Primetime, Lance Oppenheims neues Drama mit Robert Pattinson in der Rolle von Chris Hansen, feierte seine Premiere in Venedig, bevor es am Freitag in den USA veröffentlicht wird. Es erzählt die Geschichte von „To Catch a Predator“, einer Reality-Show aus den frühen 2000er Jahren, die erwachsene Männer dabei erwischte, wie sie versuchten, online Kinder zu treffen. Merritt Wever spielt Hansens Produzentin, Andie Bender, und sprach mit Deadline über die Themen des Films und den überraschenden Entwicklungspfad ihrer Figur.
Die dunkle Geschichte der Sendung
„To Catch a Predator“ sollte Kinder schützen. Stattdessen zeigte es, wie viele erwachsene Männer bereit waren, zu einem Köderhaus zu reisen, um sexuelle Kontakte mit Minderjährigen zu suchen. Die Sendung lief mehrere Jahre, bevor der Pulverfass der Kontroverse schließlich explodierte. Wever erinnert sich, wie sie selbst als junge Person davon ausging.
„Ich habe es tatsächlich selbst gesehen“, sagte sie zu Deadline. „Ich habe oft darüber nachgedacht… die Unterschiede, die zwischen Publikumsgruppen entstehen würden, die die Sendung bereits kannten, weil sie Teil unseres kulturellen Hintergrunds ist, und solchen, die sie nicht kannten.“
Eine Produzentin, die nie gute Entscheidungen trifft
Andie Bender soll das Gewissen des Films sein. Sie ist die einzige Figur, von der das Publikum erwartet, dass sie eine andere Wahl trifft. Wever gesteht, dass das Gegenteil der Fall ist.
„Das war es, was ich hoffe, dass es durchkommt, und ich wusste nicht, ob es das tun würde oder nicht – dass sie die Figur ist, von der man erwartet, dass sie eine andere Wahl trifft“, sagte sie. „Und sie trifft keine.“
Wever stützte sich auf eine Fabel von zwei Wölfen in jedem Menschen. Einer ist hell, einer ist dunkel. „Ein Älterer erzählt einem Kind, dass in jedem Menschen zwei Wölfe stecken, einer hell und einer dunkel“, sagte sie und zitierte die Geschichte direkt. „Und das Kind fragt: ‚Welcher gewinnt?‘ Und der Ältere sagt: ‚Derjenige, den du fütterst.'“ Das wurde zur Grundlage für eine Figur, die immer wieder den falschen Wolf füttert.
| Figur | Rolle in der Sendung |
|---|---|
| Chris Hansen | Star von „To Catch a Predator“ |
| Andie Bender | Produzentin der Sendung |
| Decoy Dan | Wirrender, jugendlich ausseender Fake-Account-Nutzer |
Recherche zu einem Job aus einer anderen Ära
Wever führte umfangreiche Recherchen für die Rolle durch, las Memoiren und sah Dokumentationen über Fernsehproduzenten. Sie lernte jedoch, vorsichtig mit Recherchen umzugehen, die sie vom Drehbuch wegführen könnten.
„Ich habe festgestellt, dass ich manchmal, wenn ich Menschen spiele, die auf realen Personen basieren, dazu neige, mich an diese Personen in ihrer ehrlichen Form zu binden und das dann als mein Leuchtturm anstelle des Drehbuchs zu nutzen“, sagte sie.
Sie sprach mit langjährigen Fernsehproduzenten darüber, wie ihre Jobs vor Telefonen und dem Internet waren. Sie konzentrierte sich darauf, was es bedeutet, einen Moderator zu managen, eine Produktion zu manipulieren und einen Menschen zu behandeln.
Pattinson und die Zoom-Sitzungen
Pattinson spielt Hansen, und Wever hatte ihn vor den Dreharbeiten noch nicht getroffen. Sie Zoomten zuerst mit Oppenheim und dann mit Oppenheim und Pattinson gemeinsam.
Wevers Figur ist eine Kombination von Personen, aber nicht so, wie das Publikum es vielleicht annehmen würde. Chris‘ Figur ist eine Dramatisierung, und Decoy Dan ist eine Verschmelzung. Andie, die Produzentin, ist völlig erfunden.
„Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es so viel Freiraum gab“, sagte Wever.
Der Film feierte seine Premiere in Venedig vor seiner Veröffentlichung in den USA am Freitag. Er fragt, ob jemand aus der Üra der Predator-Ära gelernt hat.
Quelle: „Merritt Wever On The Moral Lessons Of Lance Oppenheim’s ‘Primetime’: “We Don’t Seem To Learn”,“ Deadline.
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