Nordkorea hielt am Montag, dem 28. September 2026, seine jährliche Rede vor den Vereinten Nationen und wählte einen relativ gemäßigten Ton. Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten Kim Son Gyong sprach von gegenseitigem Misstrauen und Spannungen, ohne einzelne Länder direkt zu bedrohen. Stattdessen konzentrierte er sich auf Multilateralismus, die Missstände bei den Vereinten Nationen und die eigene Stärke Nordkoreas.
Die Rede erfolgte zwei Tage nach dem Abfeuern von zwei kurzstreckenartigen ballistischen Raketen durch Nordkorea auf das Meer. Pjöngjang hatte zuvor gedroht, seine nuklearen Abschreckungsfähigkeiten auszubauen.
Eröffnungsansprachen und Kernbehauptungen
Kim eröffnete mit der Warnung vor einer „harten Realität, die von beispiellosem gegenseitigem Misstrauen und Konfrontation geprägt ist“. Er schloss mit dem Versprechen, dass Nordkorea „sicherlich alles erreichen werde, was wir planen, ausschließlich auf eigene Weise“.
Er verurteilte auch „einen aggressiveren und offensiveren Militärblock mit einem nuklearen Element“ und die „Zusammenarbeit von Tokio, Seoul und Washington gegen Pjöngjang“. Diese Kombination – die Verurteilung des Bündnisses gefolgt von einer Warnung vor dem Alleingang – ist das deutlichste Signal des Tages.
Die Rede berührte mehrere Themen:
- Multilateralismus als „ein unaufhaltsamer Wunsch und Trend der Zeit, der auf Gerechtigkeit und Fairness basiert“.
- Die Koreanische Halbinsel, wo „keine physischen Konflikte aufgetreten sind“ und „der Sicherheitsindex auf einem höheren Niveau gehalten wird als in jedem anderen Teil der Welt“.
- Die Vereinten Nationen, die „immer noch nicht in der Lage sind, sich von funktionaler Lähmung zu erholen, die auf die hochmütige und einseitige Politik einer Handvoll Länder zurückzuführen ist, die ausschließlich chauvinistische Interessen verfolgen“.
- Atomwaffen, wobei der Abschreckungswert der DVRK als „die absolute Macht und unaufhaltsame Kraft beschrieben wird, die von A bis Z dazu dient, die Souveränität, Sicherheit und den Frieden gegen Aggression und Bedrohung von außen zu schützen“.
- Die Region, in der „das Kräfteverhältnis in Ostasien durch die selbstverteidigungsfähigen Kapazitäten der DVRK aufrechterhalten wird“.
Kim bezeichnete Japan als „Kriegsverbrecher der A-Klasse“. Die Rede wurde als „relativ gemäßigt“ im Vergleich zu früheren Reden beschrieben, wobei diese Beschreibung sich auf das Vorhandensein von Drohungen und nicht auf den Inhalt der Beschwerden bezieht.
Kontext des Raketenstarts ()
Zwei Tage vor der Rede startete Nordkorea zwei kurzstreckenartige ballistische Raketen in Richtung Meer. Pjöngjang hatte zuvor gedroht, seine nuklearen Abschreckungsfähigkeiten zu verstärken.
Behauptung zur Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel ()
Kim behauptete, es habe auf der Halbinsel keinen physischen Konflikt gegeben, und dass der Sicherheitsindex dort höher sei als irgendwo sonst auf der Welt. Er schrieb dies Nordkoreas „kriegerischer Abschreckung zu, die stark genug ist, um jeden Willen zu brechen, einen Krieg der Aggression zu beginnen“.
Das ist eine bemerkenswerte Behauptung angesichts der Geschichte der Region. Der Koreakrieg dauerte von 1950 bis 1953, wobei China Nordkorea und die Vereinigten Staaten Südkorea unterstützten. Ein Waffenstillstand beendete die Kämpfe, aber die beiden Korean beider Teile sind technisch immer noch im Krieg, getrennt durch die Demilitarisierte Zone.
Warnung vor nuklearer Abschreckung ()
Kim sagte, die nukleare Abschreckung der DVRK sei „die absolute Macht und unaufhaltsame Kraft, die von A bis Z dazu bestimmt ist, die Souveränität, Sicherheit und den Frieden gegen Aggression und Bedrohung von außen zu schützen“. Er fügte hinzu: „Die DVRK wird weiterhin jede äußere Bedrohung streng kontrollieren und verwalten, gestützt auf ihre Vorherrschaft in überwältigender Stärke.“
Diese Zeilen sind Standard in der nordkoreanischen Rhetorik, tragen aber eine spezifische Warnung. Kim verurteilte „ein aggressiveres und aggressiveres Militärbündnis mit einem nuklearen Element“ und nannte die Kollusion von Tokio, Seoul und Washington gegen Pjöngjang. Die Rede präsentierte Nordkorea damit als Verteidiger des regionalen Friedens gegen eine aggressive Koalition.
UN-Kritik ()
Kim sagte, die Organisation „scheitere immer noch daran, sich von einer funktionalen Lähmung zu erholen, die auf die Hochachtungslosigkeit und den Einseitenstreben einer Handvoll Länder zurückzuführen ist, die nur chauvinistische Interessen verfolgen“. Dies ist eine bekannte Beschwerde von Pjöngjang, das seit langem argumentiert, dass die Vereinten Nationen von wenigen mächtigen Nationen dominiert werden.
Die Kritik spiegelt eine breitere nordkoreanische Erzählung wider, dass die Vereinten Nationen ineffektiv seien, weil sie von wenigen mächtigen Nationen kontrolliert werden.
| Thema () | Kims Worte |
|---|---|
| Gegenseitiges Misstrauen | „geprägt von beispiellosem gegenseitigem Misstrauen und Konfrontation“ |
| Selbstständigkeit | „sich ausschließlich auf unsere eigenen Anstrengungen verlassen“ |
| Raketenstart | Zwei kurzstreckenballistische Raketen in Richtung Meer |
| Koreanische Halbinsel | „Es hat keinen physischen Konflikt gegeben“ |
| Atomische Abschreckung | „absolute Macht und unwiderstehliche Kraft“ |
| UN-Kritik | „funktionale Lähmung aufgrund der Überheblichkeit und Einseitigkeit einer Handvoll Länder“ |
Die Rede war eine Darbietung von Beschwerden, kein Kriegserklärungsversuch. Kim nutzte die Plattform der Vereinten Nationen, um die Klagen Nordkoreas über die Weltordnung, die Vereinten Nationen selbst und die Länder, die er als feindlich betrachtet, zu äußern.
Das Prinzip der Zurückhaltung in der Regierungspolitik verdient es, verteidigt zu werden. Wenn ein Staatschef ein Bündnis verurteilt und warnt, dass sein eigenes Land alleine agieren könnte, ist Zurückhaltung der bessere Weg. Das ist der Leitstern für alles: Vermeiden von Machtkonzentrationen.
Wo die Zeitung steht
Die Zeitung befürwortet die Aufrechterhaltung offener Kanäle für Diplomatie und Kompromisse mit Nordkorea und ist gegen eine Konfrontation, die diese abschneiden würde. Die Rede war eine Darbietung von Beschwerden, kein Kriegserklärungsversuch, und sie verdient eine überlegte Antwort.
Die Skepsis der Zeitung gegenüber ausländischen Verwicklungen bedeutet, eine Konfrontation zu vermeiden, die diplomatische Kanäle abschneidet. Die Rede war eine Darbietung von Beschwerden, kein Kriegserklärungsversuch, und sie verdient eine überlegte Antwort.
Kims Warnungen vor dem „offensiveren und aggressiveren Militärbündnis“ und der „Verschwörung von Tokio, Seoul und Washington gegen Pjöngjang“ wurden mit dem Versprechen gepaart, sich ausschließlich auf die eigenen Anstrengungen Nordkoreas zu verlassen. Dieses Zusammenspiel signalisiert eine Bereitschaft, alleine zu handeln, falls die Diplomatie scheitert, einen Weg, den die Zeitung ablehnt.
Quellenmaterial: „In einer relativ gemäßigten Rede beklagt Nordkorea mit der UN-Plattform ‚gegenseitiges Misstrauen‘ und Spannungen“, PBS.
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