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Sean Connerys Comic-Verfilmung, ein Fehlschlag, bringt immer noch kein sehenswertes Team zusammen

Eine 1,6/10-Rezension von The League of Extraordinary Gentlemen aus dem Jahr 2003: sieben viktorianische Helden, ein Gagengutschein über 17 Mio. Dollar für Sean Connery und eine Handlung, die den Comic ignoriert.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A solitary submarine drifts beneath a misty Victorian London skyline, abandoned and mournful.

The League of Extraordinary Gentlemen kam am 11. Juli 2003 mit einem Slogan in die Kinos, der versprach, dass „die Kraft von sieben zu einer Liga von einem wird“. Was der Film liefert, sind sieben berühmte Figuren, ein erschöpfter Filmstar und eine Handlung, die fast nichts mit dem Comic von Alan Moore und Kevin O’Neill gemein hat, als dessen Verfilmung er sich ausgibt. Er erreichte 16 % auf Rotten Tomatoes, ein Urteil von 1,6/10, dem sich diese Rezension anschließt.

Trailer, via FoxConnect.

Allan Quatermain und der 17-Millionen-Dollar-Scheck

Der Film beginnt 1899 damit, dass ein Terrorist namens Fantom die Bank of England ausraubt, um Leonardo da Vincis Baupläne der Fundamente Venedigs zu erbeuten. Deutsche Wissenschaftler werden entführt. Eine Zeppelinfabrik in Berlin wird zerstört. Großbritannien und Deutschland treiben auf einen Krieg zu, und die britische Regierung reagiert, indem sie die größten Hits der viktorianischen Literatur versammelt.

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Sean Connery spielt Allan Quatermain, den pensionierten Jäger, der in der Kolonie Kenia vom Abgesandten Sanderson Reed angeworben wird. Connery nahm die Rolle für 17 Millionen Dollar an, nachdem er Gandalf in The Lord of the Rings und den Architekten in The Matrix abgelehnt hatte. Dieser Scheck ließ den Filmemachern wenig Spielraum, andere Stars zu verpflichten, und das merkt man.

Naseeruddin Shah ist Captain Nemo. Peta Wilson ist Mina Harker, eine Vampir-Chemikerin. Tony Curran ist Rodney Skinner, ein unsichtbarer Dieb. Stuart Townsend ist Dorian Gray. Shane West ist Tom Sawyer, ein Agent des amerikanischen Secret Service. Jason Flemyng ist Dr. Henry Jekyll und Edward Hyde. Richard Roxburgh ist M, der sich als der Fantom entpuppt, der sich als Professor James Moriarty entpuppt.

Eine Handlung, die sich wie eine Checkliste abarbeitet

Die Liga formiert sich, wirbt Mitglieder an und reist an Bord der Nautilus nach Venedig, um einen Anschlag auf die Staats- und Regierungschefs der Welt zu verhindern. Ein Maulwurf wird vermutet, nachdem Kamerablitzpulver im Steuerhaus auftaucht und ein Fläschchen mit Jekylls Verwandlungsformel verschwindet. Der Verdacht fällt auf Skinner. Der Film löst dies so, wie er alles löst: laut.

Hier ist die Reihenfolge dessen, was die Liga vor dem Abspann erledigen muss:

Reihenfolge Aufgabe Ort
1 Rekrutiere Quatermain Kolonie Kenia
2 Triff M, erfahre vom Angriff auf Venedig London
3 Rekrutiere Dorian Gray Londoner Docks
4 Fange Edward Hyde Paris
5 Erreiche Venedig an Bord der Nautilus Auf See
6 Stoppe den Konferenzangriff des Fantoms Venedig

Der Film dauert 110 Minuten. Er fühlt sich länger an, weil jede Station an diesem Tisch ein Set Piece ist, das existiert, um eine Figur einzuführen, statt eine Geschichte voranzutreiben.

Was die Besetzung nicht reparieren kann

The League of Extraordinary Gentlemen schöpft aus Jules Verne, H. G. Wells, Bram Stoker, Arthur Conan Doyle, Rider Haggard, Ian Fleming, Herman Melville, Oscar Wilde, Robert Louis Stevenson, Edgar Allan Poe, Gaston Leroux und Mark Twain. Das ist eine bemerkenswerte Liste von Quellen. Der Film verwendet sie als Namensschilder.

Es war Connery letzte Rolle in einem im Kino veröffentlichten Realfilm vor seinem Rückzug im Juni 2006 und seinem Tod im Oktober 2020. Diese Tatsache wiegt heute schwerer, als es der Film je tat.

Der Film spielte weltweit über 179 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von 78 Millionen Dollar, mit 48,6 Millionen Dollar an Verleihumsatz und 36,4 Millionen Dollar an DVD-Verkäufen bis 2003. Er machte Geld. Er verdiente auch seine 16 %.

Skinner, Sawyer und eine gestrichene Figur

The League of Extraordinary Gentlemen ist ein Budget von 78 Millionen Dollar, ausgegeben für eine Prämisse, die ein Drehbuch gebraucht hätte. Die Besetzung ist der ganze Film, und die Besetzung ist das Problem — Connerys Gage verschlang das Geld, das ein besseres Drehbuch hätte kaufen sollen.

  1. Die Handlung des Comics wird fast vollständig aufgegeben.
  2. Das Ensemble wird auf der Leinwand nie zu einem Team.
  3. Die Enthüllung des Fantoms verpufft, weil Roxburghs M nie Gewicht gegeben wurde.
  4. Der Höhepunkt in Venedig löst eine Bedrohung auf, die der Film uns nie spüren ließ.

Eine Figur namens Eva Draper, gespielt von Winter Ave Zoli, blieb in den Werbematerialien, obwohl sie aus dem fertigen Film geschnitten wurde. Das ist die ganze Produktion im Kleinen: ein Versprechen auf dem Plakat, das der Film nicht einlöst.

Das ist eine 1,6 von 10.

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