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‚Halloween Kills‘: Curtis verankert eine Stadt, die allzu bereit ist zu sterben.

Eine Stadt erhebt sich gegen ein Monster, doch die Jagd geht niemals zu Ende. Kritik an Halloween Kills, einer Horror-Fortsetzung, die enttäuscht.

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A hooded figure stalks a foggy suburban street at night, evoking dread.

Halloween Kills will zu einem Horrorfilm über eine Stadt werden, die sich gegen ein Monster erhebt. Stattdessen wirkt er meist wie eine Verfolgungsjagd, die sich über zwei Stunden erstreckt, wobei die Stadtbewohner den Großteil der Laufzeit damit verbringen, sich zu verstecken oder auf vorhersehbare Weise zu sterben. Der Film folgt Laurie Strode, ihrer Tochter Karen und ihrer Enkelin Allyson, während sie versuchen, Michael Myers daran zu hindern, seine rituellen Morde wieder aufzunehmen, nachdem er aus Lauries Falle ausgebrochen ist. Der Slogan verspricht, dass das Böse heute Nacht stirbt. Das tut es nicht.

Der Film ist der zweite Teil der Halloween-Reihe und eine direkte Fortsetzung des Reboots von 2018. Er wurde von David Gordon Green inszeniert und gemeinsam mit Danny McBride und Scott Teems geschrieben. Mit dabei sind Jamie Lee Curtis als Laurie Strode, Judy Greer als Karen, Andi Matichak als Allyson und James Jude Courtney als Michael Myers. In dem Film kehren außerdem Will Patton als Officer Hawkins, Thomas Mann als Young Hawkins, Jim Cummings als Pete McCabe, Dylan Arnold als Cameron Elam, Robert Longstreet als Lonnie Elam und Anthony Michael Hall als Tommy Doyle zurück.

Trailer, über Universal Pictures.

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Die Stadt erhebt sich

Die Prämisse ist einfach. Laurie fängt Michael am Ende des vorherigen Films. Er entkommt, und die Stadtbewohner von Haddonfield, Illinois, erfahren, dass er noch am Leben ist. Karen und Allyson schließen sich Tommy Doyle und anderen Überlebenden der Ereignisse von 1978 im Kampf gegen Michael an. Der Film verbringt viel Zeit mit ihren Plänen und Gesprächen, weniger Zeit mit der eigentlichen Konfrontation.

Das Problem ist, dass der Film die Stadtbewohner als Masse und nicht als Individuen behandelt. Sie werden als eine Menge von rachsüchtigen Einwohnern beschrieben, aber nur wenige von ihnen erhalten Dialogzeilen oder Momente, die sie als eigenständig erscheinen lassen. Das Ergebnis ist eine Reihe von Szenen, in denen Michael eine Straße entlanggeht und jeden darin auf eine nach der anderen tötet, bis der Bildschirm dunkel wird und die nächste Szene beginnt.

Eine lange Verfolgungsjagd mit wenig Erfolg

Der Film dauert 105 Minuten, und das Tempo ist ungleichmäßig. Der mittlere Abschnitt zieht sich hin, während die Charaktere um Michael herumschweben und auf seinen Zug warten. Wenn dieser kommt, ist die Gewalt brutal, aber repetitiv. Michael tötet Feuerwehrleute, Nachbarn und zufällige Passanten mit Werkzeugen, die er in Reichweite hat. Der Film stützt sich stark auf Gore, aber er erzeugt selten Spannung oder Überraschung.

Der Film leidet auch unter einem Mangel an Bedeutung. Da die Stadtbewohner als austauschbar behandelt werden, wiegen ihre Tode wenig. Das Publikum soll sich für Laurie, Karen und Allyson interessieren, aber der Film gibt den anderen Opfern nicht genug Zeit, um wichtig zu werden. Das lässt das Finale hohl erscheinen, eine Reihe von Killings, die nichts ergeben.

The Familiar Ground

Der Film leiht sich stark aus dem Halloween von 1978 aus, mit Rückblenden, die zeigen, wie Officer Hawkins seinen Partner erschießt und Dr. Loomis daran hindert, Michael hinzurichten. Es bringt auch Charaktere wie Marion Chambers, Lindsey Wallace und Lonnie Elam zurück, gespielt von Kyle Richards, Nancy Stephens und Robert Longstreet. Diese Rückverweise sind für sich genommen in Ordnung, aber sie werden in die Geschichte ohne viel Kontext oder Auswirkung geworfen.

Der Film führt auch eine junge Version von Michael ein, gespielt von Christian Michael Pates, wie man ihn in Karens Fantasie sieht. Dies ist ein cleverer Schachzug, aber er wird nur sparsam eingesetzt und fühlt sich wie ein Kostümstück an und nicht wie ein Handlungsmittel. Der Film ist am besten, wenn er sich auf Laurie, Karen und Allyson konzentriert, und am schlechtesten, wenn er sich in Nebenhandlungen über die Stadt verliert.

What Works

Der Film ist kein völliger Misserfolg. Jamie Lee Curtis liefert eine starke Leistung als Laurie und spielt eine Frau, die sich noch von der letzten Begegnung erholt und versucht, ihre Familie zu schützen. Judy Greer und Andi Matichak behaupten sich, und die Chemie zwischen den drei Generationen ist das beste Kapital des Films. Der Film profitiert auch von einem soliden Soundtrack von John Carpenter, seinem Sohn Cody Carpenter und Daniel Davies, der dem Film ein Gefühl der Angst vermittelt, selbst wenn das Drehbuch es nicht liefert.

Der Film erhält zudem Punkte für sein Produktionsdesign. Die Stadt Haddonfield wird mit einem Gefühl des Verfalls und der Angst dargestellt, und die Häuser, in denen Michael sich versteckt und angreift, wirken bewohnt und gefährlich. Die praktischen Effekte, besonders die Gore-Darstellungen, sind gut gemacht. Keiner dieser Aspekte rettet den Film vor seinen strukturellen Problemen, aber er zeigt, dass die Filmemacher wissen, wie man eine Welt erschafft, die sich beängstigend anfühlt.

Das Urteil

Halloween Kills ist ein Film, der weiß, wie man Angst einflößt, aber nicht, wie man eine Geschichte um diese Angst herum aufbaut. Er ist zu lang, zu repetitiv und zu bereitwillig, seine Opfer als Ciphers zu behandeln. Die Leistungen von Curtis, Greer und Matichak sind der einzige Grund, warum der Film überhaupt sehenswert ist. Ohne sie würde der Film vollständig zusammenbrechen.

Der Film ist eine verpasste Gelegenheit. Er hatte die Chance, die Idee einer Stadt zu erkunden, die sich gegen ein Monster erhebt, aber er hat sich für den sicheren Weg entschieden und die gleichen Verfolgungsjagden und Tötungen wiederholt, die die Franchise seit Jahrzehnten verwendet. Der Film ist nicht schlecht, aber auch nicht unvergesslich. Er ist ein kompetenter, manchmal spannender Beitrag zu einer Reihe, die es verdient, besser behandelt zu werden.

Bewertung: 4,2 von 10

Faktenbox

  • Regie: David Gordon Green
  • Drehbuch: David Gordon Green, Danny McBride, Scott Teems
  • Laufzeit: 105 Minuten
  • Veröffentlichungsjahr: 2021
  • Slogan: „Das Böse stirbt heute Nacht“
  • Bewertung: 4,2/10
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