Mitarbeiter des Gesundheitswesens in New York hatten die Möglichkeit, einen Patienten mit einer gefährlichen Infektion zu erkennen, und fast die Hälfte von ihnen verpasste dies. Eine neue Studie zeigt, dass 40 % der Einrichtungen einen regionalen Test nicht bestanden, der darauf abzielt, einen Patienten zu erkennen, der so tut, als hätte er Vogelgrippe H5, eine Virusart, von der Experten glauben, dass sie sich weltweit verbreiten könnte.
Das Üben war einfach. Schauspieler betraten Krankenhäuser und Kliniken und spielten kranke, ahmen die Symptome einer H5-Infektion nach. Einige trugen Make-up, um krank auszusehen, andere benutzten Augentropfen und Vaseline, um so zu tun, als hätten sie eine Augenrötung, und alle klagten über Fieber und Schwäche. Sie erzählten eine Geschichte, wie sie eine kranke Ente in einem Park gefunden, sie ohne Handschuhe berührt und versucht hätten, sie zu retten.
Wie das Üben ablief
Um den Test zu bestehen, musste eine Gesundheitseinrichtung den Patienten maskieren und in einen Isolierraum bringen. Der ideale Zeitpunkt: Eine Maske innerhalb einer Minute des Betretens, Isolation innerhalb von zehn Minuten. Beide Schritte zusammen reichten aus, um zu bestehen, unabhängig davon, wie schnell sie stattfanden.
Die Schauspieler trugen auch ein Detail mit sich herum, das Alarm auslösen sollte. Auf die Frage nach Reisen gaben sie an, nicht ins Ausland gereist zu sein. Auf die Frage nach kranken Kontakten antworteten sie: „Zählt eine kranke Ente?“
Nur 60 % der Einrichtungen haben es geschafft.
Was schiefging
Die im Morbidity and Mortality Weekly Report veröffentlichte Studie fand mehrere häufige Fehler. Die Reaktionen waren langsam, und die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung war uneinheitlich. Die Autoren schrieben, dass das Üben „Bedürfnisse für Schulungen von Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen aufgedeckt hat, um eine frühere Identifizierung, Maskierung und Isolierung potenziell ansteckender, fieberhafter Patienten zu erreichen.“
Der Test sollte einen Patienten im ersten Schritt eines Ausbruchs aufdecken. Stattdessen fing er ein System ein, das immer noch mit grundlegenden Verfahren zu kämpfen hat.
Die professionellen Patienten-Schauspieler
Die professionellen Patienten-Schauspieler waren das Herzstück der Übung. Sie trugen Make-up, um krank auszusehen, benutzten Augentropfen und Vaseline, um eine Augenrötung nachzuahmen, und hatten einen gefälschten Husten. Sie klagten über Schwäche und Fieber und sagten, sie hätten vor ihrer Ankunft Motrin eingenommen. Sie gaben an, nicht ins Ausland gereist zu sein, und erzählten die Ente-Geschichte ohne Aufforderung.
Die Geschichte selbst war eine Warnung. Eine kranke Ente in einem Park, berührt ohne Handschuhe, versucht zu retten – eine Erzählung, die hätte den Verdacht auf eine mögliche Übertragung von Tieren auf den Menschen aufkommen lassen sollen.
Die Zahlen
| Schritt | Ideale Zeitleiste | Ergebnis |
|---|---|---|
| Maskierung | Innerhalb einer Minute | Langsam, ungleichmäßig |
| Isolation | Innerhalb von zehn Minuten | Nur 60 % haben bestanden |
| Gesamtbestandserfolgsquote | Nicht angegeben | 40 % scheiterten |
Die Zahlen sprechen für sich. Sechzig Prozent bestandene bedeutet 40 % Nichtbestehen. Die Studie bezeichnet das als ungenügende Leistung.
Was das bedeutet
Die Studie macht einzelne Mitarbeiter nicht verantwortlich. Sie kritisiert ein System, das nicht genügend Personal geschult hat, um schnell zu reagieren, wenn ein Patient möglicherweise eine pandemiebedingte Bedrohung darstellt.
Die Autoren wiesen darauf hin, dass Schulungsbedarf identifiziert wurde. Das ist der erste Schritt zur Lösung des Problems.
Fakt ist jedoch, dass fast die Hälfte der getesteten Einrichtungen die Grundlagen nicht beherrscht. Ein Patient betrat die Einrichtung mit Symptomen, erzählte eine Geschichte über eine kranke Ente, und nur 60 % der Einrichtungen wussten, was zu tun ist.
Dies ist keine Geschichte über eine ferne Bedrohung. Die Vogelgrippe H5 ist ein Virus-Typ, von dem Experten glauben, dass er sich weltweit ausbreiten könnte. Die Übung zeigte, dass die Reaktion bereits im ersten Schritt langsam und uneinheitlich ist.
Die Frage ist, ob das System schnell genug reagieren kann.
Quellenmaterial: „Patient-Null-Übung setzt Gesundheitseinrichtungen auf die Probe – 40 % scheiterten“, Ars Technica.
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