Mark Wahlberg spielt einen Boxer, dessen älterer Bruder sein Leben bestimmt, in David O. Russells „The Fighter“. Der Film folgt dem Aufstieg und Fall von Micky Ward, einem Boxer, der seine Chance bekommt, nachdem er jahrelang im Schatten seines Bruders stand. Wahlberg spielt Micky, Christian Bale spielt seinen Bruder Dickie, und Amy Adams spielt seine Freundin Vicki. Der Film basiert auf wahren Ereignissen und schöpft aus dieser Geschichte seine Wucht.
Trailer, via eOnefilms.
Micky Wards langer Weg
Micky beginnt als Handwerker im Ring, ein Mann, der Kämpfe annimmt, um die Rechnungen zu bezahlen. Sein Bruder Dickie, gespielt von Bale, ist ein charismatischer Süchtiger, der die Familie nach seinen eigenen Regeln am Laufen hält. Ihre Beziehung ist der Motor des Films, und Wahlberg trägt die Last, der Zuverlässige zu sein, während Bale die wilde Karte spielen darf.
Dickies Schatten
Dickie ist die schwerer zu liebende Figur. Bale spielt ihn mit einer lockeren Energie, die ihn magnetisch macht, selbst während er Leben um sich herum zerstört. Der Film entschuldigt ihn nicht, weigert sich aber auch, ihn zu einem einfachen Bösewicht zu machen. Diese Balance ist das größte Risiko des Films, und sie zahlt sich größtenteils aus.
Vickis Halt
Amy Adams spielt Vicki, Mickys Freundin und spätere Ehefrau. Sie ist das stetige Zentrum der Geschichte, eine Frau, die Micky liebt und versucht, ihn vor seinem Bruder zu schützen. Ihre Szenen gehören zu den besten im Film, und ihre Darstellung gibt dem Film sein emotionales Herzstück.
Der Boxring
Die Boxszenen sind der Ort, an dem der Film sein Fundament verdient. Die Kämpfe sind spannend, gut choreografiert und mit einem Gefühl echter Gefahr inszeniert. Der Film romantisiert das Boxen nicht als edles Streben; er zeigt es als Maloche, einen Job, der einen Mann brechen kann.
Die Chemie der Besetzung
Die drei Hauptdarsteller arbeiten als Einheit zusammen. Wahlberg, Bale und Adams teilen eine Chemie, die gelebte wirkt, nicht einstudiert. Die Nebenbesetzung, darunter Melissa Leo als Dickies Mutter und Stephen Louis Grush als Trainer, rundet die Welt ab, ohne den Fokus zu stehlen.
Russells Regie
David O. Russell inszeniert in einem lockeren, gelebten Stil, der zum Stoff passt. Er lässt die Schauspieler atmen, und er vertraut dem Drehbuch, das Drama zu tragen. Der Film ist nicht glatt, und das ist eine Stärke. Er wirkt wie eine Dokumentation, die das Glück hatte, großartige Schauspieler zu engagieren.
Die Schwachpunkte
Nicht alles funktioniert. Einige Nebenhandlungen wirken angehängt, und ein paar Figuren existieren nur, um Platz zu füllen. Der Mittelteil des Films zieht sich leicht, und der letzte Akt hetzt durch einen entscheidenden Kampf, der mehr Zeit verdient hätte. Das sind kleinere Kritikpunkte, aber sie hindern den Film daran, großartig zu sein.
Was am besten funktioniert
- Die schauspielerischen Leistungen durch die Bank, besonders von Wahlberg und Bale.
- Der geerdete Zugang zur Boxwelt.
- Die ehrliche Darstellung von Sucht und familiärer Dysfunktion.
- Die emotionale Wirkung von Mickys Entwicklung.
Fazit
„The Fighter“ ist ein solides Drama, das von starken schauspielerischen Leistungen und einem gelebten Zugang zu seinem Thema profitiert. Er strebt nicht nach Spektakel, und das tut ihm gut. Der Film verdient seinen Platz als Charakterstudie, auch wenn er nie ganz die Höhen seiner Ambitionen erreicht.
Wertung: 7,9 von 10
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