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Nordkorea lässt Rakete in Richtung Meer von Wonsan ab, während die Spannungen aufgrund von Landminenexplosionen steigen. )

Nordkorea hat eine Rakete ins Meer von Wonsan abgefeuert, wenige Tage nachdem Kim Yo Jong Südkorea wegen getöteter Soldaten verspottet hatte.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A missile launches into the night sky from a coastal military base.

Am Samstag startete Nordkorea eine ballistische Rakete in Gewässer vor seiner Ostküste, wobei das Projektil eine Flugstrecke von mehr als 700 Kilometern (435 Meilen) zurücklegte. Der Schritt folgte einer früheren Äußerung von Kim Yo Jong, der Schwester des Führers Kim Jong Un, die Südkorea wegen der Landminenexplosionen vom 21. September verspottete, bei denen drei südkoreanische Soldaten verwundet wurden.

Das südkoreanische Militär bestätigte, dass eine Rakete aus dem Gebiet von Wonsan gestartet wurde, wobei das Projektil eine Strecke von mehr als 700 Kilometern, also etwa 435 Meilen, zurücklegte. Sowohl das südkoreanische als auch das US-Militär prüfen nun die Details des Starts.

Das japanische Verteidigungsministerium sagte, die Rakete sei außerhalb seiner Exklusivwirtschaftszone gelandet. Der südkoreanische Generalstab sagte, das Militär habe die Überwachung und Wachsamkeit angesichts möglicher weiterer Starts aus dem Norden verstärkt.

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Reaktion aus Seoul

Das Präsidialbüro für nationale Sicherheit in Seoul verurteilte den Start. „Wir fordern Nordkorea auf, seine wiederholten ballistischen Starts sofort zu beenden, die eine Verletzung der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates und ein schwerwiegendes Vorgehen darstellen, das nichts zur Bewältigung der aktuellen Situation beiträgt“, hieß es in der Erklärung.

Der Zeitpunkt des Geschehens war passend. Der Start erfolgte nach einem Tag voller Beleidigungen aus Pjöngjang. Kim Yo Jong bezeichnete am Freitag Südkoreas Forderungen im Zusammenhang mit den Minenexplosionen als „völlig lächerlich“ und sagte, Nordkorea habe die Absicht, jegliche Beziehungen zum Süden dauerhaft abzubrechen.

Sie wies die Verantwortung Nordkoreas für die Explosionen zurück und warnte vor Vergeltungsmaßnahmen, falls Südkorea auf nordkoreanische Truppen zurückschießen sollte, die sich an der Grenze aufbauten.

Das Muster von Wonsan

Nordkorea testete, wie es die staatlichen Medien berichteten, ein Hyperschall-Raketensystem in Wonsan am 20. September, was eine weitere Instanz dafür ist, dass das Land dort Waffen demonstriert.

Seit seine Atomverhandlungen mit dem US-Präsidenten Donald Trump 2019 scheiterten, hat Kim Jong Un die diplomatischen Beziehungen mit Washington und Seoul aufgegeben. Stattdessen hat er Moskau zum Schwerpunkt seiner Außenpolitik gemacht und tausende Soldaten sowie große Mengen an Waffen geschickt, um Präsident Wladimir Putins Krieg in der Ukraine zu unterstützen.

Nach vielen Jahren verstärkter Tests hat Kim einen großen Vorrat an nuklear fähigen Raketen aufgebaut, darunter einige Langstreckenwaffen, die das US-Festland erreichen könnten, sowie andere, die Südkorea und Japan bedrohen.

Trumps Diplomatischer Einsatz

Im August reduzierte Trump eine wichtige Militärübung mit Südkorea, ein Schritt, der darauf abzielte, Gespräche mit Kim wieder aufzunehmen, der solche Übungen als Vorbereitungen für Krieg verurteilt hat.

Bisher hat Nordkorea auf Trumps Annäherungsversuche nicht reagiert und besteht darauf, dass Washington zunächst seine „feindselige Politik“ fallen lassen müsse, bevor Gespräche stattfinden können.

Was kommt als Nächstes

Südkoreas Streitkräfte haben ihre Wachsamkeit und Alarmbereitschaft in Bezug auf zusätzliche Starts aus dem Norden erhöht, so das gemeinsame Kommando.

„Wir fordern Nordkorea auf, seine wiederholten ballistischen Starts sofort einzustellen, die eine Verletzung der UN-Sicherheitsratssanktionen und ein schwerwiegender Akt darstellen, der nichts dazu beiträgt, die aktuelle Situation zu bewältigen.“

Seoul hat seine Position deutlich gemacht: Es will, dass Pjöngjang die Tests einstellt, und diese Forderung wird nun der Öffentlichkeit vorgelegt.

Kim Yo Jongs Worte am Freitag deuteten nicht auf eine Änderung der Position hin, und der Raketenstart am Samstag bestätigte dies. Nordkorea hat wenig Interesse an Gesprächen signalisiert.

Die Routine hat sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert: Nordkorea initiiert seine Tests, der Süden antwortet entsprechend, und die Situation treibt immer weiter in Richtung des Abgrunds, ohne dass eine Lösung erreicht wird.

Der Unterschied besteht jetzt in der Größe von Nordkoreas Waffenarsenal. Jahre der Tests haben eine Streitmacht aufgebaut, die in der Lage ist, über weite Entfernungen zuzuschlagen, wobei die kurzstrecken Systeme eine direkte Bedrohung für Seoul darstellen.

Der Start am Samstag wird sowohl von der südkoreanischen als auch von der US-Militärführung analysiert, die weiterhin eng zusammenarbeitet und ihre gemeinsame Haltung voll vorbereitet hält.

„Südkoreas Militär teilte mit, dass Nordkorea ein Projektil in Richtung seiner Ostgewässer abgefeuert hat,” ABC News.

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