Iberseries & Platino Industria veranstaltet einen zweitägigen Workshop, der vom Madrid Audiovisual Cluster (MAC) organisiert wird, und das Format ist auf insgesamt nur zwölf Minuten komprimiert. Acht Unternehmen werden Fallstudien vorstellen, wie KI ihre Abläufe verändert, wobei jedes Unternehmen etwa anderthalb Minuten Zeit hat, seinen Pitch zu halten. Das Zeitlimit ist streng, und die Organisatoren erkennen die Herausforderung an.
Der Cluster ist eine wirtschaftliche Interessengemeinschaft mit knapp 100 in Madrid ansässigen Unternehmen. Der Workshop findet am 29. und 30. September in der spanischen Hauptstadt statt. Das Thema lautet „Innovation – Fallstudien in der Audiovisualindustrie: Neue Geschäftsmodelle, KI und aufkommende Technologien.“ Teresa Azcona, Geschäftsführerin des Madrid Audiovisual Cluster, stellte die Sitzung als einen umfassenderen Blick auf Innovation jenseits von KI dar.
Sie sagte: „Während KI ein gemeinsamer Faden durch die Projekte ist, betrachtet die Sitzung Innovation breiter gefasst und behandelt neue Geschäftsmodelle, aufkommende Technologien und sich entwickelnde Produktions- und kreative Arbeitsabläufe.“
Laut Azcona demonstrieren die Fallstudien, wie Innovation die Branche verändert und neue Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette schafft.
Die Fallstudien
Eine breite Auswahl an audiovisuellen Betrieben ist im Workshop vertreten, und jede Präsentation soll ihren eigenen, unterschiedlichen Teil dieses Spektrums ansprechen.
- PLIA: Anwendung der PLIA-Technologie für die Script Breakdown, Pre-Production-Planung und Produktionsverfolgung bei „Playback“
- TBS (Telefónica Broadcast Services): Tech Brand Stories – Vom physischen Studio bis zur virtuellen Produktionsumgebung: Virtuelle Produktion, AR, Motion Graphics und KI
- Hark Media – Go Global: Wenn KI lernt, uns zu bewegen – Hybrid-Dubbing für die globale Distribution
- Xpost Studios – Secuoya Content Group: Innovation in VFX- und Post-Production-Workflows
- Story Pitcher: Verbindung von audiovisuellen Kreativen und Produzenten über eine digitale Plattform
- Mercedes Santalla: Vom Talent zum Markt – Strategie und Business für kreative und Technologieprojekte
- Scoutters – Scout & Film: Eine digitale Plattform für Location Scouting und Produktion.
Jede Präsentation dauert ungefähr 12 Minuten, wobei die gesamte Session von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr am 29. September dauert.
Reihenfolge der Präsentationen
Der Workshop läuft von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr am 29. September, wobei acht Fallstudien innerhalb dieses zweistündigen Zeitfensters präsentiert werden. Jedes Unternehmen erhält ungefähr 12 Minuten.
| Zeit | Präsentation |
|---|---|
| 12:00 Uhr – 14:00 Uhr | Acht Fallstudien |
Details zu den Fallstudien
Die PLIA-Plattform verwendet künstliche Intelligenz, um Film- und audiovisuelle Produktionen zu verwalten, und hat ein Produktionsmanagementsystem entwickelt, das Daten aus dem kreativen und Produktionsprozess an einem Ort zusammenführt. Das Unternehmen plant, seine Software anhand des Spielfilms „Playback“ zu demonstrieren und zu zeigen, wie es Script Breakdown, Pre-Production-Planung und Produktionsverfolgung handhabt. Die Plattform kombiniert Drehbücher, Notizen, Budgets, Standortfotografie und Produktionsaufschlüsselungen, um den Informationsmanagementprozess während des gesamten Produktionsworkflows reibungsloser zu gestalten.
Jose Velasco, CEO von PLIA, wird die Fallstudie vorstellen.
Das kreative Produktionsunternehmen und die audiovisuelle Agentur der Telefónica Group, TBS – Tech Brand Stories (ehemals Telefónica Broadcast Services), beschäftigt mehr als 450 Fachkräfte, die an großen Sport- und Live-Events sowie an Non-Fiction-, Unterhaltungs-, Dokumentar- und Aktuellkeits-Programmen arbeiten. Diese Fallstudie wird untersuchen, wie virtuelle Produktion, Augmented Reality, Motion Graphics und KI zusammenwachsen und wie sie in heutigen Produktionsumgebungen zusammengeführt werden.
Die TBS-Fallstudienpräsentation wird von Alberto Gonzalo, der als Graphics Supervisor tätig ist, und Luis Miguel Boedo, der die Rolle des Technical Coordinators innehat, gehalten.
Go Global arbeitet mit der Unterhaltungsindustrie zusammen und bietet Übersetzungs-, Untertitel-, Synchron- und Voice-Over-Dienstleistungen für Streaming-Plattformen und Produktionsunternehmen an. Das Unternehmen wird die wachsende Bedeutung von KI im Bereich Synchronisation untersuchen und prüfen, wie eine Kombination aus Technologie und menschlichem Können dazu beitragen kann, Inhalte für Zielgruppen in internationalen Märkten zugänglich zu machen.
Die Präsentation wird von Paula Ferrari gehalten, die die Rollen von Gründerin und CEO bei Go Global innehat.
Xpost Studios betreibt seine Geschäfte in Madrid Content City als Teil der Secuoya Content Group und hat seinen Sitz in Madrid. Das Unternehmen betreibt Einrichtungen für die Bearbeitung, Farbkorrektur, Ton-Postproduktion, VFX und digitale Workflows. Die vorliegende Sitzung konzentriert sich auf die Verwendung neuer Technologien in VFX und Post-Production-Workflows und untersucht, wie Innovation die Verarbeitung und Auslieferung von Inhalten verändert.
Marcos Requena, Post-Production Manager, wird die Xpost Studios-Fallstudie präsentieren.
Eine digitale Plattform, die von Story Pitcher entwickelt wurde, bringt Drehbuchautoren, Regisseure und andere audiovisuelle Kreative mit Produktionsunternehmen und Inhaltsplattformen zusammen. Das Design kombiniert KI-gestützte Matching-Funktionen mit Tools zum Schutz des geistigen Eigentums, um stärkere Verbindungen zwischen kreativen Talenten und denjenigen zu knüpfen, die entscheiden, was produziert wird.
Frank Belyeu, CEO von Story Pitcher, wird die Fallstudie präsentieren.
Eine Talentmanagerin und Kreativstrategin namens Mercedes Santalla betreut Projekte und Personen, die in Bereichen arbeiten, in denen kreative Praxis auf Technologie trifft. Während ihrer Sitzung wird sie die geschäftlichen und strategischen Aspekte der Überführung von kreativen und technologiegesteuerten Projekten von der Entwicklung in den Markt beleuchten. Sie wird auch untersuchen, wie Talent, Technologie und Geschäft ihre Verbindungen zueinander verändern.
Mercedes Santalla wird ihre eigene Fallstudie präsentieren.
Die spanische Firma Scout & Film hat Scoutters entwickelt, eine digitale Plattform für die Standortsuche und -verwaltung. Aufbauend auf ihrer Erfahrung bei der Verwaltung von Dreh- und Werbestätten verknüpft die Plattform Location Scouts, Agenturen, Produktionsfirmen und Filmkommissionen mit Stätten, die ihre Produktionsbedürfnisse erfüllen.
Die Debatte über das Urheberrecht
Samuel Castro, der als Co-Direktor von Iberseries & Platino Industria fungiert, lieferte während der Veranstaltung eine scharfe Gegenargumentation zu den Grenzen von KI.
„Die Fähigkeit, Geschichten zu erschaffen, sollte immer auf einem vollständig menschlichen, von Autorinnen und Autoren getriebenen Konzept und einer Entwicklung basieren. KI sollte als Werkzeug und nicht als Selbstzweck eingesetzt werden“, sagte er.
Die Position des Autors, wie sie von Castro dargelegt wurde, besagt, dass das kreative Herz des Geschichtenerzählens beim menschlichen Autor liegt. Er erhebt keinen Einspruch gegen KI selbst. Sein Argument richtet sich gegen den Ersatz des Autors durch KI.
Was uns das über die Branche sagt
Der Madrid Audiovisual Cluster arbeitet gleichzeitig an zwei Zielen. Erstens wird demonstriert, wie KI im gesamten Branchensektor eingesetzt wird, von der Drehbuchanalyse über VFX bis hin zur Standortsuche. Zweitens wird öffentlich argumentiert, dass KI ein Werkzeug ist, das dazu dient, menschliches Urteilsvermögen zu unterstützen, nicht zu ersetzen.
Der zentrale Konflikt besteht darin: Unternehmen fördern KI-Tools im gesamten Produktionsprozess, während der Co-Direktor der Konferenz öffentlich seine Ablehnung der Vorstellung geäußert hat, dass KI die menschliche Vorstellungskraft ersetzen kann.
Zwölf Minuten pro Unternehmen ist alles, was ihnen zusteht, um darzulegen, wie KI ihre Arbeitsabläufe verändert, wobei acht Firmen teilnehmen. Anschließend meldet sich eine Person, um die Argumentation gegen die Auslagerung des menschlichen Geschichtenerzählens an KI vorzubringen.
Es ist ein ungewöhnliches Format.
Das Endergebnis
Zwei Stunden beinhalten acht Fallstudien des Madrid Audiovisual Cluster, wobei jedes Unternehmen mit zwölf Minuten Redezeit ausgestattet ist. Das ist eine große Menge an Informationen, die man schnell aufnehmen muss.
Zwölf Minuten sind eine kurze Zeitspanne, und es ist das Ziel der Organisatoren, Innovation entlang der gesamten audiovisuellen Wertschöpfungskette zu demonstrieren und gleichzeitig deutlich zu machen, dass KI nicht das Ende menschlicher Kreativität bedeutet. Die beiden Ziele stehen im Widerspruch zueinander, und das Finden des richtigen Gleichgewichts zwischen ihnen wird der eigentliche Test sein.
Am 29. September geht der Workshop von 12:00 Uhr mittags bis 14:00 Uhr.
Der eigentliche Test ist, ob die Unternehmen den Termin einhalten können. Ein halbe Stunde ist eine kurze Zeitspanne, um einen komplizierten Produktionsprozess zu durchlaufen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, und genau diese Art von Anforderungen prägt den gegenwärtigen Zeitpunkt in der audiovisuellen Produktion.
Der Cluster in Madrid setzt auf die Unternehmen selbst, damit das Projekt gelingt.
Quelle: „Madrid Audiovisual Cluster Dives Deeper into New Business Models, AI and Emerging Technologies at Iberseries & Platino Industria,“ Variety.
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