NBA Playgrounds will das Arcade-Basketballspiel sein, an das du dich erinnerst. Saber Interactive entwickelte einen 2-gegen-2-Titel für PlayStation 4, PC, Xbox One und Nintendo Switch, veröffentlicht von Mad Dog Games im Jahr 2017 – vor neun Jahren. Es ist offiziell von der NBA lizenziert, es führt eine Liste aktiver und ehemaliger Stars, und es ist ein Spin-off der NBA-2K-Serie und Teil der Playground-Sports-Reihe. Das Versprechen ist einfach: hochfliegende Dunks, akrobatische Moves, lächerliche Demonstrationen von Können.
Das Problem ist alles, was zwischen dir und diesem Versprechen steht.
Trailer, via NBA 2K Playgrounds.
Eine Liste, die du freischalten musst
NBA Playgrounds überlässt dir seine Spieler nicht einfach. Du verdienst Packs durch Spielen. Der Tournament Mode umfasst vier Spiele mit Herausforderungen, die an jede Runde geknüpft sind; beende das Ganze und du schaltest einen Court und ein Gold-Pack frei. Es gibt einen Online-Modus und einen Exhibition-Modus, in dem dich das Spielen durch Bronze-, Silber- und Gold-Stufen aufwertet. Das Aufleveln deines Offline-Levels und deines Online-Levels bringt dir jeweils ein Pack ein.
Aus Sicht dieser Zeitung ist das eine Maloche. Die Quelle merkt außerdem an, dass Spieler für die komplette Liste des Spiels bezahlen könnten. Diese Option steckt in einem Spiel, dessen Reiz die Nostalgie für eine Zeit ist, in der Arcade-Basketball bedeutete, einen Controller zu greifen, und nicht, eine Sammlung zu verwalten.
Die Liste selbst ist das Stärkste hier. Aktuelle Spieler mit ehemaligen zu mischen ist die richtige Entscheidung für ein Spiel, das auf Erinnerung gebaut ist. Du willst die Stars, mit denen du aufgewachsen bist, neben denen, die du heute siehst. NBA Playgrounds versteht diesen Instinkt.
Lokales Spielen, das das Internet braucht
Lokaler Mehrspieler-Modus auf der PS4 erfordert eine Internetverbindung, um zu funktionieren. Das ist die Tatsache, und sie ist es wert, dass man bei ihr verweilt.
Arcade-Basketball ist ein soziales Spiel. Es ist das Spiel, das du anmachst, wenn ein Freund vorbeikommt. Eine Verbindung für lokales Spielen zu verlangen, macht aus einem einfachen Abend einen Kompatibilitätstest.
Online-Multiplayer ist enthalten, und Koop-Spiel ebenfalls. Aber der lokale Modus ist das Herz dieses Genres, und NBA Playgrounds stellt ein Tor davor. Nach unserer Lesart ist dieses Tor ein Mangel, keine Designentscheidung mit Verteidigung.
Zwei gegen zwei, Vogelperspektive und Seitenansicht
Die Action läuft 2 gegen 2. Man übt offline, spielt mit bis zu drei weiteren Personen oder begibt sich mit seinen Fähigkeiten online. Das Spiel nutzt Vogelperspektive und isometrische Perspektive sowie eine Seitenansicht, was zum Arcade-Format passt. Man will das ganze Spielfeld für einen No-Look-Pass sehen und den Winkel für einen Posterizing-Dunk.
Die Steuerung und das Tempo sind die Teile, die darüber entscheiden, ob ein Arcade-Sportspiel Bestand hat. NBA Playgrounds setzt auf Übertreibung, und das ist richtig. Akrobatische Jams und übertriebene Skill-Darbietungen sind der Grund, warum es dieses Genre gibt. Niemand will Simulations-Basketball von einem Spiel mit „Playground“ im Titel.
Der Vergleich, zu dem das Spiel einlädt, ist unvermeidlich. Die Quelle nennt NBA Jam und NBA Street als ähnliche Titel, und das sind die Standards. Nach unserer eigenen Einschätzung werden beide dafür in Erinnerung behalten, wie sie sich fast sofort in den Händen anfühlten. NBA Playgrounds trifft den Look und die Lizenz. Ob es das Gefühl trifft, ist die ganze Frage, und das Pack-System unterbricht die Antwort immer wieder.
Wo das Geld sitzt
Ordnet man die Probleme in NBA Playgrounds, ist die Reihenfolge wichtig:
- Lokaler Mehrspieler auf der PS4 erfordert eine Internetverbindung.
- Der komplette Kader kann direkt gekauft werden, was die Freischaltstruktur untergräbt.
- Das Verdienen von Spielern über Packs verlangsamt das Tempo eines Spiels, das auf sofortigen Spaß ausgelegt ist.
- Die Modi — Turnier, Online, Exhibition — wiederholen sich mehr, als dass sie aufbauen.
Der erste Punkt ist der, der echten Schaden anrichtet. Der zweite folgt dicht dahinter, denn ein Spiel, das einem den vollen Kader verkauft, gibt damit zu, dass die eigene Progression nicht wert ist, durchgespielt zu werden. Der dritte und der vierte sind Ärgernisse. Diese Rangfolge ist unsere, nicht die der Quelle.
Was die Lizenz bringt
Die NBA-Lizenz ist echt und sie zählt. Offizielle Lizenzierung bedeutet, dass die Namen und die Spieler diejenigen sind, die man will, und für einen Nostalgie-Zug ist das keine kleine Sache. Ein Kader aus aktiven und ehemaligen Stars ist die ganze Fantasie. NBA Playgrounds liefert in diesem Punkt.
Die Switch-Version verdient aus einem offensichtlichen Grund eine Erwähnung: Ein Pick-up-and-Play-Arcade-Basketballspiel auf einer tragbaren Konsole ist eine natürliche Passform. Die Plattformliste – PS4, PC, Xbox One, Switch – deckt alle ab, und unserer Ansicht nach ist die Switch die Plattform, auf der dieses Konzept auf dem Papier am meisten Sinn ergibt.
Aber eine Lizenz und eine Plattformliste sind kein Spiel. Was NBA Playgrounds zurückhält, ist, dass es ständig Dinge verlangt. Es verlangt eine Internetverbindung, wenn man auf dem Sofa spielen möchte, zumindest im lokalen Modus der PS4. Es verlangt Geduld, während man Packs grinded. Es verlangt Geld, wenn man das lieber nicht möchte. Arcade-Basketball sollte nichts davon verlangen. Es sollte einen zweiten Spieler und eine freie Stunde verlangen.
Die veröffentlichte Kritikerwertung liegt bei 6,7/10 über sieben Publikationen. Diese Zahl ist fair, und sie ist aus einem bestimmten Grund fair: Nach unserem Urteil ist das Spiel kompetent und die Lizenz echt, aber die Struktur arbeitet gegen den Spaß, den es verkauft. Eine 6,7 ist die Wertung eines Spiels, das man in Schüben genießt und dann weglegt, nicht eines, zu dem man immer wieder zurückkehrt.
Wir hätten gern eine Version von NBA Playgrounds, die leicht zu empfehlen ist. Gleicher Kader, gleiches 2-gegen-2-Format, gleiche übertriebene Dunks und keine Internetanforderung für lokales Spielen. Sie würde einem nicht den vollen Kader verkaufen, weil sie es nicht müsste – das Freischalten wäre der Spaß. Eine solche Version wurde nicht veröffentlicht.
Was existiert, ist ein Spiel mit der richtigen Idee und den falschen Hindernissen. Nach unserer Ansicht ist die Arcade-Basketball-Wiederbelebung ein guter Instinkt. Saber Interactive hat das richtige Genre, die richtige Lizenz und den richtigen Kader gewählt. Dann hat es all das in ein Fortschrittssystem gehüllt und in eine Konnektivitätsanforderung, die für lokales PS4-Spiel gilt, die den Spieler auf Schritt und Tritt bekämpfen.
Spielt es für die Dunks. Spielt es für die ehemaligen Stars, die neben den aktuellen auflaufen. Erwartet nur nicht das Sofa-Spiel, das euch versprochen wurde, zumindest nicht auf der PS4 ohne funktionierende Verbindung. Nach unserer Einschätzung ist NBA Playgrounds ein ordentliches Arcade-Basketballspiel, das eine Struktur trägt, die es nicht gebraucht hätte.
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