Die Minions kehren in Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss zurück, und der Film verbringt seine Laufzeit damit, zu beweisen, dass die gelben Klumpen ein abendfüllendes Abenteuer ohne die Ich – Einfach unverbesserlich-Figuren tragen können, die sie berühmt gemacht haben. Meistens scheitert er.
Trailer, via Universal Pictures UK.
Die Prämisse
Der Film setzt Jahre vor dem Zeitpunkt an, an dem Gru der Schurke wird, den wir kennen. Er folgt den drei titelgebenden Minions, während sie einen Meister suchen, dem sie dienen können. Ihre Suche führt dazu, dass sie einen jungen Gru aufnehmen, der bereits an einer Karriere im Verbrechen arbeitet. Das Konstrukt ist einfach und direkt, und der Film stützt sich durchgehend schwer darauf.
Ivan Drago und der junge Gru
Ivan Drago spielt den jungen Gru, und er geht voll in der Rolle auf. Er verkauft die Verwandlung vom unbeholfenen Teenager zum angehenden Kriminellen mit echter Energie. Seine Szenen sind die stärksten im Film, weil sie der Geschichte einen menschlichen Anker geben, den die Minions vermissen lassen, was eine echte Stärke ist, wenn man bedenkt, wie dünn der Rest des Films ist.
Steve Carells Rückkehr
Steve Carell kehrt als der erwachsene Gru zurück und liefert den wichtigsten Voiceover des Films. Er ist eine beständige Präsenz, doch seine Rolle beschränkt sich auf die Erzählung. Taraji P. Henson spricht Valentina, Grus Rivalin, und Leslie Jones spricht eine neue Figur namens Edith. Keiner der Synchronsprecher bekommt genug Leinwandzeit, um seine Mitwirkung zu rechtfertigen, und ihre Parts wirken eher wie Cameos als wie vollwertige Beiträge zur Geschichte.
Das Minions-Problem
Das Problem ist, dass die Minions als Sidekicks angelegt sind. Sie sind in kleinen Dosen lustig, aber sie haben nicht viel Persönlichkeit jenseits ihrer typischen Geräusche und ihrer allgemeinen Inkompetenz. Der Film versucht, sie zu einer vollständigen Besetzung zu strecken, doch das Ergebnis ist eine Gruppe von Figuren, die austauschbar wirken, und das ist die zentrale Schwäche der gesamten Produktion.
Was funktioniert
- Die Actionsequenzen sind energiegeladen und farbenfroh, auch wenn sie eher auf billige Gags als auf echte Spannung setzen.
- Dragos Leistung als junger Gru ist der Höhepunkt des Films.
- Das Engagement des Films für sein Setting, von den Straßen New Yorks in den 1970er Jahren bis hin zum Bösewicht-Kongress, verleiht ihm eine visuelle Identität.
- Die Musik ist lebhaft und gut gewählt, auch wenn sie selten über die allgemeine Tonalität des Films hinausgeht.
Was nicht funktioniert
- Die Minions selbst werden nach einer Weile zur Qual beim Zuschauen, besonders wenn der Film verlangt, dass sie Szenen allein tragen.
- Die Handlung ist dünn, und der Nebenhandlungsstrang um den Bösewicht-Kongress wirkt wie Füllmaterial statt wie ein bedeutender Teil der Geschichte.
- Das Tempo zieht sich in der Mitte hin, mit langen Passagen, in denen die Minions ziellos umherwandern.
Das Urteil
Minions: The Rise of Gru ist kein schlechter Film, aber ein vergesslicher. Er hat Momente des Charmes, besonders wenn er sich auf den jungen Gru konzentriert, doch es fällt ihm schwer, diesen Charme über die gesamte Laufzeit aufrechtzuerhalten. Der Film eignet sich besser als unterhaltsamer Zeitvertreib denn als ernsthafter Beitrag zum Franchise.
5,6 von 10
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