Grease ist ein Film über Highschool-Schüler, die nicht erwachsen werden wollen, und er weiß genau, was er tut. Es ist ein Jukebox-Musical, das auf 1950er-Jahre-Nostalgie basiert, und es spielt diese Perspektive geradlinig aus. John Travolta und Olivia Newton-John spielen Danny und Sandy, die beiden Hauptdarsteller, und die ganze Geschichte läuft auf Songs und Tanznummern anstatt auf eine Handlung. Das ist der Punkt.
Trailer, über Paramount Movies.
Danny und Sandy
Travolta spielt Danny Zuko als den Anführer der T-Birds, der coolen Typen an der Rydell High. Er ist ein prahlerischer Performer, voller Attitüde. Newton-John spielt Sandy Olsson als das Mädchen aus Australien, das auftaucht und alles verändert. Sie ist die Außenseiterin, das neue Mädchen, und sie bringt eine Sanftheit mit sich, die Danny anfangs nicht versteht.
Ihre Romanze ist der Motor der Geschichte. Sie durchläuft Phasen:
- Danny weist sie zurück.
- Danny versucht, sie zu verändern.
- Danny lernt, sie zu akzeptieren.
- Sie werden ein Team.
Die Lieder
Die Songs sind die eigentlichen Stars. „Summer Nights“, „Greased Lightnin'“ und „You’re the One That I Want“ tragen den Film. Die Musik ist der Grund, warum man ihn immer wieder ansieht. Es ist auch der Grund, warum der Film sich jetzt veraltet anfühlt – die Texte sind einfach und die Arrangements sind groß, was zum Setting passt, aber nicht gut altert.
Die anderen Charaktere
Der Nebelcast füllt die Welt aus. Kenickie und Marty sorgen für die komödiantischen Elemente, und die bösartigen Mr. und Mrs. Teasdale sind die Eltern, die versuchen, Sandy von Danny fernzuhalten. Diese Charaktere existieren, um die Handlung voranzutreiben, nicht um sich selbstständig zu entwickeln.
Die Musicalnummern
Die Musicalnummern sind die besten Teile. Sie sind energiegeladen, gut choreografiert und verkaufen die Welt des Films. Die schlechtesten Szenen sind diejenigen, die die Handlung verlangsamen – die dialoglastigen Abschnitte, in denen die Handlung versucht, die Energie der Songs einzuholen.
Das Setting der 1950er Jahre
Der Film basiert auf einer Liebe zu Amerika der 1950er Jahre und stützt sich vollständig darauf. Die Autos, die Kleidung, die Umgangssprache – alles verweist auf dieses Jahrzehnt. Das ist gleichzeitig eine Stärke und eine Schwäche. Einige Zuschauer werden es charmant finden, andere werden es als hohl empfinden.
Der Film ist am besten, wenn er sich voll und ganz an seine eigenen Regeln hält. Die schwächsten Momente entstehen, wenn er versucht, ein echtes Drama anstelle eines Musicals zu sein. Diese Versuche verfehlen ihre Wirkung.
Was funktioniert
- Die Songs
- Die Chemie zwischen Travolta und Newton-John
- Die Energie der Musicalnummern
- Das Engagement für das Setting der 1950er Jahre
Was nicht funktioniert
- Die dialoglastigen Abschnitte (
- Die Versuche, echte Dramatik aufzubauen (
- Das veraltete Gefühl einiger Songs (
Grease ist ein unterhaltsamer Film, der genau weiß, was er sein will. Er versucht nicht, großartige Kunst zu sein, und er muss es auch nicht. Er will einfach dazu bringen, mitzusingen und die Welt außerhalb des Theaters für zwei Stunden zu vergessen. (
Das gelingt ihm. Die Songs sind zeitlos, die Darstellungen engagiert, und die Welt des Films ist vollständig realisiert. Es ist eine Filmfreude, die sich ihren Ruf verdient hat. (
Wertung: 6,5 von 10.
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