Manchester City wurde des unabhängigen Panels zufolge für die Mehrheit der Verstöße gegen die Finanzregeln in ihrem Fall schuldig befunden. Der Verein steht vor einem wahrscheinlichen Punkteabzug, obwohl ein Rechtsmittel noch das Ergebnis ändern könnte.
Das Panel traf eine Entscheidung zu den 115 Anklagepunkten gegen City, die zwei Jahre und zehn Tage dauerte. Das sind 1.329 Tage, nachdem der Verein zum ersten Mal angeklagt worden war. Clubfunktionäre erhielten das Urteil während der Woche, nachdem sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet hatten, um die Akte einzusehen.
City bestätigte nicht, ob sie für schuldig befunden wurden, in einer Erklärung. Stattdessen sagte der Verein, dass „das Verfahren noch andauert“ und ein Rechtsmittel zu erwarten sei.
Was City vorgeworfen wird
Die Vorwürfe umfassen sieben separate Anklagepunkte wegen Verstößen gegen die Premier League Financial Fair Play-Regeln (PSR) allein, sowie fünf weitere im Zusammenhang mit Wettbewerben der Uefa. Zu diesen Anklagepunkten gehören überhöhte Sponsoreneinnahmen, die über Konten von Unternehmen geleitet wurden, Zahlungen an Spieler und Manager sowie die Nichtbeachtung von Ermittlungen.
Das unabhängige Panel befand City für die Mehrheit dieser Verstöße schuldig. Die genaue Anzahl der Schuldbefunde wurde nicht veröffentlicht.
Der Präzedenzfall, der von anderen Vereinen gesetzt wurde
Everton wurde wegen PSR-Verstößen sechs Punkte abgezogen. Ihr Abzug wurde im Rechtsmittel auf 10 Punkte reduziert, dann weiter auf zwei Punkte im Rechtsmittel. Nottingham Forest wurde vier Punkte abgezogen.
Chelsea schlug einen anderen Weg ein. Sie plädierten auf schuldig und verhandelten eine Sanktionsvereinbarung mit der Liga.
Was als Nächstes geschieht
Ein Punkteabzug erscheint nun unvermeidlich, obwohl er vom Rechtsmittel abhängig ist. Enzos Marescas Mannschaft spielt am 11. Oktober gegen Liverpool und könnte damit sechs Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze gewinnen.
Vereine holen Rechtsberatung ein, um mögliche Schadensersatzansprüche gegen City geltend zu machen.
Der bisherige Zeitablauf
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1.329 Tage her | Stadt angeklagt |
| Zwei Jahre und zehn Tage seit | Verhandlung begann |
| Während der Woche | Urteil an Führungskräfte verkündet |
| Längerfristig | Berufungsverfahren erwartet |
Das Risiko für die Tische
Ein hoher Punkteabzug ist möglich. Der Berufungsprozess wird entscheiden, ob die Strafe Bestand hat.
Liverpool muss sein Spiel gegen City gewinnen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Spiel am 11. Oktober wird aufmerksam verfolgt.
Der Weg vor uns
Der Berufungsprozess wird entscheiden, ob die Abzüge Bestand haben. Bis dahin tappen City im Dunkeln bezüglich ihrer genauen Strafe.
Die Premier League hat sich öffentlich nicht zu dem Urteil geäußert. Die Stillschweigen der Liga verstärkt die Unsicherheit rund um den Fall.
Citys Aussage, dass der Prozess „fortlaufend“ sei, deutet darauf hin, dass sie noch die Details der Entscheidung abarbeiten. Die im Statement geäußerte Ablehnung der Schuld durch den Club wirft Fragen auf, ob sie das Urteil überhaupt akzeptieren.
Was das für die Liga bedeutet
Chelseas Weg – Schuldbekenntnis und Verhandlung einer Strafe – war eine saubere Lösung für die Liga.
Citys Fall ist anders. Der Club hat das Urteil öffentlich bestritten, was die Liga in eine schwierige Lage bringt. Eine Einigung mit City würde erfordern, dass die Liga direkt mit dem Club verhandelt.
Ob die Premier League überhaupt auf das Urteil reagiert, bleibt abzuwarten.
Der Fall lastet seit langem auf der Liga. Der Berufungsprozess wird einige Klarheit bringen, aber bis dahin müssen die Vereine, Fans und die Liga selbst warten.
Quellenmaterial: „Why Premier League faces uncertainty and chaos after Man City ruling“, der BBC.
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