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National Treasure-Kritik: Eine Jagd, die auf Glück statt auf Deduktion basiert ()

Ein Schatzsucher verfolgt eine Jahrhunderte alte Karte, aber die Jagd beruht mehr auf Glück als auf Geschick.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A treasure hunter stands before an ancient stone map in a dimly lit library.

„National Treasure“ will ein cleveres Knobelspiel sein. Meistens stellt es sich als eine hohle heraus.

Der Abenteuerfilm aus dem Jahr 2004 begleitet den Schatzsucher Ben Gates (Nicolas Cage), der einer Jahrhunderte alten Karte nachjagt, die zu einem verborgenen Schatz führt. Die Handlung verspricht historische Intrigen und uralte Geheimnisse. Was er liefert, ist eine Verfolgungsjagd, die auf Bequemlichkeit und Zufall basiert.

Gates entdeckt die Karte bei der Recherche seiner Familiengeschichte. Er erfährt bald, dass der Schatz von seinen Vorfahren vergraben worden war, um die amerikanische Revolution zu finanzieren. Die Geschichte bewegt sich durch Philadelphia, die Library of Congress und die Freimaurer, wobei jeder Ort eine neue Spur freigibt. Das Problem ist, dass fast jede Spur gefunden wird, weil jemand zufällig in der Nähe ist. Ein Charakter geht an einem Bücherregal vorbei, bemerkt ein Muster und plötzlich ist der Code geknackt. Der Film zeigt selten tatsächliche Deduktion. Er zeigt Charaktere, die Dinge bemerken. Diese Abhängigkeit vom Zufall frustriert mehr, als sie unterhält. Ein Rätsel sollte zum Nachdenken anregen. Dieses erfordert Glück.

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Nicolas Cage spielt Ben Gates mit einer Mischung aus Charme und Ernsthaftigkeit, die zum Material passt. Seine Leistung trägt den Film mehr als das Drehbuch. Er verkauft die Begeisterung, selbst wenn die Hinweise nicht halten, was sie versprechen. Aber der Nebencast bekommt weniger Luft zum Atmen. Sean Bean spielt einen Bösewicht, der hauptsächlich existiert, um Gates über mehrere Bundesstaaten zu verfolgen. Diane Kruger spielt eine Historikerin, deren Hauptzweck darin besteht, verwirrt auszusehen. Jon Voight spielt Gates’ Großvater, aber seine Rolle wird auf die Exposition reduziert. Keiner von ihnen bekommt die Möglichkeit, sich über ihre Funktion hinaus zu entwickeln. Der Film ist zu beschäftigt damit, sich fortzubewegen, um anzuhalten und jemandem Luft zum Atmen zu geben.

Das zentrale Rätsel von „National Treasure“ beinhaltet eine Reihe von Codes, die über amerikanische Wahrzeichen verteilt sind. Jeder Code führt zum nächsten, aber die Logik dahinter ist dünn. Ein Hinweis erfordert ein bestimmtes Datum, ein anderer eine Buchstabenfolge, und nichts davon baut ein kohärentes System auf. Hier eine grobe Aufschlüsselung, wie die Verfolgungsjagd zusammenhält:

  1. Gates findet die Karte im Dachboden seines Großvaters.
  2. Er entschlüsselt das erste Symbol in der Library of Congress.
  3. Der nächste Hinweis führt ihn nach Philadelphia.
  4. Ein letztes Symbol verweist auf die Freimaurer.
  5. Der Schatz wird enthüllt.

Jeder Schritt ist ein separates Rätsel, keine verkettete Kette. Der Film behandelt die Karte als ein komplettes System, obwohl sie eher einer Reihe von unzusammenhängenden Herausforderungen ähnelt.

Die folgende Tabelle zeigt die Lücken klar auf. Jede Spur wird durch Zufall entdeckt, nicht durch Geschick. Die Karte ist ein Werkzeug, aber der Film benutzt sie als Requisite.

Spur Ort Methode Wirkung
Kartafund Großvaters Dachboden Direkt gefunden Setzt die Handlung in Gang
Erstes Symbol Library of Congress Entschlüsselter Text Führt nach Philadelphia
Zweites Symbol Philadelphia Physisches Wahrzeichen Verweist auf die Freimaurer
Letztes Symbol Freimaurer-Treffen Symbolischer Schlüssel Enthüllt den Schatz

Der Höhepunkt hängt von einer letzten Enthüllung ab, die alles über die früheren Hinweise hinweg verändert. Ohne zu spoilern, fordert der Twist das Publikum auf, zu akzeptieren, dass die gesamte Jagd auf einem Missverständnis basierte. Das ist ein fairer Trick, aber der Film verbringt so wenig Zeit mit der Etablierung der Regeln, dass die Enthüllung willkürlich anstatt verdient wirkt. Der Film stützt sich auch stark auf Action-Sequenzen. Verfolgungsjagden, Kämpfe und knappe Entkommen füllen die Laufzeit aus. Diese Szenen sind energiegeladen, aber sie wirken oft losgelöst vom Rätsel selbst. Die Jagd macht Spaß, lenkt aber von dem Mysterium ab.

National Treasure ist kein schlechter Film. Es ist ein gut aussehender, energiegeladener Film, der sein zentrales Versprechen nicht einlöst. Die Jagd sollte der Motor des Films sein. Stattdessen wird sie zu einem Vehikel für Spektakel. Der Film verdient sein Gehalt durch Nicolas Cages Leistung und eine Handvoll gut gefilmter Drehorte. Er verliert seinen Halt, wenn er versucht, seine eigenen Regeln zu erklären. Die Hinweise sind einzeln clever, aber sie ergeben nie ein befriedigendes Ganzes.

National Treasure bleibt ein Film, den man am besten für seine Momente und nicht für sein Design genießt. Die Karte ist ein Symbol für Ehrgeiz, und der Film gleicht ihm nie ganz.

Wertung: 4 von 10

Trailer, über Disney UK.

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