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Rogue Legacy wandelt den Tod in eine Belohnung um, und das Schloss zahlt dafür

Die Abstammung eines wohlhabenden Aristokraten birgt schräge Mutationen, während er sich in die Katakomben seines Schlosses senkt, stirbt und wieder aufersteht.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A nobleman with a strange mutation descends into a dim, ancient castle.

Rogue Legacy verlangt von den Spielern zu sterben. Es erwartet, dass sie oft sterben, und es baut seine gesamte Identität darauf auf. Das Spiel ist ein Roguelike-Plattformer, und es will, dass du das Gewicht jeder Fehlentscheidung spürst. Diese Spannung – zwischen Angst und Neugierde – ist der ganze Zweck.

Trailer, via CellarDoorGames.

Tod Als Gestaltung

Der Tod in Rogue Legacy ist unmittelbar, dauerhaft und manchmal absurd. Du spielst als wohlhabender Aristokrat, dessen Familie eine genetische Erkrankung hat, die zufällige Mutationen in jedem Nachkommen verursacht. Eine Generation könnte gigantische Arme haben, eine andere eine winzige Statur, eine andere könnte mit extra Geschwindigkeit bewegt werden. Diese Mutationen ändern, wie du durch Levels bewegst, und sie machen jede Runde anders.

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Das Spiel ist auf einen einfachen Kreis gebaut: absteigen, sterben, es noch einmal versuchen. Jeder Tod bringt dich zurück nach oben, und jede neue Versuch führt einen kleinen Teil Gold mit sich. Verwende dieses Gold für Upgrades deines Schlosses, und du kaufst eine Chance, länger zu überleben beim nächsten Mal. Das System belohnt Geduld und bestraft Unachtsamkeit, aber es fühlt sich nie ungerecht an. Jeder Tod ist deine Schuld, oder die Schuld einer grausamen Wendung im Leveldesign.

Das Schloss Und Sein Preis

Das Schloss ist das Herz von Rogue Legacys Wirtschaft. Zwischen Runden spendest du dein Gold für Upgrades, die künftige Versuche erleichtern. Du kannst größere Lebenspunkte, schneller Bewegung, bessere Waffen oder neue Fähigkeiten kaufen. Einige Upgrades sind billig und offensichtlich. Andere erfordern sorgfältiges Planen.

Der Haken ist, dass Upgrades mehr kosten als du in einer einzigen Runde verdienst. Du musst mehrmals sterben, nur um die Basics zu finanzieren. Das schafft einen Rhythmus: spiele aggressiv, um Gold zu verdienen, stirb, um es auszugeben, wiederhole. Es ist ein langsamer Prozess, und das Spiel drängt dich nicht.

Plattformierung Und Ihre Gefahren

Die eigentlichen Levels sind, wo Rogue Legacy seinen Wert erweist. Sie sind vertikal, dicht und voller Gefahren. Gegner sind mit Präzision platziert, und Fallen liegen oft hinter Wänden oder unter Plattformen verborgen. Die Steuerungen sind eng, und das Spiel respektiert dein Können, wenn du es zeigst.

Die Bosse sind der Hauptattraktion. Jeder Boss ist eine lebende Mutation, und jeder Kampf verlangt einen anderen Ansatz. Einer erfordert, dass du dich vor Projektilen duckst, ein anderer, dass du Angriffe zeitigst, ein dritter, dass du eine Schwachstelle in seinem Muster ausnutzt. Diese Kämpfe sind prägnant, weil sie persönlich sind. Du kämpfst nicht gegen einen generischen Gegner; du kämpfst gegen einen Cousin, der zu einem Monster geworden ist.

Humor und seine Grenzen

Rogue Legacy nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Es ist ein Spiel über den Tod, aber es weiß auch, wie man scherzt. Die Mutanten beschreiben sich mit komischen Beschreibungen, und die Stimmung bleibt leicht, selbst wenn die Schwierigkeit steigt. Diese Balance ist selten in der Gattung, wo düstere Ernsthaftigkeit üblich ist.

Der Humor hat Grenzen. Einige Witze landen flach, und die Versuche des Spiels, witzig zu sein, können gezwungen wirken. Aber der Gesamteffekt ist positiv. Er hält das Spiel davon ab, bedrückend zu werden, selbst wenn die Herausforderung intensiv ist.

Wo es fehlt

Nicht alles funktioniert. Die Schwierigkeitskurve des Spiels ist ungleich, und einige Levels sind weitaus härter als andere ohne offensichtliche Gründe. Das Fehlen von Wiederholungsstellen bedeutet, dass du Fortschritte nach einem langen Lauf verlieren kannst, was frustriert mehr als herausfordert. Die Pixel-Art ist sauber, aber nicht bemerkenswert, und die Musik ist angenehm, aber vergesslich.

Diese Mängel sind gering im Vergleich zu dem, was das Spiel richtig macht. Sie sind Ablenkungen, keine Dealbreakers.

Abschließende Worte

Rogue Legacy ist ein Spiel über das Scheitern, und es beherrscht dieses Thema mit Eleganz. Es ist großzügig mit seinen Systemen und sparsam mit seinen Belohnungen, was genau der richtige Ausgleich ist. Die Burg-Verbesserungen geben dir einen Grund weiterzuspielen, und das Plattformen gibt dir einen Grund, den Moment zu genießen.

Es ist kein perfektes Spiel, aber es ist ein vollständiges. Die Mängel sind leicht zu verzeihen, wenn die Höhepunkte so hoch sind. Wenn du jemals den Drang gefühlt hast, den Triumph eines großen Laufs zu genießen, oder die Scham eines schlechten zu empfinden, ist dies das Spiel, das du spielen solltest.

TATSACHEN – Plattformen: PS3, PS4, Linux, PC – Gattung: Roguelike-Plattformer – Entwickler: Cellar Door Games – Veröffentlichung: 2013 – Kritikernote: 8,6/10

Rogue Legacy verdient seinen Ruf. Es ist ein Spiel, das deinen Zeitpunkt und dein Geschick respektiert und belohnt beide mit Momenten echten Triumphs. Es ist ein Spiel, das sich lohnt, zurückzukommen, selbst wenn die Todesfälle sich häufen.

Punktzahl: 8,6 von 10.

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