Netflix veröffentlichte Kaleidoscope am 1. Januar 2023. Eric Garcia schuf sie. Es ist eine achtteilige Serie, die in einer Staffel neun Episoden umfasste, und Giancarlo Esposito spielt Leo Pap, einen Meisterdieb, der einem 7-Milliarden-Dollar-Coup nachjagt.
Trailer, via Netflix.
Leo Pap und der 7-Milliarden-Dollar-Raub
Die Prämisse ist klar. Pap stellt eine Crew zusammen, um einen aufwendigen Raub durchzuziehen, und der Plan zerbricht an Verrat und Gier. Das ist das Rückgrat jeder Episode, welche Reihenfolge auch immer man bekommt.
Die Besetzung ist der wahre Aktivposten der Serie. Paz Vega spielt Ava Mercer. Rufus Sewell ist Roger Salas. Tati Gabrielle, Peter Mark Kendall, Rosaline Elbay, Jai Courtney und Niousha Noor füllen die Crew und den Druck um sie herum. Patch Darragh spielt Andrew Covington.
Das Mischen, das nicht trägt
Hier ist das Problem. Eine Geschichte, die außer der Reihe erzählt wird, muss die Umstellung belohnen. Kaleidoscope tut das größtenteils nicht. Die Episoden stehen für sich, was bedeutet, dass die Reihenfolge ein Feature ist, das man überspringen kann, ohne viel zu verlieren.
Die Anthologie-Struktur klingt kühn. In der Praxis ebnet sie die Spannung ein. Wenn jede Episode zuerst kommen kann, muss keine Episode am härtesten einschlagen.
Giancarlo Esposito trägt die Last
Esposito ist der Grund zu bleiben. Er spielt Pap mit einer Ruhe, die als Kompetenz gelesen wird, und die Raubmechanik gibt ihm Raum zu arbeiten. Vega und Sewell halten ihre Enden ebenfalls.
Die neun Episoden rechtfertigen nie ganz ihren eigenen Maßstab. Ein Ziel von 7 Milliarden Dollar sollte enorm wirken. Hier wirkt es oft wie eine Zahl in einer Zusammenfassung.
Was das Heist-Genre uns schon gegeben hat
Heist-Geschichten leben von der Uhr und dem Doppelspiel. Kaleidoscope hat beides, doch es behandelt sie wie Möbelstücke. Der Verrat kommt, weil das Genre es verlangt, nicht weil die Figuren ihn verdient haben.
Das Konzept der eigenständigen Episoden stumpft auch die Crew ab. Die Charaktere bekommen ihre Stunde, dann treten sie zurück. Man erinnert sich mehr an die Gesichter als an die Entscheidungen.
Das Urteil zu Kaleidoscope
Kaleidoscope ist ein gut besetztes, gut gefilmtes Experiment, das Struktur mit Geschichte verwechselt. Das Mischen liest sich als Verkaufsargument, nicht als Bedeutung. Nimmt man es weg, bleibt ein kompetentes Heist-Drama mit einem dünnen Mittelteil.
Esposito macht es sehenswert. Das Konzept macht es nicht notwendig. Netflix hat den Zuschauern ein Rätsel verkauft und ihnen ein Procedural mit einer cleveren Menüführung übergeben.
Einmal ansehen lohnt sich, wenn man die Besetzung mag. Ein zweites Ansehen, das das Format stillschweigend verlangt, lohnt sich nicht.
Wichtige Fakten
- Veröffentlicht: 1. Januar 2023, auf Netflix
- Erschaffen von: Eric Garcia
- Episoden: 9, eine Staffel
- Genre: Krimi, Drama
- Heist-Ziel: 7 Milliarden Dollar
- Metacritic: 59/100
- Mit: Giancarlo Esposito, Paz Vega, Rufus Sewell
Bewertung: 5,9 von 10
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