GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
Über uns
CLAY TRIBUNE.
ShopCartAccount
Anzeige

Frasier-Kritik: Scharfsinnige Dialoge, engagierte Besetzung und einige schwache Episoden.

Ein Blick zurück auf Frasier, die Radiositzkomödie über einen Psychiater, die über ihre Wurzeln bei Cheers hinauswuchs, wobei ihre Höhepunkte gegen ihre Tiefpunkte abgewogen werden.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A man sits at a small desk broadcasting a radio show from his Seattle home.

Frasier feierte seine Premiere im Jahr 1993 als Ableger von Cheers und verbrachte Jahre damit, zu beweisen, dass es für sich alleine stehen konnte. Die Serie folgt Dr. Frasier Crane, einem Radio-Psychiater, der nach einer komplizierten Scheidung zurück nach Seattle zieht. Er lebt mit seinem Vater, Martin, und seinem Bruder Niles und verbringt die meiste Zeit damit, mit Roz, seiner Produzentin, und Diane, seiner Assistentin, zu streiten. Die Formel ist einfach: Ein Mann spricht über Gefühle, während andere Leute ihm im Weg stehen. Es funktioniert, weil das Schreiben schlagfertig ist und die Besetzung engagiert ist.

Trailer, über Top Rated TV Shows.

Der Umzug von Cheers zu einer eigenen Sendung

Frasier begann als Figur in Cheers, und die frühen Episoden stützen sich auf diese Verbindung. Frasier ist ein wichtigtuerischer, erfolgreicher Mann, der glaubt, alles zu wissen. Das ist lustig, aber die Serie wächst, wenn sie aufhört, sich auf die alte Sitcom zu verlassen, und ihre eigene Welt aufbaut. Der Umzug nach Seattle verändert die Dynamik. Frasier ist nicht länger der lustige Typ in der Bar; er ist der ernste Arzt, der nicht aufhören kann, Witze zu machen.

Anzeige

Der Vater, der Bruder und der Hund

Martin Crane ist das Herz der Serie. Er ist ein pensionierter Polizist, der nicht versteht, warum sein Sohn nicht erwachsen werden will. Ihre Auseinandersetzungen sind der beste Teil der Serie. Niles ist der stille, ein Arzt, der seine Frau liebt, ihr aber nicht sagen kann. Roz ist die Chefin, die ihn wie ein Kind behandelt, und Diane ist die Assistentin, die mehr sein will. Die Serie fügt ständig Charaktere hinzu, und die meisten bleiben erhalten.

Die Radiosendung und die Wohnung

Die Radiosendung ist der Motor der Serie. Frasier sitzt in einer Kabine und nimmt Anrufe von Fremden an, was den Autoren ermöglicht, jeden beliebigen Witz einzubauen. Die Wohnung ist eine kleinere Bühne, auf der Frasier und Martin über nichts streiten. Beide Settings funktionieren, weil der Dialog schnell ist und die Schauspieler wissen, wann sie eine Pause machen müssen.

Die Episoden, die herausstechen

Einige Episoden sind besser als andere. Hier sind die Episoden, die überzeugen:

  1. „Der, in dem Frasier seinen Job verliert“ – Frasier verliert seinen Job und muss bei seinem Vater leben.
  2. „Der, in dem die Hochzeit stattfindet“ – Frasier versucht, seinen Bruder davon abzuhalten, zu heiraten.
  3. „The One Where Roz Leaves“ — Roz kündigt, und Frasier muss einen neuen Produzenten finden.
  4. „The One Where the Dog Dies“ — Martins Hund stirbt, und Frasier muss ihn trösten.

Diese Episoden zeigen die Bandbreite der Serie. Sie kann eine Komödie über einen Radioanruf sein, und sie kann ein Drama über ein verlorenes Haustier sein.

Die Probleme

Nicht alles funktioniert. Einige Witze stützen sich zu stark auf Frasiers Snobismus, und die Serie kann sich wie eine Vorlesung angefühlt, die als Sitcom verkleidet ist. Die Nebenfiguren erhalten weniger Entwicklung als Frasier, insbesondere Roz, die oft zu einem Handlungselement und nicht zu einer Person wird. Die Serie hat auch die Angewohnheit, Episoden mit einer Wendung zu beenden, die erzwungen wirkt, selbst wenn sie gelingt.

Wie es altert

Frasier ist auf offensichtliche Weise veraltet. Die Technologie stammt aus den frühen 1990er Jahren, und einige Witze basieren auf Referenzen, die jüngere Zuschauer nicht verstehen werden. Aber das Herzstück der Serie – ein Mann, der sein Leben nicht in den Griff bekommt – ist zeitlos. Die Serie behandelt Trauer und Alterung mit überraschender Sorgfalt, was sie von den meisten Sitcoms ihrer Zeit unterscheidet.

Das Finale

Die letzte Staffel ist ein Wechselbad der Gefühle. Die Serie versucht, lose Enden zu verknüpfen, und einige Fäden werden zu ordentlich zusammengebunden. Andere Handlungsstränge, wie Frasiers Beziehung zu seiner Ex-Frau, wirken gehetzt. Das Finale versucht, die ganze Familie zusammenzubringen, und es gelingt dabei meistens, obwohl es auf eine Sentimentalität setzt, die einige Zuschauer als übertrieben empfanden.

Das Erbe

Frasier lief 11 Staffeln und wurde zu einem kulturellen Touchstone. Sein Einfluss kann in späteren Sendungen gesehen werden, die seinen Ton und seine Struktur entlehnten. Die Serie trug auch dazu bei, die Idee eines Mannes zu popularisieren, der über seine Gefühle spricht, eine Entwicklung, die die Art und Weise veränderte, wie Sitcoms Männlichkeit thematisierten.

Frasier ist eine solide Sitcom mit einigen großartigen und einigen schwachen Staffeln. Das Schreiben ist stets clever, und die Besetzung liefert es mit Geschick ab. Es lohnt sich, die frühen Episoden zu sehen, und die späteren sind unterhaltsam genug, um nicht zu langweilen. Es ist keine perfekte Sendung, aber es ist eine gute.

7,7 von 10.

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

TV reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.