Ryan Reynolds spielt Van Wilder, einen Mann, der schon viel zu lange das College besucht und Angst hat, seinen Abschluss zu machen. Das ist der Ausgangspunkt für National Lampoons Van Wilder, eine Komödie über einen Studenten, der sich weigert, die Schule zu verlassen, und den Plan, der ihn schließlich zwingt, der Welt draußen zu begegnen.
Reynolds trägt den Film mit einer Mischung aus Charme und Verzweiflung, die Van Wilder weniger wie ein Klischee und mehr wie einen Mann erscheinen lässt, der in eine von ihm selbst geschaffene Falle geraten ist. Er ist lustig, unbeholfen und seltsam sympathisch, selbst wenn sein Verhalten an Selbstsabotage grenzt. Der Nebencast füllt die Welt um ihn herum aus: Tara Reid als Gwen Pearson, die Reporterin, die kommt, um Vans Geschichte zu berichten; Tim Matheson als Vance Wilder Sr., Vans Vater, der ihm die finanzielle Unterstützung entzieht; Kal Penn als Taj Mahal Badalandabad, einer von Vans Freunden; und Teck Holmes als Hutch, ein weiterer Freund, der sich der Intrige anschließt.
Trailer, über YouTube Movies.
Partys schmeißen, um drin zu bleiben
Vans Problem ist einfach: Sein Vater stellt die Zahlung seiner Studiengebühren ein. Die Lösung, die er und seine Freunde entwickeln, ist das Schmeißen von Partys. Es ist eine großartige Idee, und der Film verbringt einen guten Teil seiner Laufzeit damit, die Planung, die Durchführung und das Chaos, das folgt, zu zeigen. Partys passen natürlich zu einer College-Komödie, und der Film nutzt die Energie großer Gruppen, lauter Musik und des gelegentlichen Desasters aus.
Die Intrige ist der Motor der Geschichte und treibt den Plot mit einem stetigen Rhythmus von Aufbau und Erfüllung voran. Jede Party bringt neue Komplikationen mit sich, und die Reporterin der College-Zeitung, Gwen Pearson, lauert immer im Hintergrund, um die Auswirkungen zu dokumentieren. Der Film verfolgt den Aufstieg und Fall von Vans Plan mit leichten Mitteln und lässt die Witze ankommen, ohne sie zu übererklären.
Vans Geschichte
Als die College-Zeitschrift von Vans Partys erfährt, wird Reporterin Gwen Pearson geschickt, um einen Artikel über Van Wilder zu schreiben. Hier baut sich die zentrale Spannung des Films auf, denn Gwen ist nicht nur eine Reporterin, die ihren Job macht. Sie ist auch eine Frau, die eine Beziehung mit Van eingeht, und der Film verbringt Zeit damit, ihre Beziehung parallel zur Handlung der Partys zu entwickeln. Es ist eine Romanze, die sich langsam entwickelt, durch gemeinsame Frustration und gegenseitige Verärgerung, bis klar wird, dass beide Charaktere einander mehr brauchen, als sie zugeben.
Die Romanze ist der ruhigere Teil des Films, der parallel zum größeren Schema verläuft. Sie verleiht Vans Charakter Tiefe und zeigt, dass seine Angst vor dem Abschluss nicht nur darum geht, in der Schule zu bleiben, sondern darum, einer Zukunft zu begegnen, auf die er nicht vorbereitet ist. Gwens Anwesenheit zwingt Van, seine eigene Feigheit zu konfrontieren, und der Film behandelt diese Entwicklung mit leichten Mitteln, die eine belehrende Moral vermeiden.
Die Freunde, die ihn unterstützen
Kal Penn spielt Taj Mahal Badalandabad, einen von Vans Freunden, und seine Leistung verankert die Absurdität des Films in echter Wärme. Teck Holmes spielt Hutch, einen weiteren Freund, der sich der Intrige anschließt, und gemeinsam bilden die drei den Kern von Vans sozialem Kreis. Daniel Cosgrove spielt Richard Bagg, und Deon Richmond spielt Mini Cochran, wodurch die Gruppe von Freunden, die Van durch alle Rückschläge unterstützen, vervollständigt wird. Die Chemie zwischen diesen Schauspielern ist das heimliche оружие des Films und verleiht der Komödie einen menschlichen Mittelpunkt, der das Publikum bei Laune hält, selbst wenn die Witze sich wiederholen.
Paul Gleason spielt Professor McDoogle, und Curtis Armstrong spielt Campus Cop. Diese Nebenrollen füllen die Welt des Colleges aus und verleihen dem Film ein Gefühl für den Ort jenseits der Wohnungen und Partylocations der Hauptcharaktere.
Wo der Film scheitert
Der Film ist nicht ohne Mängel. Einige Witze beruhen auf Wiederholung statt auf Überraschung, und einige der Aufbauten wirken für jeden, der ähnliche Komödien gesehen hat, vertraut. Das Tempo sackt in der mittleren Phase ab, wo die Partys anfangen, zusammenzuschmelzen, und die Auflösung kommt etwas schneller als der Aufbau rechtfertigt. Dies sind Kleinigkeiten, aber sie verhindern, dass der Film die Höhen seines Vorgängers erreicht.
Die schwächsten Momente des Films kommen, wenn er sich zu sehr auf körperliche Komödie oder visuelle Gags verlässt, die nicht mit der emotionalen Reise der Charaktere in Verbindung stehen. Diese Sequenzen können wie Füllmaterial wirken, die Laufzeit verlängern, ohne die Geschichte wesentlich voranzutreiben. Der Film ist am besten, wenn er sich auf Vans innere Zerrissenheit konzentriert, und er strauchelt, wenn er in reine Farce abdriftet.
Das Fazit
National Lampoon’s Van Wilder ist eine solide, wenn auch ungleichmäßige Komödie, die von starker Besetzung und einem sympathischen Hauptdarsteller profitiert. Ryan Reynolds stützt den Film mit einer Leistung, die Van Wilder wie eine echte Person wirken lässt, nicht wie eine Karikatur, und die Nebendarsteller liefern durchweg gute Arbeit. Die Partys sind ein lustiges Konzept, und die Romanze zwischen Van und Gwen fügt eine Schicht emotionalen Gewichts hinzu, die den Film über reine Slapstick hebt.
Der Film ist kein Meisterwerk, aber er ist ein angenehmes Vergnügen, das weiß, was es sein will. Es ist ein Film über einen Mann, der Angst hat, erwachsen zu werden, und er behandelt diese Angst mit einer leichten Note, die nie ihren Sinn für Humor verliert. Der Film verdient seinen Platz im Comedy-Kanon, auch wenn er nicht die Regeln des Genres neu schreibt.
Hier ist die Bewertung der Elemente des Films:
- Ryan Reynolds als Van Wilder
- Tara Reid als Gwen Pearson
- Das Spendenprojekt durch das Veranstalten von Partys
- Die Romanze zwischen Van und Gwen
- Der Nebencast der Freunde
- Das Tempo und die Wiederholungen im mittleren Abschnitt
Der Film macht viel richtig und ein paar Dinge falsch, aber die richtigen Dinge reichen aus, um ihn zu tragen.
Wertung: 6,0/10
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





