Pacific Rim ist ein großes, lautes Film über gigantische Monster und gigante Roboter, und er weiß genau, was er sein will. Diese Klarheit ist sowohl seine Stärke als auch seine Schwäche. Regisseur Guillermo del Toro hat eine Welt erschaffen, in der die Menschheit mit massiven mechanischen Kriegern gegen kolossale Meeresbestien kämpft, und das Film versteht sich selbst vollständig ohne Reue. Was es nicht tut, ist viel mehr.
Der Aufbau ist simpel. Kaiju — gewaltige Kreaturen — tauchen aus dem Ozean auf, um Küstenstädte anzugreifen, und die einzige wirksame Verteidigung sind Jaeger-Piloten, die in riesige Roboteranzüge eintreten, um zurückzuschlagen. Der Film folgt Raleigh Becket (Charlie Hunnam) und Mako Mori (Rinko Kikuchi), zwei Piloten, deren Leben sich während einer verzweifelten Schlacht gegen eine neue, stärkere Kaiju-Gefahr kreuzen. Das Konzept ist reiner Spektakel, und der Film lehnt sich vollständig darauf ein.
Trailer, via Warner Bros..
Jaegers und Ihre Piloten
Die Jaegers selbst sind die Stars. Jeder ist ein wuchtiger Maschinengestalt mit einem eigenen Design, und der Film sorgt dafür, dass jeder sich wie eine Figur und nicht wie ein Accessoire fühlt. Gipsy Danger, der Jaeger, den Raleigh zusammen mit seinem Bruder fliegt, ist ein wuchtiges Tier. Scunner Beech, geflogen von Cherno und Herc Hansen, ist schlanker und aggressiver. Jeder hat eine Persönlichkeit, die durch die Art, wie sie sich bewegen und kämpfen, zum Ausdruck kommt.
Die menschlichen Piloten sind weniger entwickelt. Raleigh ist ein düsterer Einsiedler, der Schuld über seinen Bruders Tod trägt. Mako wird von einem Bedürfnis nach Rache getrieben. Der Film investiert mehr Zeit in die Darstellung ihrer Verbindung, die in der Schlacht geschmiedet wird, als in die Erklärung, warum sie so handeln. Die Nebendarsteller — inklusive Idris Elba als Stacker Pentecost, dem Kommandanten des Jaeger-Programms — sind kompetent, aber sie existieren hauptsächlich, um Beratungen zu füllen und Erklärungen zu liefern.
Del Toros Design Sinn
Del Toro bringt einen starken visuellen Sinn in den Film. Die Jaegers werden mit einer mechanischen Präzision dargestellt, die sich gleichzeitig futuristisch und bodenständig anfühlt. Die Kaiju-Designs sind vielfältig und monströs, mit einem Wesen, das einem segmentierten Wurm ähnelt, und einem anderen, das einem gewaltigen Krabbenmonster gleicht. Die praktischen Effekte in den Jaegers verleihen ihnen ein Gewicht, das CG allein nicht erreichen kann.
Die Action-Szenen sind der Höhepunkt. Ein Kampf in Hongkong sieht Gebäude um die Jaegers herum einstürzen, während sie mit einem Kaiju kämpfen. Die Choreografie ist klar und die Dimensionen sind gewaltig. Der Film verschwendet keine Zeit an Verlangsamt oder Schüttelfolie; er schneidet sauber und lässt den Zuschauer den Kampf sehen.
Das Problem des Stoffs
Das Problem ist, dass der Stoff dünn ist. Die Hauptkonfrontation ist ein Krieg gegen eine fremde Macht, aber das Werk erklärt nie, warum die Kaiju angreifen oder was die eigentlichen Spielarten wirklich sind, außer dem Überleben. Es gibt einen kurzen Hinweis auf einen Bruch im Meeresgrund, aber die Idee wird nicht weiter ausgeführt. Der Feind ist ein gigantisches Ungeheuer, und das ist alles, was wir bekommen.
Die Romanze zwischen Raleigh und Mako fühlt sich gedrängt an. Sie treffen sich, kämpfen zusammen, fallen ineinander verliebt — der gesamte Bogen dauert etwa zwanzig Minuten Bildzeit. Sie soll emotionale Tiefe hinzufügen, aber sie liest sich wie ein Platzhalter statt einer echten Beziehung. Das Werk ist so engagiert bei seiner Action, dass es seine Figuren kaum ausreichend entwickelt, um die Spielarten wirklich zu vertiefen.
Probleme der Tonlage
Pacific Rim versucht, Humor, Drama und Spektakel zu balancieren, und es schafft es nur halbwegs. Die Tonlage wechselt abrupt von düster zu witzig zu ernst innerhalb von Sekunden, was oft irritierend wirkt. Del Toro hat offensichtlich eine Zuneigung zu seinem Material, und diese Leidenschaft zeigt sich in jedem Schuss, aber es bedeutet auch, dass er zögerlich ist, das Werk düster zu gestalten. Das Resultat ist ein Film, der lustig zu sehen ist, aber schwer zu ernst zu nehmen.
Das schwächste Stück des Werks ist eine Mitte, wo die Jaegers einer neuen Bedrohung gegenüberstehen und die menschliche Reaktion darin besteht, eine Pressekonferenz abzuhalten. Der Rhythmus zieht sich hin, und der Dialog wird zunehmend klumpig. Das Werk regt sich im letzten Akt wieder, aber der Schaden ist angerichtet.
Musik
Das Orchesterwerk von Ramin Djawadi ist funktionell, aber unbedeutend. Es anschwellt während der Kämpfe und legt sich zurück in ruhigeren Momenten, aber es hinterlässt selten einen bleibenden Eindruck. Die Tonsteuerung ist ausgezeichnet, besonders während der Kaiju-Angriffe, wo das Gebrüll der Wesen und das Klirren des Metalls echt wirkt. Das Werk verdient seinen Lärm.
Ein solider, nicht伟大的电影
Pacific Rim ist ein solider, unterhaltsamer Film, der weiß, was es tut, aber sich nicht überanstrengt. Er ist am besten als schuldiges Vergnügen oder Wochenendunterhaltung zu genießen, nicht als tiefes Werk des Kinos. Die Jaegers sind ikonisch, die Action ist gut choreografiert, und die Verpflichtung an ihr Konzept ist bewundernswert. Aber der Plot ist dünn, die Charaktere sind flach, und der Ton ist ungleichmäßig.
Es ist ein Film, der eine entspannte Betrachtung belohnt, aber keine zweite verlangt. Das Weltbild ist stark, die Bilder sind beeindruckend, und das Herz ist am richtigen Ort. Es verbindet sich einfach nur nicht.
- Die Jaegers sind prägnant und gut gestaltet.
- Die Kämpfe gegen die Kaiju sind intensiv und gut gefilmt.
- Die Romanze ist eiliger und unterentwickelt.
- Die Wechsel des Tons sind rau und ungleichmäßig.
- Die Musik ist ausreichend, aber vergesslich.
| Szene | Ort | Zeit |
|---|---|---|
| Erster Angriff eines Kaiju | Küstengebiet | Frühmorgendämmerung |
| Raleigh und Mako’s erster Kampf | Hongkong | Tageslicht |
| Pressekonferenz zur Brustpanzerung | Tokio | Spätnachmittag |
| Der letzte Kaiju-Kampf | San-Francisco-Bucht | Sonnenuntergang |
Pacific Rim ist ein Film, der auf seine eigenen Bedingungen erfolgreich ist, während er sie nicht überwindet. Es ist eine unterhaltsame Fahrt, aber eine Fahrt mit einem schwachen Motor. Die Jaegers sind die wahren Stars, und das Film weiß es. Das ist kein schlechter Punkt, aber auch kein großartiger.
Der endgültige Spruch steht klar. Pacific Rim ist ein kompetenter, unterhaltsamer Film, der nie Größe erreicht. Er lohnt sich einmal zu sehen, aber erwarte keine zweite Reise.
6,5 von 10
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