Guardians of Middle-earth nimmt das bekannte MOBA-Format und lässt es direkt in Mittelerde stattfinden, wobei Spieler Tolkien-Charaktere wie Aragorn, Legolas und Gandalf als Helden für einen teamorientierten Kampf auswählen können. Die Idee ist einfach: ein Genre, das auf schnelle Entscheidungen und ständigen Druck basiert, in eine Welt zu verlegen, die die meisten Spieler bereits kennen, und zu sehen, was zusammenhält. Meistens hält es recht gut zusammen.
Trailer, via CoinOpTV.
Die Helden
Jeder Held bringt ein anderes Fähigkeitsspektrum mit. Einige schlagen hart zu und bewegen sich schnell. Andere beschützen Verbündete und kontrollieren die Menge. Der Kader entstammt aus allen Werken Tolkiens, sodass Spieler ein Team zusammenstellen können, das Figuren aus „Der Hobbit“, „Der Herr der Ringe“ und darüber hinaus kombiniert.
Die Vielfalt zeigt sich darin, wie die Matches ablaufen. Ein Team könnte mit schnellen Angreifern hart vorstoßen, während ein anderes eine Schutzmauer errichtet und auf Gelegenheiten wartet. Diese Mischung sorgt dafür, dass sich jede Partie einzigartig anfühlt, selbst wenn die Karte und die allgemeine Form des Kampfes über Spiele hinweg ähnlich aussehen.
Die Karten
Die Karten leihen sich Ideen aus dem Standard-MOBA-Design, tragen sie aber in Mittelerde-Landschaften. Spieler bewegen sich durch Felder, Höhlen und Bergpässe anstelle von flachen, farblich gekennzeichneten Bahnen. Es ist eine kleine Änderung, aber sie verleiht dem Spiel eine visuelle Identität, die anderen MOBAs fehlt.
Das Karten-Design belohnt Spieler, die auf die Umgebung unter ihren Füßen achten. Pfade schlängeln sich durch das Gelände, und feindliche Bewegungen können verfolgt werden, indem man beobachtet, wie Einheiten sich bewegen, anstatt Gesundheitsbalken zu lesen.
Gemeinsam Spielen
Matches laufen schnell ab, und Guardians of Middle-earth fordert Spieler auf, schnelle Entscheidungen über Positionierung und Timing zu treffen. Das Tempo hält die Matches angespannt, ohne jemandem Raum zum Atmen zu geben, was gut zu dem Genre passt.
Multiplayer-Chaos ist hier Teil des Reizes. Teams prallen aufeinander, Helden duellieren sich, und der Bildschirm füllt sich mit Action. Es ist chaotisch, manchmal bis zum Fehler, aber es zieht selten in die Länge.
Die Schwachstellen
Nicht alles funktioniert. Die Lernkurve ist ungleichmäßig, wobei manche Matches einfach erscheinen und andere fast unmöglich sind, je nachdem, welche Helden auf welcher Seite auftauchen. Dies ist ein häufiges Problem in MOBAs, aber Guardians of Middle-earth glättet es nicht immer aus.
Die Steuerung kann sich ebenfalls manchmal umständlich anfühlen. Spieler bewegen und greifen auf eine Weise an, die sich einmal gelernt, natürlich anfühlt, aber die Einarbeitungszeit ist holpriger als nötig.
Sound und Look
Die künstlerische Gestaltung stützt sich stark auf Tolkiens Welt und wird meistens belohnt. Die Charaktermodelle sind detailliert, und die Umgebungen tragen die Last der Geschichte von Mittelerde in sich. Die Musik passt zum Tonfall, obwohl sie oft genug wiederholt wird, sodass lange Sessions zu verschwimmen beginnen.
Die Präsentation ist solide, aber unauffällig im Vergleich zu anderen Spielen des Genres. Sie versucht nicht, das Rad neu zu erfinden, und sie muss es auch nicht.
Wie Matches ablaufen
Ein Match von Guardians of Middle-earth folgt einem bekannten Verlauf:
- Wähle einen Helden und eine Rolle innerhalb des Teams.
- Bewege dich über die Karte, sammle Ressourcen und steige im Level auf.
- Dränge dich in das feindliche Gebiet vor, nutze Fähigkeiten, um Pfade freizumachen und Positionen zu halten.
- Beende das Match, indem du die feindliche Basis einnimmst.
Dieser Verlauf hält über Dutzende von Stunden des Spielens stand. Das Tempo hält die Matches in Bewegung, ohne jemals den Fokus zu verlieren.
Where It Lands
Guardians of Middle-earth ist nicht perfekt, aber es ist ein solides Spiel. Seine Stärken – die Vielfalt der Helden, das Karten-Design und die schiere Energie der Mehrspieler-Schlachten – lassen es seine ungeschliffenen Stellen hinter sich.
Der Wertung spiegelt dieses Gleichgewicht wider. Es ist ein Spiel, das weiß, was es sein will, und erfüllt dies meistens, selbst wenn die Umsetzung ins Stocken gerät.
Wertung: 7,3 von 10.
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