Zach Cregger’s „Resident Evil“-Film kommt diese Woche in die Kinos, und die ersten Kritiken sind da – und sie sind glänzend. Der Konsens: Dies könnte die beste Verfilmung eines Videospiels aller Zeiten sein. Das ist eine kühne Behauptung, die jedoch mit Vorsicht zu genießen ist.
Erste Kritiken sind eingegangen
Die ersten Kritiken von Zach Creggers „Resident Evil“-Adaption sind erschienen, und das Urteil ist einstimmig: Der Film ist ausgezeichnet. GamesRadar+ gab ihm 4 von 5 Sternen und bezeichnete ihn als „das beste ‚Resi‘-Film aller Zeiten; er ist das beste Videospiel-Film überhaupt“. Polygon ging noch weiter und bewertete ihn mit 91 von 100 Punkten und lobte Creggers „Liebe für das Franchise und das Genre“.
IGN und Gamespot landeten beide bei 8/10 Punkten. IGNs Tom Jorgensen sagte, der Film sei „eine einfache und spannende Survival-Horror-Geschichte, die sehr stark von der Sensibilität des Regisseurs Zach Cregger profitiert.“ Gamespots Eric Frederiksen bemerkte, dass Cregger „uns endlich Resident Evil selbst erleben lässt, durch unsere eigenen Augen.“
Frank Scheck von The Hollywood Reporter nannte ihn eine „triebende, gleichzeitig furchteinflößende und urkomische Achterbahnfahrt“. Pie Conzaga von Rolling Stone sagte, er sei „genau so widerlich, lustig und gruselig wie die Spiele“. Owen Gleiberman von Variety beschrieb ihn als ein „süß gemachteres Stück Eskapismus“, während AV Club ihm eine B-Note gab und ihn als einen „90-minütigen B-Film bezeichnete, der auf so geschickte Weise Witze und Ekelmomente jongliert“.
Der kleine Haken
Es gibt jedoch einen Haken. Frühe Kritiker werden von Studios ausgewählt, daher sollten diese Kritiken nicht für bare Münze genommen werden. PC Gamer bat höflich um eine Vorführung und wurde mehrfach abgelehnt. Das Medium kann daher keine eigene Einschätzung des Films anbieten.
Dieses Eingeständnis ist das eigene Kürzungsrisiko der Geschichte. Die Kritiken sind enthusiastisch, aber die Zeitung, die sie veröffentlicht hat, konnte nicht einmal eine Pressevorführung sichern. Das verleiht dem Ganzen einen wissenden Augenzwinkern.
Was die Kritiken über den Film sagen
Die Kritiken lassen sich auf einige Schlüsselthemen konzentrieren. Erstens meidet Cregger die Falle, Schauspieler zu besetzen, die nicht die Charaktere sind, die Spieler kennen. Indem er von den Geschichten und Charakteren der Videospiele abrückt, weicht Cregger dem Problem „Das ist nicht mein Leon Kennedy“ aus, argumentierte Gamespot.
Zweitens ist der Film kurz. Mit einer Laufzeit von 90 Minuten nannte Collider Creggers „Resident Evil“ schlank und zielstrebig. Er bewegt sich innerhalb der Grenzen der bestehenden Spiele und gibt dennoch kluge Nicken an sein Quellmaterial.
Drittens ist der Film erfinderisch. Auch wenn es sich um eine Originalgeschichte handelt, schrieb Discussing Film, Creggers Ansatz setze einen neuen Standard für Videospielverfilmungen. Er fängt den wahnsinnigen Geist des Quellmaterials ein und macht gleichzeitig etwas Cleveres und Erfinderisches damit.
Die Reaktionen der Fans
Die Fan-Reaktion war ebenfalls stark. Lisa Laman von Land of the Nerds nannte den Film „automatisch zu den besten Live-Action-Videospielverfilmungen aller Zeiten, zusammen mit Exit 8 und Sonic the Hedgehog 3“. Donald Clark von der Irish Times sagte: „Creggers skandalöse Eskapade, obwohl relativ klein, fühlt sich wie der beste Resident Evil Film in der langen Geschichte der Reihe an.“
Adam Olinger von Adam Does Movies (ein YouTube-Review-Kanal) gab alles. Er nannte es „der beste Videospielfilm aller Zeiten.“
Die handverlesene Einschränkung
Die Bewertungen werden von Studios handverlesen, was wichtig ist. PC Gamers Unfähigkeit, eine Vorführung zu sichern, ist Teil dieser allgemeinen Warnung über die Natur von frühen Bewertungen.
Was Fans erwarten können
Die Stärken des Films, so die Bewertungen, sind sein Ton und seine Erfindungsgabe. Creggers Ansatz wird als lustig, gruselig, widerlich und wunderschön beschrieben, wobei Kleinman argumentiert, dass er die Kampf-oder-Flucht-Erfahrung vermittelt, die man beim eigentlichen Spielen eines Resident Evil Spiels erlebt.
Die schlanke Laufzeit ist ein Verkaufsargument. Ein 90-minütiger Horrorfilm lässt dem Publikum weniger Raum zum Abdriften, was dem Genre zugutekommt. Die Einbettung des Films in die Grenzen der bestehenden Spiele bedeutet, dass er der Reihe ein Nicken geben kann, ohne ein direktes Remake eines bestimmten Titels zu sein.
„Ignoriert, was eingefleischte Fans von einer Adaption verlangen“, sagt Pie Conzaga. „Creggers Interpretation von RE ist genauso widerlich, lustig und gruselig wie die Spiele.“
Das Urteil über die Bewertungen
Die Kritiken sind überschwänglich, aber sie sind frühzeitig und handverlesen. PC Gamer konnte nicht einmal eine Vorführung erhalten, was bedeutet, dass der Enthusiasmus ungeprüft ist. Das bedeutet nicht, dass der Film schlecht ist – es bedeutet, dass die Euphorie als vorläufig betrachtet werden sollte.
Was klar ist, ist, dass Cregger einen Film gemacht hat, den Kritiker sehen wollen. Die Bewertung von 91/100 von Polygon ist bemerkenswert, und die 4/5 von GamesRadar+ ist eine starke Empfehlung von einer Seite, die die Franchise bestens kennt.
Der Film ist kurz, lustig, gruselig und widerlich – und er scheint einzufangen, was die Spiele selbst so spannend macht. Ob er die Messlatte für den „besten Videospiel-Film aller Zeiten“ überspringt, bleibt abzuwarten. Aber die ersten Anzeichen sind vielversprechend.
Vorerst ist die Botschaft einfach: Zach Creggers „Resident Evil“ erhält fulminante Kritiken. Die Frage, ob er diesen gerecht wird, muss bis dahin warten, bis weitere Medien ihn selbst gesehen haben.
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