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Mamma Mia! Here We Go Again“: Stark besetzt, wackere Handlung

Eine Geschichte zweier Zeitlinien: der Griechenlandaufenthalt der jungen Donna und die Wiedervereinigung ihrer Tochter Sophie im Hotel, durchwoben von den Liedern ABBAs.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A woman dances beneath a radiant Greek sky before the Hotel Bella Donna.

„Mamma Mia! Here We Go Again“ teilt seine Handlung auf zwei Zeitebenen auf: 1979, als Donna Sheridan zum ersten Mal auf die Männer trifft, die der Vater ihrer Tochter Sophie sein könnten, und die Gegenwart, in der Sophie sich darauf vorbereitet, das Hotel ihrer Mutter wiederzueröffnen. Der Film will zugleich Fortsetzung und Vorgeschichte sein und gelingt zumeist weder als das eine noch als das andere. Es ist ein warmer, oft komischer Musicalfilm, der Mühe hat, eine weit verzweigte Besetzung und zwei parallele Erzählstränge zusammenzuhalten.

Die Ausgangslage ist einfach. 1979 schließt Donna ihr Studium in Oxford ab und bricht zur griechischen Insel Kalokairi auf, wo sie drei Männern begegnet: Sam, Harry und Bill. Jeder könnte der Vater ihres ungeborenen Kindes sein. Fünfzig Jahre später führt die inzwischen erwachsene Sophie zu Ehren ihrer kürzlich verstorbenen Mutter das Hotel Bella Donna. Sie erfährt die Wahrheit über ihren Vater durch eine Reihe von Rückblenden, die die Ereignisse der früheren Zeitebene spiegeln.

Trailer, via Universal Pictures.

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Die zwei Zeitebenen

Die größte Stärke des Films ist seine Besetzung. Amanda Seyfried kehrt als Sophie zurück, und Lily James stößt als junge Donna hinzu, wodurch die Geschichte einen durchgehenden Faden zwischen den Generationen erhält. Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgård spielen Sam, Harry beziehungsweise Bill, während Dominic Cooper als Sky, Sophies Ehemann, auftritt. Christine Baranski und Julie Walters kehren als Tanya und Rosie zurück, und Cher stößt als Ruby Sheridan, Donnas Mutter, hinzu, in ihrer ersten Filmrolle seit 2010.

Die doppelte Zeitebene ist die zentrale Idee des Films, und sie funktioniert am besten, wenn die beiden Ebenen einander direkt spiegeln. Ein Sturm in der Gegenwart löst eine Rückblende auf einen ähnlichen Sturm im Jahr 1979 aus, bei dem Donna zusammen mit Sam ein eingeschlossenes Pferd rettet. Diese Momente wirken gut, weil sie die Absicht des Films zeigen, statt sie zu verbergen.

Zeitebene Fokus Hauptfiguren
1979 Donnas Jugend Lily James als junge Donna, Jeremy Irvine als junger Sam, Hugh Skinner als junger Harry
Gegenwart Sophies Wiedersehen Amanda Seyfried als Sophie, Pierce Brosnan als Sam, Colin Firth als Harry

Die Musiknummern

Der Film stützt sich stark auf ABBAs Katalog, und die meisten Lieder funktionieren. Die Musik trägt das emotionale Gewicht der Geschichte, und die Darsteller liefern ab. Die schwächsten Momente des Films entstehen, wenn er die Musik über Szenen streckt, die dünn wirken, wie eine Tanzsequenz, die ihren Platz nicht recht verdient.

Handlungsprobleme

Der Film leidet unter strukturellen Problemen. Die Handlung von 1979, die als Donnas Coming-of-Age-Reise Gewicht tragen sollte, geht zugunsten von Sophies Gegenwartshandlung verloren. Sophies Eheprobleme und das Jobangebot ihres Mannes in New York wirken angehängt statt integraler Bestandteil der Geschichte. Der Film überstürzt auch seine romantischen Auflösungen, insbesondere Donnas Beziehung zu Harry, die abrupt ohne große Wirkung endet.

Chers Auftritt

Chers Darstellung der Ruby Sheridan ist ein Höhepunkt. Sie bringt Wärme und Humor in eine Figur, die leicht wie ein Cameo-Auftritt hätte wirken können, und ihre Szenen mit Andy García, der Fernando spielt, fügen der Geschichte eine Ebene von Historie hinzu. Die Drehbuchautoren des Films haben die Rolle um sie herum aufgebaut, und das zeigt sich.

Das Ensemble

Die schiere Anzahl an Darstellern ist ein gemischter Segen. Da Brosnan, Firth, Skarsgård, Baranski und Seyfried alle große Handlungsbögen tragen, verliert der Film manchmal den Fokus. Einige Figuren, wie Josh Dylans junger Bill und Naoko Moris Yumiko, wirken wie Füllmaterial. Der griechische Zollbeamte, gespielt von Omid Djalili, bringt einen Schuss Komik, aber wenig Substanz.

Fazit

„Mamma Mia! Here We Go Again“ ist eine angenehme, wenn auch unebene Ergänzung des Franchise. Er hat eine starke Besetzung, eine Handvoll hervorragender Musiknummern und eine clevere Struktur, die sich in seinen besten Szenen auszahlt. Doch die Handlung zieht sich stellenweise, und der Trick mit der doppelten Zeitebene zündet nicht immer. Es ist ein Film, der zu unterhalten weiß, aber Mühe hat, etwas Neues über seine Figuren zu sagen.

Bewertung: 6 von 10

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