Sid Meier’s Civilization: Beyond Earth stellt eine einfache Frage: Was passiert, wenn die Menschheit die Erde verlässt? Die Antwort ist ein Spiel über Überleben, Anpassung und den langsamen Aufbau einer neuen Zivilisation auf einem fremden Planeten. Es ist auch ein strategisches Spiel, das einige der vertrauten Komforts seiner Vorgänger gegen einen experimentellere, manchmal härteren Ansatz eintauscht. Das Ergebnis ist ein gemischtes Paket, aber eines, das Geduld und Neugier belohnt.
Trailer, via IGDBcom.
Was sich ändert
Der Kernschluss von Beyond Earth ist immer noch der gleiche rundenbasierte Reichsbau, der die Serie definierte. Spieler beginnen mit einer kleinen Kolonie, sammeln Ressourcen, trainieren Arbeiter und bauen Städte. Aber das Setting verändert alles. Anstatt einer antiken Geschichte bewegt man sich durch eine Zeitlinie des Weltraumsiedlungs, Terraformierung und Alien-Kontakt. Das Spiel verfolgt Ihren Fortschritt mit einem „Affinität“-System, das es Ihnen ermöglicht, Ihre Zivilisation in eine von drei Richtungen zu lenken: Harmonie, Übermacht oder Reinheit.
Diese Veränderung ändert, wie Sie spielen. Städte werden nicht mehr um einen festen historischen Wunderkarte gebaut. Stattdessen sammelt man Ressourcen von dem Planeten selbst, man verwaltet Gesundheit und Nahrung und beobachtet, wie Siedler sich neuen Bedingungen anpassen. Es ist ein frischer Blickwinkel, auch wenn es Zeit braucht, sich daran zu gewöhnen.
Das Affinität-System
Das Affinität-System ist das größte Hinzufügen des Spiels, und es ist auch seine meist umstrittene Funktion. Jede Richtung bietet einzigartige Fähigkeiten, Einheiten und Technologien. Harmonie fokussiert sich auf Natur und fremdes Leben. Übermacht lehnt auf Technologie und Maschinen. Reinheit geht auf menschliche Identität und Tradition. Eine Entscheidung früher gestaltet das gesamte Spiel, da spätere Technologien hinter Ihrer ursprünglichen Wahl gesperrt sind.
Das ist eine kluge Konstruktion, aber sie kann einschränkend wirken. Sobald man sich einer Richtung verschrieben hat, schrumpfen Ihre Optionen stark. Das kann das späte-Spiel-Planung weniger offen fühlen als in früheren Spielen der Reihe. Dennoch lohnt sich der Tausch. Die Richtungen geben jedem Spiel eine eigene Note, und das Spannung von früh entscheiden ist Teil des Reizes.
Weltraum und Terraformierung
Die fremde Welt selbst ist eine konstante Präsenz. Spieler verbringen Zeit damit, Wege zu finden, das Gelände zu ändern, trockenes Land in Ackerland oder Mineralquellen zu verwandeln. Dies fügt einer Schicht der Umweltverwaltung hinzu, die in früheren Spielen fehlte. Es ist ein kleiner Zusatz, aber er macht die Welt auf eine Weise lebendig, die wenige andere Strategiespiele schaffen.
Das Spiel enthält auch ein Diplomatie-System, mit dem man sich mit rivalischen Kolonien verhandeln kann. Diese Interaktionen können angespannt sein, besonders wenn mehrere Gruppen um dieselben Ressourcen konkurrieren. Das Spiel beherrscht diese Momente gut, obwohl der KI-Opponent gelegentlich Entscheidungen trifft, die willkürlich erscheinen.
Leistung unter Linux, PC und Mac
Beyond Earth läuft unter Linux, PC und Mac, und seine Leistung hält sich auf allen drei Plattformen. Die Bedienoberfläche ist sauber und leicht lesbar, auch wenn der Bildschirm mit Dutzenden Gebäuden und Einheiten gefüllt ist. Die Filmmusik, komponiert speziell für dieses Spiel, macht einen guten Job, die wissenschaftliche-Fiktions-Auflage zu passen, ohne die Handlung zu übertönen.
Das Affinitätssystem ist das größte Zugabe des Spiels und auch seine meist umstrittene Funktion.
Es gibt unbehagliche Kanten. Die Steilheit des Schwierigkeitsgrades ist groß, und neue Spieler können sich von der Menge der auf dem Bildschirm präsentierten Informationen überfordert fühlen. Einige Aufgaben und Nebenaufträge fühlen sich wie Füllmaterial an, nicht als bedeutende Inhalte. Das Spiel vermisst auch die Tiefe einiger seiner Vorgänger im Bereich militärischer Strategie, obwohl das Affinitätssystem einen Teil dieser Verluste ausgleicht.
Endurteil
Sid Meier’s Civilization: Beyond Earth ist ein kühnes Experiment, das zum Großteil zahlt. Sein Affinitätssystem und seine fremde Welt geben ihm eine eigene Identität, und die wissenschaftliche-Fiktions-Setting ist eine willkommene Abwechslung. Das Spiel stolpert, wenn es zu weit greift, aber seine Ehrgeizigkeit ist lobenswert.
Für Fans der Reihe ist dies eine würdige Ergänzung. Für Neueinsteiger mag es etwas Zeit kosten, sich daran zu gewöhnen. Die Stärken des Spiels überwiegen seine Schwächen, und seine Vision ist klar genug, um in einem überfüllten Genre auffällig zu sein.
Punktzahl: 8,2 von 10.
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