Der Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat auf Christian Horners Geständnis reagiert, dass Ferrari die einzige Mannschaft wäre, zu der er ohne Eigenbeteiligung zurückkehren würde, und sagte gegenüber Reportern, Horner sei „einfach nur auf Jobsuche“ und die Spekulationen um ihn seien „frustrierend“.
Ferrari ist unter Vasseur, der nach einem schwierigen 2025 als Teamchef von Sauber übernommen hat, in Form zurückgekehrt. Der Titelkampf des Teams gegen Mercedes hat sich jedoch in den letzten Monaten abgekühlt, nachdem es in einem Zeitraum von fünf Rennen keinen einzigen Podestplatz gab.
Was die Anspannung verursacht, ist das, was Horner in einem kürzlichen Interview mit The Times sagte. Als ihn gefragt wurde, ob die externen Geräusche über ihn und das Team sie störten, gab Vasseur zu, dass es ihn belastete.
„Wir arbeiten nicht in perfekter Ruhe“, sagte Vasseur. „Für mich zuerst, aber für alle im Team, für die Medien, für 50 Prozent der Fragen zu diesem Thema. Ich finde, es ist eine etwas frustrierende Situation.“
„Herr Horner ist auf Jobsuche. Jeder weiß das, überall.“
Er fügte hinzu: „Was kann ich tun? Ich versuche nur mein Bestes, um das Team voranzutreiben, das Team aufzufordern, motiviert zu sein, sich auf das zu konzentrieren, was heute besser ist, und nicht Zeit mit Klatsch und Tratsch zu verbringen. In jedem Interview wird es 25 Mal am Tag sein.“
Horners Bilanz bei Red Bull
Horner führte Red Bull zu acht Fahrerrititel und sechs Konstrukteursweltitel während seiner Zeit dort. Schon bevor er im Juli 2025 von Red Bull entlassen wurde, war er über die Jahre immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht worden.
Laut Sky Sports F1-Experte Jacques Villeneuve sollte die Präsenz von Horner etwas sein, das in die Überlegungen eines Teams einfließt.
„Christian Horner ist jemand, den man ernst nehmen und in Betracht ziehen muss, weil er das erfolgreiche Red Bull-Team aufgebaut hat“, sagte der Weltmeister von 1997 Sky Sports News in Baku. „Er hat eine Menge sehr guter und positiver Erfahrungen, voller Erfolge, daher muss man das berücksichtigen.“
Villeneuve fügte hinzu: „Ich würde nicht sagen, dass es für diejenigen, die im Amt sind, beängstigend ist, aber man muss aufmerksam sein.“
Warum Ferrari ein schwer zu besetzender Posten ist
Vasseur wurde zum fünften Teamchef bei Ferrari in neun Jahren, als er zum Beginn der Saison 2023 eingestellt wurde. Er verlängerte seinen Vertrag im vergangenen Jahr und sagte, er bleibe voll und ganz seiner Rolle verpflichtet, um das berühmteste Team der Formel 1 erstmals seit 2008 wieder zu Weltmeistertiteln zu führen.
„Auf jeden Fall. Der Sport ist mein Leben, es ist mein Geschäft“, sagte der 58-jährige Vasseur. „Ich versuche mein Bestes zu tun. Auf jeden Fall bin ich da, um meinen Job zu machen. Ich habe den besten Job der Welt.“
Villeneuve merkte an, dass Ferrari kein einfacher Ort sei.
„Ferrari ist nicht gerade ein einfacher Ort“, sagte er. „Wir haben so viele Veränderungen gesehen – zwei oder drei Jahre, der nächste, weil die Ergebnisse nicht kommen. Man sitzt also ständig im Schleudersitz und man muss vorsichtig sein.“
Der Einsatz der Spekulationen
Der italienische Hersteller ist in einen Kampf um den zweiten Platz in der Wertung verwickelt. Der Teamchef hat klar gemacht, dass er es vorziehen würde, wenn sich seine Fahrer auf das Rennen konzentrieren würden, anstatt zu spekulieren.
„Aber so ist es eben, liegt nicht in meiner Hand“, sagte er.
Er bezog sich auch auf den Druck der Medien.
„Wir reden alle viel darüber, und selbst für die Leute in der Garage, über diese Dinge zu diskutieren, ist nicht die beste Diskussion, die wir führen können“, sagte er.
Der Malaysian Grand Prix
Die Formel-1-Saison reist zum ersten Mal seit 2017 nach Malaysia, wo der Bahrain Grand Prix auf dem Sepang International Circuit stattfindet. Die Veranstaltung beginnt am Freitagmorgen und wird live auf Sky Sports F1 gezeigt.
Es verbleiben noch sieben Rennen im Kalender, und Vasseur bleibt weiterhin engagiert.
Er machte die Bemerkung: „Es ist, wie es ist. Wir haben noch sieben Rennen vor uns und werden bis in die letzte Kurve pushen“, ohne weitere Erläuterungen.
Lewis Hamilton führte die Anwesenheit von Vasseur an, mit dem er in Nachwuchsserien zusammengearbeitet hatte, als einen zentralen Grund für seinen Wechsel von Mercedes zu Ferrari im Jahr 2025 an. Nach dem Azerbaijan Grand Prix am Sonntag, bei dem seine Fahrer die Plätze vier und sechs belegten, antwortete Hamilton Sky Sports F1 auf die Frage, ob das Team mit Vasseur an der Spitze auf einem guten Weg sei, mit „Ja“.
Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass die Spekulationen bald enden werden. Vasseurs direkte Antwort deutet jedoch stark darauf hin, dass er dadurch nicht beunruhigt ist.
„Herr Horner ist auf Jobsuche. Jeder weiß das, überall“, sagte er.
Das ist der Teil, den man beobachten sollte.
Quelle: “Vasseur reagiert nach Horner's 'Traum' Ferrari Job-Kommentaren”, Sky Sports.
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