Florian Henckel von Donnersmarck schrieb Das Leben der Anderen und führte Regie bei seinem Spielfilmdebüt, und er wirkte wie ein Film von jemandem, der nichts mehr zu beweisen hatte. Das deutsche Drama dauert 137 Minuten. Es lief in Deutschland am 23. März 2006 über Buena Vista International an, erreichte Nordamerika am 7. Februar 2007 über Sony Pictures Classics und kostete 2 Millionen US-Dollar. Es spielte weltweit mehr als 77 Millionen US-Dollar ein. Der Suhrkamp Verlag veröffentlichte das Drehbuch zur gleichen Zeit.
Trailer, über Sony Pictures Classics.
Wiesler beobachtet Dreyman
Der Film spielt 1984 in Ost-Berlin. Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler, Deckname HGW XX/7, erhält von seinem Freund und Vorgesetzten Oberstleutnant Anton Grubitz den Befehl, den Dramatiker Georg Dreyman zu überwachen. Dreymans prokommunistische Politik und internationale Anerkennung hatten den Staat davon abgehalten, ihn direkt zu überwachen. Wiesler findet einen Mann ohne bekannte Laster und ohne jeden Eintrag von Untreue oder Abweichung, und das vorbildliche ostdeutsche Leben verblüfft ihn.
Ulrich Mühe spielt Wiesler. Ulrich Tukur spielt Grubitz. Sebastian Koch spielt Dreyman. Martina Gedeck spielt Christa-Maria Sieland, Dreymans Geliebte.
Der wahre Grund des Ministers
Wiesler und sein Team verwanzen Dreymans Wohnung auf Wunsch von Kulturminister Bruno Hempf, gespielt von Thomas Thieme. Dann erfährt Wiesler die Wahrheit: Hempf jagt nicht Untreue. Er will Sieland.
Hempf lässt Dreyman nicht wegen Verdachts auf Untreue oder Abweichung beobachten, sondern wegen seines eigenen lüsternen Interesses an Dreymans Freundin, der Schauspielerin Christa-Maria Sieland.
Wiesler greift ein, und Dreyman entdeckt Hempfs Zwangsbeziehung zu Sieland. Dreyman fleht sie an, Hempf nicht wieder zu treffen und sich selbst treu zu bleiben. Sie kommt nach Hause, ohne ihn gesehen zu haben.
Jerska, die Sonate und der Kolibri
Der auf die schwarze Liste gesetzte Theaterregisseur Albert Jerska gibt Dreyman die Noten für die Sonate vom Guten Menschen. Kurz darauf erhängt sich Jerska. Dreyman erkennt, dass die DDR seit 1977 ihre Suizidraten nicht veröffentlicht hat, und beschließt, einen Artikel in westlichen Medien zu veröffentlichen.
Um zu testen, ob die Wohnung verwanzt ist, täuschen Dreyman und seine Freunde einen Fluchtversuch vor. Wiesler, nunmehr mitfühlend, meldet ihn nicht, sodass die Verschwörer glauben, sie seien sicher. Da alle ostdeutschen Schreibmaschinen registriert und identifizierbar sind, schmuggelt ein Redakteur des Spiegel Dreyman eine Groma Büromaschinen Kolibri. Sie ist ultraflach, versteckt sich unter einer Fußbodenleiste und hat nur ein rotes Farbband.
| Detail | Das Leben der Anderen |
|---|---|
| Regie | Florian Henckel von Donnersmarck |
| Laufzeit | 137 Minuten |
| Deutscher Kinostart | 23. März 2006 |
| Nordamerikanischer Kinostart | 7. Februar 2007 |
| Budget | 2 Millionen US-Dollar |
| Weltweites Einspielergebnis | Mehr als 77 Millionen US-Dollar |
Was die Auszeichnungen bestätigen
Das Leben der Anderen gewann 2007 den Academy Award für den besten internationalen Film. Nachdem er mit 11 Nominierungen einen Rekord aufgestellt hatte, hatte er bereits sieben Deutscher Filmpreis gewonnen, darunter bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller und bester Nebendarsteller. Er gewann den BAFTA Award für den besten nicht englischsprachigen Film und den Europäischen Filmpreis für den besten Film. Er war für den Golden Globe Award für den besten fremdsprachigen Film nominiert.
Die Hardware ist weniger wichtig als die Maschine im Zentrum des Films. Der Kolibri ist die beste Idee hier: eine Schreibmaschine mit rotem Farbband, die eine Spur hinterlässt, der der Staat nachgehen kann, versteckt unter einer Diele. Überwachung ist die Prämisse, aber die Schreibmaschine ist die Falle. Wieslers Wende ist der Teil, der bleibt.
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