Für ihren zweiten Gastauftritt bei Saturday Night Live wurde Dakota Johnson dafür gelobt, ihre Stärken auszuspielen, etwas, was wenigen Gästen gelingt. Der Artikel mit dem Titel „Dakota Johnson spielt ihre Stärken in ihrer neuesten Saturday Night Live-Ausgabe aus“ argumentiert, dass sie sich voll und ganz bestimmten, beunruhigenden Charakteren widmet, anstatt nach breiterem Humor zu greifen. Der Artikel weist jedoch darauf hin, dass ihr Ansatz nicht immer gut zu den Live-Sketchen passt, insbesondere wenn sie mit anderen Mitgliedern der Besetzung zusammenarbeitet.
Die jüngste Aufführung hat Johnsons Leistung in zwei Modi aufgeteilt. Eine ist eine kühl-distanzierte Schönheit, vielleicht eine Freundin, die gemein und furchteinflößend ist. Die andere ist eine Parodie auf die schwach-unternehmerische Weiblichkeit des 21. Jahrhunderts, die Wahnsinn oder Zerbrochenheit unter ihren verdächtigen Begeisterungen verbirgt. Der Artikel schreibt ihr die Fähigkeit zu, den Verachtung oder Langeweile zu kanalisieren, die über ihr Gesicht huscht, wenn sie einen mittelmäßigen Film sieht, in echte, ungebändigte Darbietungen.
Die Sketche, die funktionierten
Die wirksamsten Sequenzen stammten von den vorab aufgezeichneten Sketchen. „Mean, Scary Girlfriend“, „Guns For Women“ und „Colorado Vicky“ wurden als ausreichend hervorgehoben, um die Show vor der Premiere der letzten Woche zu halten. Johnson wurde besonders dafür gelobt, Waffen zu verkaufen, die weiblichen Anatomien noch spezifischer ähneln als herkömmliche Waffen, die Pennisse ersetzen können, und eine Nischen-Content-Creatorin zu spielen, die sich auf schwere, oft veraltete Behandlungen der psychischen Gesundheit vorbereitet.
In beiden Fällen vermied Johnson Übertreibung. Der Artikel weist darauf hin, dass ihr endloses Fummeln mit Sodaflaschen, von denen sie zu scheinen schien, nicht zu trinken, nicht die Illusion ihrer seltsameren Charaktere zerstörte. Diese Zurückhaltung wird als eine eiserne Garantie beschrieben, dass sie nicht die Illusion ihrer seltsameren Charaktere durch übertriebenes Grimassieren zerstören wird.
Diese Episode teilte eine seltsame Verbindung mit Skizzen einer früheren Episode und einigen ihrer früheren Auftritte. Ihre neugierige Krankenschwester kam mit einem großen, dummen Becher an, während ihre Versuche, Waffen oder L‘ zu verkaufen – seit den Partnerschaften mit Oreal – Erinnerungen an ihren Glauben durch ein bizarr anmutendes Shark Tank-T-Shirt hervorriefen. Obwohl der „Tall, Plain Boyfriend“ in einer von Johnson moderierten Episode nicht auftauchte – er wurde aufgrund von Zeitmangel gekürzt und existiert nur auf YouTube-Shorts –, wirkte „Mean, Scary Girlfriend“ wie ein passendes Puzzlestück und konzentrierte sich darauf, antisoziales Verhalten als Produkt neu zu verpacken.
Die Skizzen, die verpassten
Nicht alles hat funktioniert. Der Artikel verweist auf die Krankenhaus-Klatsch-Skizze als etwas, das in das Gebiet führt, in dem ein Charakter nicht weiß, wie eine soziale Konvention funktioniert. Im Eröffnungsteil ließ das Press Your Luck-Ding sich immer wieder durch die Ausbrüche von Ashley Padilla selbst wiederbeleben, zu gleichen Teilen lustig und beunruhigend Wiig/M.
Padillas Beharrlichkeit, dass das Gewinnen von Advil besser wäre als Bargeld, ließ den Kritiker laut auflachen. Aber der Rhythmus der Skizze litt unter Johnsons Tendenz, ihre eigene Pace zu finden, ohne bestimmte Wege zu Lachen im Sinn zu haben. Der Artikel weist darauf hin, dass dies auch in ihrem Monolog auftauchte, selbst als sie selbstironische Witze über Madame Web machte, nach Aufmerksamkeit suchte und Musiker datete.
Warum Johnson als Moderator funktioniert
Der Artikel argumentiert, dass Johnson als eine ruhige Bereicherung funktioniert, die ihre Zeit nicht überschreitet. Es gibt eine Beständigkeit über ihre Episoden, obwohl nicht alle Segmente gut ankommen. Sie hat noch keinen soliden Mainstream-Film-Franchise gefunden, der zu ihrem Ansatz passt, aber Saturday Night Live könnte es versehentlich werden.
Es ist erwähnenswert, den Vergleich mit Kristen Stewart anzustellen. Stewart hat drei sehr unterschiedliche Leistungen erbracht – Spencer, Personal Shopper und Certain Women – und Johnsons Independent-Arbeit trägt eine ähnliche, verschlossene Melancholie wie Filme wie A Bigger Splash und Cha Cha Real Smooth. Der entscheidende Unterschied, so der Artikel, ist, dass Johnson offener feindselig gegenüber Material sein kann, das ihr unterlegen erscheint.
Stewart scheint hingegen entschieden zu haben, entweder dieses Material nicht zu verwenden oder damit Spaß zu haben. Johnsons Ansatz bedeutet, dass ihre Verachtung für schwaches Material in ihren Auftritten zum Vorschein kommt, was die Rezension als Stärke und nicht als Schwäche darstellt. Das macht sie überraschend stark als Moderatorin.
Das Live-Show-Problem
Johnsons Stil passt nicht zu jedem. Die Rezension bemerkt, dass Live-Sketche sich im Zusammenspiel mit Darstellern, die nicht ihre Energie teilen, stellenweise ziellos anfühlen können. Johnsons Zusammenspiel mit Ben Marshall in Rollen, die von „Game of Thrones“ inspiriert sind, schuf einen abgründigen Rhythmus – wenn auch auf eine schlechte Art –, obwohl die coole Drachenpuppe in diesem Sketch ein Highlight war.
Es ist nicht nur Marshall, der hier das Problem ist. Johnson fühlte sich auch unwohl, als sie in einer Art und Weise spielte, die keine Elizabeth Banks-Parodie darstellte, und moderierte „Press Your Luck“, und war verwirrt von einem Kandidaten, der von der einfachen Natur des Spiels so begeistert war, dass er nicht damit gehen konnte, seine lächerlichen Gewinne. Die Rezension bezeichnet dies als ihre schlimmsten Momente, in denen sie desinteressiert wirkt und Sketche in ihr eigenes Tempo ziehen lässt, ohne einen klaren Weg zum Humor im Blick zu haben.
Der Monolog-Moment
Johnsons Monolog lenkte die Aufmerksamkeit auf ihren Ruf, Rockstars zu daten. Die Rezension konnte nicht aufhören, sich zu fragen: Soll ich bei Johnsons Ruf, Musiker zu daten, anerkennend nicken? Das Material wurde zum Schwerpunkt des Segments, wobei Witze über das Suchen nach Aufmerksamkeit und das Datieren von Musikern dominierten.
Johnsons Dating-Geschichte mit Chris Martin von Coldplay kennt der Rezensent nur oberflächlich. Die Frage stellt sich dann: Macht das ihn berühmt? Die Rezension fragt sich, ob Material über das Datieren von Rockstars und das Belästigen von Taylor Swift für ein Publikum, das mit Klatsch und Tratsch über Prominente nicht vertraut ist, seltsam wirken könnte.
Was die Rezension empfiehlt
Die Kritik weist die Zuschauer auf Johnsons Episoden mit den vorab aufgezeichneten Sketchen hin und bezeichnet sie als die zwei besten Sketche des Abends. Der Absurdismus von „Amazing Tales Of Truth“, in dem Moderator Andrew Dismukes einen bewusstlosen Vater, seine Singvogel-Tochter Veronika Slowikowska und einen zutiefst albernen Pointe nach einer unerträglich langen und aufrichtigen Einleitung vorstellt, wurde dafür gelobt, dass er so wirken könnte, als wäre er 1978 oder 1991 aufgeführt worden.
Die Kritik argumentiert, dass der abschließende Sketch nicht als bedeutsam präsentiert werden sollte. Sein Mangel an Substanz war beabsichtigt, und er wirkte so, als wäre er 1978 oder 1991 aufgeführt worden, als man in dieser Art von Sache noch weit mehr Vertrauen hatte.
Das Fazit
Johnsons SNL-Moderation ist ein Netto-Gewinn. Sie bringt eine stetige, verrückte Energie mit, die zu den skurrileren Sketchen der Sendung passt, selbst wenn ihre Live-Chemie ins Straucheln gerät. Das Urteil der Kritik ist, dass sie die perfekte Moderatorin alle paar Jahre ist, eine stille Bereicherung, die ihren Aufenthalt nicht ausreißt.
Der Vergleich zu Stewart ist aussagekräftig. Stewart kann drei völlig unterschiedliche Rollen meistern, aber Johnsons Verachtung für schwaches Material zeigt sich in ihren Darbietungen. Das ist ein Kompliment hier. Sie versucht nicht zu beweisen, dass sie alles kann, wie Emma Stone oder ihre derzeitige „Verity“-Co-Star Anne Hathaway. Stattdessen stützt sie sich auf bestimmte Charaktertypen und bekennt sich voll und ganz ihnen.
| Sketch | Typ | Urteil |
|---|---|---|
| Gemeine, Schreckliche Freundin | Live | Stark |
| Waffen Für Frauen | Live (gesendet) | Stark |
| Colorado Vicky | Live (gesendet) | Stark |
| Amazing Tales Of Truth | Vorproduziert | Unzureichend, aber nicht bedeutsam |
| Press Your Luck | Live (gesendet) | Schwach |
| Hospital Gossip | Live (Live) | Nicht zugeteilt (Not assigned) |
Das Fazit des Artikels ist, dass Johnson bei SNL ein Zuhause gefunden hat. Sie habe sich zwar nicht als so großartige Schauspielerin wie Stewart erwiesen, aber sie besitze einen einzigartigen Ansatz, der zur Marke der Show passt. Die Konstanz über ihre Episoden hinweg macht sie zu einer zuverlässigen Wahl, selbst wenn einzelne Sketche nicht zünden.
Es ist noch nicht klar, ob Saturday Night Live ihr Hauptstück werden wird, aber der Artikel argumentiert entschieden, dass Johnsons Rückkehr es wert ist, gesehen zu werden, insbesondere in den vorab gedrehten Segmenten.
Siehe das Video, auf das sich der Artikel stützt, bei The A.V. Club.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

