Stephan Hillerbrand und Mary Magsamen sind ein Künstler-Ehepaar aus Houston, Texas, und sie haben in ihrem Hinterhof ein Raumschiff gebaut. Sie sind außerdem die neuesten Gäste bei A View From the Easel, einer Reihe, in der Künstler über ihre Arbeitsräume sprechen. Ihr Studio ist eine Garage, die durch eine Wand in der Mitte geteilt wird, mit einer Klimaanlage, die durch sie läuft, weil es Houston ist. Und sie lieben das Chaos.
Das Paar arbeitet seit über 25 Jahren zusammen, zunächst als kollaboratives Team und später als Ehepaar. Als sie von New York nach Houston zogen, fühlten sie sich verloren. „Wie sind wir hierhergekommen?“, erinnerten sie sich und verwiesen auf einen Song von Talking Heads. Sie verwandelten ihr ganzes Haus in ein Studio, schnitten mit Kettensägen und Vorschlaghämmern Löcher in Wände, um im Hinterhof ein dreieinhalbstöckiges Raumschiff zu bauen. Das Haus wurde zu einer permanenten Baustelle.
Schließlich wurde das Chaos für Besucher zu viel. Die Leute fragten immer wieder, ob sie das Durcheinander sehen könnten, also bauten das Paar eine einfache Wand in der Mitte ihrer Garage und setzten ein Klimagerät hinein. Das Ergebnis ist ein Studio, das teils Zufluchtsort, teils Ablagerungsplatz und völlig unordentlich ist.
Das Chaos ist der Punkt
Das Hauptmerkmal des Studios ist der Haufen. „Wir meinen viele Haufen“, sagte Hillerbrand. „Haufen, um ein Projekt zu beginnen, Haufen während eines Projekts und Haufen von Zeug, nachdem es fertig ist.“ Die Garage ist der Ort, an dem diese Haufen stehen können, ohne gestört zu werden.
Das Paar arbeitet nach einer Routine. Hillerbrand beginnt Projekte am Morgen, und Magsamen übernimmt am Nachmittag und Abend. An Wochenenden kommen sie zusammen, um über Änderungen und darüber zu streiten, was sie behalten wollen. Die Debatten sind Teil der Praxis, kein Zeichen von Ärger.
Ihre Arbeit ist persönlich. Sie machen Kunst über ihr Leben, ihr Zuhause und das, was gerade passiert. Das bedeutet, dass das Studio kein Zufluchtsort vor dem Alltag ist, wie es die meisten Künstler beschreiben. Stattdessen ist es ein Ort, um der Kunst zu entkommen, die im Haus stattfindet. Magsamen ging einmal in die Küche und fand Hillerbrand dabei, wie er alles, was sie besaßen, auf den Arbeitsflächen verteilte und einen „Weltraumsatelliten“ baute. Sie ging ins Studio, um Essen zu bestellen und der Katastrophe zu entkommen.
Houston ist voller Künstler
Als das Paar zum ersten Mal in Houston ankam, dachten sie, sie seien allein. Die Stadt erstreckt sich weit, und sie erwarteten einen ruhigen Vorort. Sie lagen falsch. Künstler lebten einen Block entfernt, zwei Blocks entfernt, überall. Houston habe eine der lebendigsten Kunstgemeinschaften des Landes, sagten sie.
Sie begannen, lustige Dinge zu tun, wie Blockpartys und offene Ateliers. Vor einem Jahr richteten sie in ihrem Vorgarten eine winzige Galerie namens Shepherd Park Projects ein, benannt nach ihrem Viertel. Sie laden jedes Jahr sechs lokale Künstler ein, eine Miniatur-Ausstellung zu gestalten. Für die jüngste FotoFest Biennial in Houston veranstalteten sie eine Gruppenschau mit Polaroids.
Was sie an ihrem Atelier lieben
Das Atelier ist ein Ort, an dem man unordentlich sein darf. Sie räumen nicht hinter sich auf, und sie wollen es auch nicht. Die Stapel dürfen eine Weile liegen bleiben. Aber es gibt auch eine Traurigkeit. Das Atelier ist nur 10 Fuß vom Haus entfernt, und sie vermissen es, dass es das Atelier ist.
Das Paar liebt auch die lokalen Museen. Ihr Favorit ist das Houston Center for Photography (HCP).
Was sie sich anders wünschen
Das Atelier hat einen großen Makel. Die Größe. Nach 25 Jahren gemeinsamer Arbeit kauften sie erst vor sechs Monaten einen Flachablage-Schrank, um einige Arbeiten aufzubewahren. Sie haben kein Archiv alter Stücke.
Das Paar arbeitet mit ungewöhnlichen Materialien. Sie lieben Nerf Bullets, Strasssteine und Kabelbinder.
Das Raumschiff im Hinterhof
Das Raumschiff im Hinterhof ist das Herzstück ihrer Geschichte. Es ist ein buchstäbliches Schiff, von Hand gebaut, und es nahm das gesamte Grundstück ein. Das Paar tunnelte durch Wände und schnitt Löcher, um es zu bauen, und das Haus blieb in ständiger Unordnung, bis sie die Garagenwand bauten.
Die Geschichte erinnert daran, dass kreative Räume nicht immer ordentlich sind. Ein Atelier kann ein Chaos sein, und dieses Chaos ist oft der Ort, an dem die Arbeit entsteht. Hillerbrand und Magsamen umarmen das Durcheinander, selbst wenn es ihre Frau dazu treibt, in der Küche Essen zu bestellen.
Das Fazit
Das Studio des Paares ist eine Garage, ein Hinterhof und eine Galerie im Vorgarten. Es ist auch ein Ort, an dem Haufen gefeiert werden und Größe der Feind ist. Ihre Arbeit handelt von ihrem Leben, ihrem Zuhause und dem, was gerade passiert, und das Studio spiegelt das wider.
Die Kunstgemeinschaft von Houston ist lebendig, fanden sie heraus. Sie veranstalten Ausstellungen in ihrem Vorgarten und nehmen an der FotoFest Biennial teil. Sie lieben das HCP. Und sie lieben Nerf Bullets.
Kasten mit wichtigen Fakten – Standort des Studios: Houston, Texas – Garagenstudio: 10 Jahre – Homestudio: 20 Jahre – Kollaborative Partnerschaft: Über 25 Jahre – Flachablage gekauft: Vor sechs Monaten – Lieblingsmuseum: Houston Center for Photography (HCP)
Was das Paar liebt – Haufen unvollendeter Arbeit – Nerf Bullets, Strasssteine, Kabelbinder – Die Kunstgemeinschaft von Houston – Ausstellungen in ihrem Vorgarten veranstalten – Die FotoFest Biennial
Die Geschichte des Paares ist eine Erinnerung daran, dass Kreativität keinen sauberen Schreibtisch erfordert. Sie erfordert einen Raum, in dem sich Ideen anhäufen können und in dem das Haus zum Studio werden kann. Hillerbrand und Magsamen haben diesen Raum in Houston gefunden, und sie haben nicht vor, ihn so bald aufzuräumen.
Quellenmaterial: „A View From the Easel“, Hyperallergic.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

