Die Ukraine hat über Nacht drei separate Ziele innerhalb Russlands angegriffen, trotz des Drucks von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf die Ölförderanlagen des Landes zu stoppen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte die Angriffe über soziale Medien am Donnerstag an, Stunden nachdem Trump gewarnt hatte, dass Angriffe auf russische Raffinerien die Dieselpreise in den Vereinigten Staaten in die Höhe trieben.
Der nächtliche Angriff traf eine Ölförderanlage in der südlichen Region Samara. Ein russisches Schiff im Schwarzen Meer wurde ebenfalls ins Visier genommen, ebenso wie ein Start- und Lagerplatz für Kampfdrohnes in der Region Orjol. Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Dieselpreise in den USA auf Rekordhoch gestiegen sind, wobei Trump auf die Kampagne der Ukraine als einen wesentlichen Faktor hinwies.
Trumps Warnung an Selenskyj
Trump forderte Selenskyj in einem privaten Telefonat auf, die Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen. Seine öffentlichen Äußerungen am Mittwoch machten die Bedeutung deutlich.
„Diesel wird wirklich viel stärker beeinträchtigt, nicht durch den Nahen Osten, sondern durch das, was in Russland passiert, weil diese Dieselraffinerien in alarmierendem Tempo ausgeschaltet werden“, sagte Trump.
Selenskyj hat sich für einen von den USA vermittelten Energie-Waffenstillstand mit Russland eingesetzt, für den Präsident Putin jedoch kaum Interesse gezeigt hat. Stattdessen versprach Putin, die Schläge auf die Ukraine zu intensivieren.
Das Ausmaß der ukrainischen Kampagne
Die ukrainischen Angriffe haben schätzungsweise mehr als 45 % der russischen Raffineriekapazität ausgeschaltet, so ukrainische Schätzungen. In einigen Regionen wurden Kraftstoffrationierungen eingeführt, und lange Schlangen haben sich an Tankstellen gebildet. Die Angriffe sind zu einem zentralen Bestandteil des Konflikts geworden, wobei Kiew argumentiert, dass sie die Fähigkeit Russlands schwächen, seine Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten.
Mykola Bielieskow, ein Militäranalyst am ukrainisch-staatlichen Nationalen Institut für strategische Studien, sagte, Kiew werde die russische Öl-Infrastruktur wahrscheinlich weiterhin ins Visier nehmen, solange Moskau seine täglichen Angriffe fortsetze.
„Es gibt keinen Grund für die Ukraine, weiterhin Zurückhaltung zu üben, während sie gebomben wird und große städtische Gebiete ständig unter Beschuss stehen“, sagte Bielieskow.
Bielieskows Analyse spiegelt seine eigene Sicht auf die Situation wider.
Die Angriffe gehen weiter
Russische Angriffe auf Kiew haben in den letzten Wochen nahezu ununterbrochen stattgefunden. Am Donnerstagmorgen schlug eine russische Drohne eine Schule in Kiew, obwohl niemand verletzt wurde, da Kinder im Keller Schutz suchten, so Bürgermeister Vitali Klitschko.
Eine wichtige Brücke in Kiew wurde ebenfalls getroffen, was zur Aussetzung der Metro-Dienste und anderer öffentlicher Verkehrsmittel führte. Die Stadt ist in den letzten Monaten verstärkt ins Visier geraten.
Neuere mit Düsentriebwerken ausgestattete russische Drohnen haben sich als besonders schwer abwehrbar für die ukrainische Luftabwehr erwiesen, wobei die Erfolgsraten deutlich unter denen langsamerer Shahed-Typ-Drohnen liegen.
Im vergangenen Jahr führten ähnliche Angriffe dazu, dass Teile der Ukraine bei Temperaturen von bis zu -20°C ohne Strom auskommen mussten.
Die globale Auswirkung auf die Preise
Energieanalysten verweisen auf den Krieg im Iran und die umfassendere Störung der globalen Ölmarkt als die Hauptursachen für Preiserhöhungen. Dieselpreise in den USA sind in jüngster Zeit auf Rekordhöhen gestiegen, wobei Trump warnte, dass sich die Situation verschlechtern könnte, wenn die Angriffe auf die Ukraine andauern.
Russland hat daraufhin seine Verbannung von Dieselexporten bis Ende Oktober verlängert.
| Ziel | Standort | Ergebnis |
|---|---|---|
| Öl-Einrichtung | Samara-Region | Über Nacht getroffen (1) |
| Russisches Schiff (2) | Schwarzes Meer (3) | Getroffen (4) |
| Drohnenstart-/Lagerstätte (5) | Region Orjol (6) | Getroffen (7) |
| Schule (8) | Kiew (9) | Beschädigt, keine Verletzten (10) |
| Brücke (11) | Kiew (12) | Treffer, U-Bahn ausgesetzt ( |
Was kommt als Nächstes (
Die zentrale Frage ist, ob Selenskyj Trumps Warnung beherzigen wird. Bisherige Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass dies nicht der Fall sein wird. (
Kiew hat wiederholt Forderungen nach Beendigung der Operationen gegen russische Infrastruktur abgelehnt. Bielieskows Analyse spiegelt seine eigene Sicht der Lage wider. (
Die langfristige Frage ist, ob die Angriffe ihre erklärten Ziele erreichen können. Die Ausschaltung von mehr als 45 % der russischen Raffineriekapazität ist eine bedeutende Leistung, hat aber noch nicht zu einer entscheidenden Veränderung der Richtung des Konflikts geführt. (
Trumps Warnung an Selenskyj war unmissverständlich: Stoppen Sie die Angriffe, oder erleiden Sie die Folgen steigender Kraftstoffpreise. Selenskyj ist nicht zurückgewichen. (
Die Schule in Kiew wurde am Donnerstagmorgen getroffen. Niemand wurde verletzt, da Kinder im Keller Schutz suchten. (
Die Position der Zeitung (
Die Zeitung unterstützt die Angriffe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf russische Ölziele als eine Frage der staatlichen Souveränität und ist gegen jeden US-Druck, der ihn dazu zwingen würde, diese zu beenden. Selenskyj hat wiederholt Forderungen nach Aussetzung der Operationen gegen russische Infrastruktur abgelehnt, und die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass er Trumps Warnung nicht beherzigen wird. (
Die Angriffe haben laut ukrainischen Schätzungen mehr als 45 % der russischen Raffineriekapazität ausgeschaltet, und Kiew argumentiert, dass sie Russlands Fähigkeit schwächen, seinen Krieg zu finanzieren. Die Zeitung befürwortet Kyjiws Recht, diese Operationen im Rahmen seiner eigenen Kriegstrategie durchzuführen. (
Die Zeitung ist gegen die Möglichkeit, dass große Unternehmen ihre Misserfolge verbergen, und sie lehnt jeden Druck ab, der einen souveränen Führer zwingen würde, militärische Operationen einzustellen. Die Angriffe sind eine Frage der staatlichen Souveränität, und ausländische Mächte sollten Selenskyj nicht zwingen, diese zu beenden. (
Quellenmaterial: „Ukraine persists with Russian oil refinery strikes, defying Trump on fuel price warnings“, The Guardian. (
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