Brett Van Emst, Herausgeber und Verleger des Online-Journals Midnight Mind, hat eine Woche der Würdigung literarischer Zeitschriften im Rahmen von #LitMagWeek organisiert. Mehr als 100 Publikationen beteiligen sich und bieten beispielsweise reduzierte Preise für gedruckte Ausgaben und Schilderungen, wie sie entstanden sind. Die Community of Literary Magazines and Presses (CLMP) unterstützt die Veranstaltung.
Das Ziel ist unkompliziert: Leser daran zu erinnern, dass literarische Zeitschriften viel mehr zu bieten haben, als sie vielleicht annehmen. Wie Van Emst der Person sagte, die über die Initiative berichtete, „fühlte ich, dass wir etwas brauchen, um all die zukunftsweisenden Dinge zu präsentieren, die lit mags machen.“
N+1s neue Ausgabe
Das Brooklyn-Journal N+1, das seine Wurzeln bis ins Jahr 2004 zurückverfolgt, wurde „in Opposition zu einer intellektuellen Szene gegründet, die als beunruhigend fragmentiert wahrgenommen wurde“, laut seinem Impressum. Es ist am besten bekannt für seine geistreichen, belesenen Autoren und einen materialistischen Ansatz.
Walker Caplan, Autor, Dramatiker und Co-Editor des Magazins Joyland, trägt eine Kurzgeschichte zur neuen Ausgabe bei. Die Geschichte handelt von einem unerfüllten Texter, der sich gerade von seinem Chef getrennt hat, einem Mann, der als Kopf mit der Form eines Daumens beschrieben wird, Mark Uptick. „Aufmerksamkeit“
Mitarbeiter Cameron Leo nannte die Geschichte „ein bahnbrechender Beitrag zum Genre der ‚Corporate Surrealismus‘.“ Die Ausgabe enthält außerdem Sachbücher von Mary Turfah und Colin Vanderburg sowie einen Auszug aus Chad Harbachs neuem Roman, The Brightness.
Proteans achtes Jahr
Protean ist eine selbsttragende, werbefreie linkistische Publikation mit kritischen Essays, Gedichten, Prosa und Kunst. Sie veröffentlicht reflektierende und bewegende Texte in ihrer jährlichen Printausgabe und unterhält eine ständig erfrischte Online-Präsenz. Mit acht Jahren etabliert das Journal einen Raum, in dem scharfe, klare und moralisch anspruchsvolle Kommentare zusammenkommen können.
Die kommende Printausgabe enthält neue Beiträge von Hanif Abdurraqib, Ish Ibrahim und Bayan Haddad. Eines der Highlights ist ein Essay über den Dichter-Philosophen Friedrich Hölderlin von Kate Wagner, die als Architekturkritikerin bei The Nation arbeitet.
Wagner argumentiert, dass Hölderlin „eine Art Schutzpatron für entmachtete Freiberufler“ war. Ihr Essay untersucht seinen mentalen Zusammenbruch angesichts weltgeschichtlicher Kräfte und vergleicht das Schicksal des Heiligen mit ihrer eigenen Erfahrung von Krise und Auflösung unter dem Druck politischer Ereignisse.
Print-Abonnenten können mit dem Erhalt der Ausgaben im November rechnen.
Toronto Review’s Big Ambition
Eine neue Publikation namens Toronto Review hat begonnen und stützt sich vollständig auf Freiwillige. Ihr Zweck ist es, vielversprechende Kritiker, Dichter und Schriftsteller zu finden, die eine neue Zielgruppe ansprechen können, mit besonderem Fokus auf kanadisches Talent.
Die neuesten Ausgaben enthalten einen Auszug aus dem neuen Buch der Romanautorin Lucy Ives, drei, sechs, fünf. Die Zeitschrift führt außerdem eine Rubrik über „2SLBTQIA+-Ästhetik“ ein, die Leser dazu auffordert, Theorie auf Prosa anzuwenden. Joshuas Whiteheads Sommeressay über Eve Kosofsky Sedgwick und indigene Literatur ist ein besonders spannender Beitrag in diesem Bereich.
Warum eine Woche?
Die Frage ist berechtigt. Warum eine Woche literarischen Zeitschriften widmen?
Van Emsts Antwort rückt den größeren Kontext in den Fokus. In diesem Jahr wurde eine unerwartete Verbindung zwischen Dating-App-Kultur und amerikanischer Literatur festgestellt. Zeitschriften wie AFM – die gerade ihre neue Ausgabe veröffentlicht hat – vermehren sich, ebenso wie beliebte Neugestaltungen und wachsende Abonnements.
Im Frühjahr wurde The Rumpus dank Roxane Gay und Debbie Millman neu gestaltet. Equator startete mit einer auffälligen Hingabe an internationale Prosa. Die langjährigen Favoriten The Baffler, Granta und The Dial erzielen weiterhin kritische Erfolge und ignorieren die Geschichte, dass Briefe zurückgelassen werden.
Die Feierlichkeiten dauern an
Abonnenten können diese Woche, die bis Freitag dauert, über die Ursprünge der teilnehmenden Zeitschriften und die Inspirationen hinter ihren Redaktionen lesen. Mehrere Veröffentlichungen verschenken außerdem vergünstigte Druckausgaben und digitalen Zugriff.
„Ich fand, wir brauchen etwas, um all die innovativen Dinge zu präsentieren, die lit mags machen.“
Was als Nächstes zu lesen ist
Leser werden an eine weitere Liste verwiesen, um einen umfassenderen Überblick über empfehlenswerte Zeitschriften zu erhalten. Diese Zusammenstellung umfasst eine breite Auswahl an Stimmen, darunter sowohl lang etablierte Fachzeitschriften als auch neuere Publikationen.
Meiner Meinung nach steht das Toronto Review als eine Online-Zeitschrift, der man folgen sollte, da es auf einem ehrenamtlich betriebenen Modell basiert, was angesichts seines Ehrgeizes bemerkenswert ist, und es sich zum Ziel gesetzt hat, Wegbereiter unter Kritikern, Dichtern und Autoren für ein lebendiges neues Publikum zu finden.
Das Urteil
LitMagWeek ist eine kleine Geste, aber eine angenehme. Es gibt den Lesern einen Grund, sich die Zeitschriften anzusehen, die sie sonst vielleicht ignorieren würden.
Diese Woche gibt Lesern, die abonnieren oder nur so stöbern, einen Grund, zu den Freuden literarischer Zeitschriften zurückzukehren. Die aktuellen Ausgaben von N+1, Protean und The Toronto Review verdienen alle Aufmerksamkeit.
Viel Spaß beim Lesen.
Quellenmaterial: „Feiern Sie die erste #LitMagWeek mit diesen drei Zeitschriften“, Literary Hub.
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