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Der CNN-Vorstandsvorsitzende sagte, er wolle unter Paramount bleiben, räumte aber ein, keine Ahnung zu haben, wie Paramount Nachrichten betreibt.

CNN-Vorstandsvorsitzender Mark Thompson räumt ein, nicht zu wissen, wie Paramount die Nachrichtenredaktion gestalten möchte, äußerte sich aber weiterhin enthusiastisch über die Fusion.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A dimly lit newsroom desk with a television displaying breaking news headlines.

Mark Thompson, der CEO von CNN, teilte dem Personal während einer Versammlung am Mittwoch mit, dass er sich freut, unter der Kontrolle von Paramount Skydance zu bleiben – räumte jedoch ein, wenig Ahnung zu haben, was der neue Eigentümer mit der Nachrichtenredaktion vorhaben will.

Thompson sagte, wie Paramount die Nachrichtenredaktion betreiben will, sei ihm derzeit nicht bekannt. Er wies außerdem darauf hin, dass unklar sei, ob Paramount die Fusion von CNN und CBS News beabsichtige, und machte keine weiteren Angaben zu den nächsten Schritten.

Die Versammlung stand nicht im Zusammenhang mit der Einigung

Die Versammlung war vor einigen Tagen angesetzt worden und war keine Reaktion auf Paramounts Einigung diese Woche, so eine mit der Sache vertraute Person. Paramount Skydance schloss diese Woche eine Kartellklage mit 12 Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten ab.

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Auf die Frage nach einem Zeitplan wusste Thompson nicht, wann ein Übergang beginnen könnte oder wann Führungskräfte von Paramount in den Büros von CNN erscheinen könnten. Der erfahrene Korrespondent John King stellte die Frage.

CBS News unter Paramount war problematisch

CBS News unter der Führung von Paramount war umstritten und nicht gut für das Geschäft der Nachrichtenredaktion. Bari Weiss, die im vergangenen Jahr als Chefredakteurin eingesetzt wurde, hat unnötige Aufmerksamkeit auf Nachrichtenberichte gelenkt.

Moderatoren haben öffentlich auf Instagram Bedenken hinsichtlich ihres Hintergrunds als digitale Unternehmerin und provokative Meinungsautorin geäußert. Veränderungen bei „CBS Mornings“ und „CBS Evening News“ sind noch zu früh, um sie zu beurteilen, aber beide Sendungen hinken ihren Konkurrenten bei den Einschaltquoten hinterher, wobei die Morgen-Show erhebliche Einbußen erlitten hat.

Weiß’ Umgestaltung von „60 Minutes“ hat das Programm Kritik und Gegenreaktionen ausgesetzt.

Was Thompson eigentlich weiß

Thompson hat sich darauf konzentriert, CNN-Inhalte vor eine jüngere Zielgruppe und digitale Nutzer zu bringen. Der Abonnementservice „CNN All Access“ testet neue Formate, und Mitarbeiter wie Abby Phillip und Harry Enten haben an Zugkraft gewonnen.

Warner Bros. Discovery prognostizierte in einer Einreichung bei der U.S. Securities and Exchange Commission, dass CNN im Jahr 2026 einen Gewinn von 600 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar erwirtschaften wird.

„Wie Paramount die Nachrichtenredaktion führen will“, ist ihm gegenwärtig nicht bekannt.

Das Ergebnis: Thompsons Unsicherheit

Thompson zeigt sich zwar begeistert, bei der Firma zu bleiben, doch seine Begeisterung beruht auf einem dünnen Fundament. Er weiß nicht, wie Paramount die Nachrichtenredaktion führt, er weiß nicht, wann Vertreter von Paramount erscheinen werden, und er weiß nicht, ob die Firma plant, CNN und CBS News zu fusionieren.

Das ist eine bemerkenswerte Position für den Leiter einer der weltweit bekanntesten Nachrichtenmarken.

Ein Moment der Wahrheit

Thompsons Townhall-Meeting war ein Moment der Wahrheit, selbst wenn die Wahrheit darin bestand, dass niemand wirklich weiß, was als Nächstes passiert.

Wo die Zeitung steht

Die Zeitung unterstützt Thompsons Eingeständnis der Unsicherheit über Paramounts Pläne für CNN und ist gegen jedes neue Regelwerk oder jede Behördenmaßnahme, die die große Firma gegenüber dem kleinen Unternehmen bevorzugt, das sie betreibt. Die Position der Zeitung ist, dass Regulierung in der Regel die größten Akteure schützt und die Eintrittskosten für kleinere erhöht, und sie lehnt Regeln ab, die dies tun.

Thompsons eigene Worte zeigen das Problem: er weiß nicht, wie Paramount die Nachrichtenredaktion führen will, er weiß nicht, wann Vertreter von Paramount erscheinen werden, und er weiß nicht, ob die Firma plant, CNN und CBS News zu fusionieren. Das ist das kleine Unternehmen, das eine große Marke betreibt und seinen Mitarbeitern mitteilt, dass es nicht weiß, was der Eigentümer will. Die Zeitung wünscht sich eine Überwachung, die auf tatsächlichen Schäden abzielt, nicht auf einem umfassenden neuen Regelwerk, das von den größten Firmen selbst geschrieben wird.

Der Leser sollte auf jede Entwicklung hin achten, die in Richtung eines neuen Regelwerks oder einer Behördenmaßnahme geht, die die große Firma gegenüber dem kleinen Unternehmen bevorzugt. Wenn der Leiter einer Nachrichtenredaktion zugibt, nicht zu wissen, was der Eigentümer will, braucht die Branche nicht mehr ein neues Regelwerk, das von denselben Leuten geschrieben wird.

Quellenmaterial: „CNN-Chef sagt, er sei ‚begeistert‘ davon, unter Paramount zu bleiben, aber unsicher, ob er dies kann“, Variety.

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