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Mystic River Kritik: Sean Penns verdrehte Spirale ist der Motor des Films, nicht sein Anker.

Eine düstere Geschichte von Vätern, Söhnen und einem verschwundenen Mädchen in einer Stadt, in der Sünde nie wirklich verschwindet. )

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A solitary man stands alone upon a shadowed street, weighed down by sorrow and guilt.

„Mystic River“ ist ein ruhiges, unerbittliches Kriminaldrama über Väter, Söhne und die Sünden, die einen Ort nie ganz verlassen. Es spielt Sean Penn als Jimmy Markum, einen Mann, dessen Tochter vor Jahren verschwunden ist und dessen Handeln bis heute prägt. Als der Sohn seines Freundes ermordet wird, gerät Jimmy ins Visier der Ermittlungen. Der Film stellt eine einfache Frage: Kann ein Mann, der weiß, was es bedeutet, ein Kind zu verlieren, dem jemals das Vertrauen geschenkt werden?

Trailer, über YouTube Movies.

Die Struktur der Handlung

Der Film folgt einer klaren dreiteiligen Struktur:

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  1. Die Ermordung von Bobby Mac löst die Ermittlungen aus.
  2. Jimmy gerät ins Visier der Ermittlungen, und seine Freunde wenden sich gegen ihn.
  3. Die Wahrheit kommt in einer Wendung ans Licht, die das Publikum dazu zwingt, jeden der Beobachteten neu zu bewerten.

Diese Struktur hält die Erzählung straff, obwohl der Film lang ist. Der mittlere Abschnitt zieht sich etwas, aber der Schwung baut sich stetig zu einer finalen Enthüllung auf, die mit echter Wucht zuschlägt.

Die Besetzung

Penn spielt Jimmy mit einer aufgewühlten Intensität, die nie ganz zu Wut übergeht. Er hält den Bildschirm fest durch eine lange, anstrengende Laufzeit. Tim Robbins spielt Kevin McLaughlin, Jimmy’s engster Freund, einen Polizisten, dessen Loyalität gegenüber Jimmy ihm alles kostet. Mark Ruffalo spielt Bobby Mac, den toten Jungen, und sein Vater, gespielt von James Keane, bekommt die verheerendsten Szenen des Films ab. Laura Linney spielt Celeste, Jimmy’s Frau, und sie gibt dem Chaos einen ruhigen, traurigen Halt.

Die Nebendarsteller sind durchweg stark, aber der Film gehört Penn. Seine Leistung ist ein langsam brennender Docht, der schließlich im letzten Akt explodiert, und es ist die beste Arbeit seiner Karriere.

Die Stadt

Mystic River ist eine Arbeiter-Klasse-Gegend in Boston, und der Film behandelt sie mit einer seltenen Wertschätzung. Regisseur Clint Eastwood filmt die Stadt in einem flachen, dokumentarischen Stil, der den Fokus auf die Charaktere anstatt auf die Landschaft lenkt. Dies ist kein glänzender Thriller. Es ist ein düsterer, ehrlicher Blick auf eine Gemeinschaft, die an ihrer Vergangenheit festhält, während sie versucht, voranzukommen.

Die Tat

Der Mordplot ist einfach. Ein junger Junge wird getötet, und die Beweise deuten auf Jimmy hin. Aber der Film ist weniger an der Frage interessiert, wer es getan hat, als an der Frage, warum jemand das tun würde. Die Ermittlungen treiben den mittleren Abschnitt voran, aber die wahre Spannung entsteht beim Beobachten, wie Jimmys Welt um ihn herum zusammenbricht. Freunde wenden sich ab. Seine Frau zweifelt an ihm. Der Druck der Polizei nimmt zu. Und währenddessen liegt die Erinnerung an das Verschwinden seiner Tochter wie ein Geist über jeder Szene.

Die Rückblenden

Der Film springt in die Vergangenheit zurück und zeigt Jimmy als jungen Mann, und genau in diesen Sequenzen findet die Geschichte ihren emotionalen Kern. Wir sehen die Ereignisse, die ihn geprägt haben, den Verlust, der ihn definiert hat, und die Liebe, die er mit Celeste aufgebaut hat. Diese Szenen sind keine billige Nostalgie. Sie sind der Schlüssel zum Verständnis, warum Jimmy so handelt, wie er es tut, und warum er glaubt, er könnte der Killer sein.

Das Ende

Das Finale bringt alles zusammen. Ohne den Twist zu verraten, zwingt die Auflösung das Publikum dazu, über jeden nachzudenken, den sie bisher beobachtet haben. Es ist eine mutige Entscheidung, die nicht immer sauber funktioniert, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Film endet mit einer Note stiller Angst anstatt mit einem Abschluss, und diese Wahl passt perfekt zum Material.

Wo es scheitert

Nicht alles funktioniert. Einige Nebenfiguren existieren nur, um Exposition zu liefern, und ein paar Nebenhandlungen wirken wie Füllmaterial. Das Tempo zieht sich in der Mitte hin, und der Film ist langatmig. Aber die Stärken überwiegen die Schwächen. Die Leistungen sind durchweg ausgezeichnet, die Regie ist souverän, und das zentrale Rätsel ist aufrichtig beunruhigend.

„Mystic River“ ist ein dichter, anspruchsvoller Film, der Geduld belohnt. Er ist nicht für jeden geeignet und versucht auch nicht, es zu sein. Es ist eine Charakterstudie, verpackt in einem Thriller, und gelingt in beiden Disziplinen. Penns Leistung stützt eine Geschichte über Trauer, Schuld und die schwere Last der Geschichte. Der Film ist fehlerhaft, aber auch kraftvoll und bleibt ein herausragender Eintrag in Eastwoods Regiekarriere.

Wertung: 8,4 von 10

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