fehler bei einer Quizfrage über Madonna, und Rebecca gewinnt. Bridget stürmt davon. Mark kommt zu ihr nach Hause, entschuldigt sich und sagt ihr zum ersten Mal, dass er sie liebt. Er lädt sie zu einem Ski-Urlaub in Lech, Österreich, ein.

Das ist der Höhepunkt des Films. Der Ski-Urlaub ist der Ort, an dem die Romantik atmen kann. Es ist der eine Abschnitt, in dem der Film aufhört, sich mit dem Aufhänger zu beschäftigen, und einfach die Charaktere sein lässt. Bridget erfährt, dass Rebecca mit ein paar Kollegen am Hang ist. Bridget hat eine Schwangerschafts-Angst, aber nach einem Streit über die Erziehung und Ausbildung ihrer hypothetischen Kinder beweist ein Test ein negatives Ergebnis. Der Film springt dann zurück nach England, wo Bridget und Mark ein Mittagessen mit ihren Eltern besuchen.

Die Eltern und die Trennung

Das Mittagessen mit den Eltern ist der Punkt, an dem Bridget am meisten leidet. Mark weist Fragen zur Ehe ab, und Bridget belauscht eine Nachricht von Rebecca auf seinem Anrufbeantworter. Sie trennt sich von ihm. Sie reist mit Shazzer und Daniel nach Thailand, um „The Smooth Guide“ zu drehen, und die drei besuchen mehrere exotische Orte.

Das ist die Handlung in voller Länge. Es ist eine Handlung, die von Eifersucht, von beruflichem Ehrgeiz und von der einfachen Tatsache angetrieben wird, dass Bridget nicht aufhören kann, an Daniel zu denken. Der Film vertraut seinem Publikum bei der Interpretation der Bedeutung.

Die Thailand-Reise

Die Thailand-Reise ist der Punkt, an dem der Film am interessantesten wird. Bridget und Daniel besuchen mehrere Orte. Nachdem sie versehentlich Psilocybin-Pilze gegessen hat, kommen sie sich wieder näher, aber der Originaltext bricht an diesem Punkt ab. Was als Nächstes passiert, wird hier nicht gesagt. Der Film selbst sagt es nicht, und diese Kritik kann die Lücke nicht füllen.

Die Pilze sind die gewagteste Wahl des Films. Es ist ein Streich, der dem Publikum gespielt wird, aber er funktioniert im vorliegenden Text.

Was fehlt

Der Film geht nicht weit genug mit seiner Einführung. Er verspricht eine Rivalität zwischen Mark und Rebecca und verspricht eine Romanze mit Daniel. Er gibt Bridget Gründe für Eifersucht und lässt diese Gründe dann ungelöst. Der Film endet mit der Wiedervereinigung von Bridget und Daniel, aber der Film macht nie deutlich, was das für die folgende Geschichte bedeutet. Es ist ein Sequel mit einem Cliffhanger, und der Cliffhanger bleibt ungelöst.

Der Film weiß auch nicht so recht, was er mit seinem Nebencast anfangen soll. Jim Broadbent spielt Bridgets Vater, Gemma Jones spielt ihre Mutter, Jacinda Barrett spielt Rebecca, Jim Broadbent spielt Dad, Gemma Jones spielt Mum, Shirley Henderson spielt Jude, James Callis spielt Tom, Neil Pearson spielt Richard Finch, und Sally Phillips spielt Shazzer. Sie sind alle da, aber sie haben nicht viel zu tun.

Das Urteil

„Bridget Jones: Im Augenblick“ ist eine solide Fortsetzung. Es ist keine großartige Fortsetzung. Der Film ist lustig, gut gespielt und voller der romantischen Verwirrlungen, die den ersten Film erfolgreich machten. Aber ihm fehlt auch ein klarer Sinn für den Zweck. Es ist ein Film, der die gleiche Einführung wie der letzte Film verfolgt und nie eine neue findet.

Der Film verdient Anerkennung für seinen Ehrgeiz. Es ist eine Fortsetzung, die größer und ehrgeiziger sein will als sein Vorgänger, und gelingt ihm das meistens. Es ist eine Komödie, die ihr romantisches Setup ernst genug nimmt, sodass die Witze stärker zünden. Aber Ehrgeiz ist nicht dasselbe wie Erfolg, und „Bridget Jones – Im Glanz der Sterne“ ist eine Fortsetzung, die am besten funktioniert, wenn man sie anschaut, und weniger gut, wenn man darüber nachdenkt.

Der Film ist am besten, wenn er Bridget einfach nur Bridget sein lässt. Der Skiurlaub, das Dinner des Anwaltsrates, das Mittagessen bei den Eltern. Das sind die Szenen, in denen der Selbstbewusstsein des Films durchscheint. Das sind auch die Szenen, in denen der Film sich Zeit nimmt und auf seine eigene Logik vertraut.

Der Film ist am schlechtesten, wenn er versucht, eine größere Geschichte zu erzählen. Die Reise nach Thailand, die Pilze, das Setup mit Rebecca. Das sind die Stellen, an denen der Film seine eigenen Regeln bricht. Der Film hat nicht genug Raum, um das Setup aufzulösen, und das ist zu sehen.

„Bridget Jones – Im Glanz der Sterne“ ist ein Film, der weiß, was er sein will, und schafft es fast den ganzen Weg dahin. Es ist eine Fortsetzung, die ihr Publikum verdient, und sie sollte für ihre besten Strecken und nicht für ihre schlechtesten in Erinnerung bleiben. Es ist ein Film, der lustig, romantisch und ein bisschen gemein ist, und ein Film, der es wert ist, gesehen zu werden.

Faktenbox – Regie: Beeban Kidron – Autoren: Andrew Davies, Helen Fielding, Richard Curtis, Adam Brooks – Laufzeit: 108 Minuten – Veröffentlichung: 28. Oktober in Australien, 12. November in Großbritannien und den USA – Besetzung: Renée Zellweger, Colin Firth, Hugh Grant, Jim Broadbent, Gemma Jones, Sally Phillips, Celia Imrie, Shirley Henderson, James Callis, Neil Pearson

Bewertung: 6,2/10

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

Film reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.