Der spanische Audiovisual Hub hat eine zweite Phase, und María González Veracruz, Staatssekretärin für Digitalisierung, erklärt genau, worum es geht. Das Investitionsvehikel der Regierung mit einem Volumen von 521 Millionen Dollar, die Spanische Gesellschaft für Technologische Transformation (SETT), ist der Motor hinter dem Plan, und Veracruz’ Äußerungen zeigen den Umfang der Ambitionen auf.
Die erste Phase des Hubs, die im März 2021 mit einem Budget von 1,7 Milliarden Dollar gestartet wurde, war eine koordinierte Anstrengung über 13 Ministerien hinweg. Die zweite Phase wird vom Ministerium für digitale Transformation und öffentliche Dienstleistungen über SETT geleitet, das nun direkte und indirekte Investitionen in Höhe von 450 Millionen Euro (521 Millionen Dollar) getätigt hat.
Die Zahlen von SETT
SETT hat zwölf direkte und drei indirekte Investitionen getätigt, was insgesamt 450 Millionen Euro (521 Millionen Dollar) ergibt. Direkte Investitionen belaufen sich auf 104,8 Millionen Euro (122,6 Millionen Dollar). Indirekte Investitionen über Investmentfonds belaufen sich auf 110,8 Millionen Euro (129,6 Millionen Dollar).
Das Portfolio ist breit gefächert. Direkte Investitionen umfassen Lazona, Amuse Animation, Ánima Kitchent, Moonlighting, The Refinery, Good Films und Milo. Indirekte Investitionen umfassen Aurora Media (Secuoya), Culture CAP 7 und Moby Dick.
Hier ein kurzer Überblick über die drei größten direkten und indirekten SETT-Investitionen:
- Aurora Media (Secuoya): 98 Millionen Euro von SETT, 102 Millionen Euro privates Kapital, insgesamt 200 Millionen Euro
- Culture CAP 7: 9,7 Millionen Euro von SETT, 10 Millionen Euro privates Kapital, insgesamt 19,7 Millionen Euro
- Moby Dick: 3,1 Millionen Euro von SETT, 3,3 Millionen Euro privates Kapital, insgesamt 6,4 Millionen Euro
Wofür der Hub ist
Das erklärte Ziel der Regierung ist klar. Das Ziel des Spanischen Hubs ist es, eine globale Audiovisual-Industrie mit Wurzeln in Spanien aufzubauen, die Wirtschaftswachstum, technologische Innovation und nationale Einflussnahme fördert.
Veracruz’ Framing ist einfach. Die erste Phase hat das Ökosystem vorangetrieben. Die zweite Phase festigt dieses Wachstum und unterstützt Unternehmen beim Übergang in eine neue Phase der Reife.
SETT’s Rolle ist es, finanzielle Werkzeuge für Innovationen bereitzustellen, Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Regierung möchte weiterhin internationale Produktionen anziehen und Kreative unterstützen, will aber auch Unternehmen stärken, aufstrebende Technologien fördern und neue Führungskräfte dabei unterstützen, auf globalen Märkten zu konkurrieren.
Die umfassendere Vision
Das Hub geht dabei nicht nur um Film und Fernsehen. Die Regierung unterstützt außerdem Videospiele, immersive Erfahrungen, digitale Inhalte, visuelle Effekte, Animation, Studioeinrichtungen, Distribution, Postproduktion und neue Formen technologischer Kreation.
Diese umfassende Vision sei ein bestimmendes Merkmal des spanischen Hubs, so Veracruz. Sie argumentiert, dass die audiovisuelle Industrie nicht mehr nur ein Kultursektor sei. Es sei ein strategischer Sektor, der qualitativ hochwertige Arbeitsplätze schafft, technologische Innovationen vorantreibt, Investitionen anzieht und zum nationalen Wirtschaftswachstum beiträgt.
Die Regierung habe dieses Potenzial frühzeitig erkannt, so Veracruz, und den audiovisuellen Sektor als Priorität in ihre Agenda der wirtschaftlichen Transformation aufgenommen.
Die Konferenz in San Sebastián
Das Neue Drehbuch der Audiovisuellen Industrie, Vielfalt, Investition und Zukunft wird vom Ministerium für digitale Transformation und öffentliche Dienstleistungen organisiert. Sie findet am Sonntag, 20. September, bei einer Konferenz am Vormittag in San Sebastián statt.
Die Veranstaltung dürfte laufende Initiativen vorstellen, die Spaniens Film-, Fernseh- und andere AV-Sektoren prägen, darunter der durch SETT finanzierte Investitionsboom von 521 Millionen Dollar.
| Phase | Budget | Ministerien | Fokus |
|---|---|---|---|
| Zuerst | 1,7 Milliarden Dollar | 13 Ministerien | Ökosystem-weit |
| Zweitens | 521 Millionen Dollar | Digitale Transformation | Unternehmensreife, internationale Wettbewerbsfähigkeit |
Der Vergleich ist nützlich. Die erste Phase war eine nationale Strategie, an der 13 Ministerien beteiligt waren. Die zweite Phase wird von einem Ministerium geleitet, wobei SETT das zentrale Werkzeug ist.
Was das für Spanien bedeutet
Spaniens Audiovisualsektor ist seit der ersten Phase stetig gewachsen. Die zweite Phase zielt darauf ab, dieses Wachstum zu einer wirklich internationalen Industrie zu konsolidieren.
Die direkten Investitionen in Animations- und Produktionsstätten, die indirekten Investitionen in Medienfonds und das Co-Investment-Modell mit privatem Kapital zeigen alle dasselbe: Die Regierung betrachtet den Sektor als langfristiges Wirtschaftsgut, nicht als kurzfristiges Kulturprojekt.
Die Zahlen sind real, und die Regierung nutzt sie, um ihre Argumentation zu untermauern. Veracruz’ Erklärung legt klar dar, was das Hub erreicht hat und was es als nächstes erreichen will.
Die Konferenz in San Sebastián wird der nächste Test sein, um zu beurteilen, wie weit die Regierungsvision über das reine Reden hinausgekommen ist. Die Investitionszahlen liegen auf dem Tisch. Nun muss die Regierung zeigen, was sie aufgebaut hat.
Quelle: „Wohin geht Spanien? María González Veracruz, Staatssekretärin für Digitalisierung, präsentiert die Roadmap“, Variety.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

