Excitebots: Trick Racing ist ein Rennspiel über das Werfen von Torten bei hoher Geschwindigkeit. Es erschien am 20. April 2009, entwickelt von Monster Games und veröffentlicht von Nintendo für die Wii. Es ist der vierte Teil der Excite-Reihe und die direkte Fortsetzung von Excite Truck, das 2006 erschien.
Das Konzept ist einfach und seltsam. Man steuert tierisch gestaltete Roboterfahrzeuge über 25 Kurse, die realen Orten auf der Erde nachempfunden sind, und sammelt Punkte, indem man fast alles tut, nur nicht sauber zu fahren. Das ist der Teil, der zählt, und es ist auch der Teil, der das Spiel ins Abseits befördert hat.
Tortenwerfen und Bowlingkegel
Excitebots wird mit horizontal gehaltener Wii-Fernbedienung gespielt, wobei das Wii Wheel als optionale Hülle dient. Das ist dasselbe Setup, das Nintendo für Mario Kart Wii verwendete, und das Spiel wurde sowohl mit als auch ohne das Wheel ausgeliefert, sodass Käufer ihr Paket wählen konnten.
Die Kurse sind groß. Diese Größe ist beabsichtigt. Weil jede Strecke weitläufig ist und verschlungene Wege bietet, dauern die meisten Rennen nur zwei Runden. Zwei Runden auf einem so großen Kurs bedeuten, dass es beim Rennen weniger um die Ideallinie und mehr um die Menge geht – wie viel Höhe man gewinnen kann, wie viele Manöver man aneinanderreihen kann, wie viele Gegenstände man vor der Ziellinie einsammeln kann.
Sterne entscheiden alles. Jeder Trick, jedes Stunt, jedes Minispiel und jeder Gegenstand bringt Sterne ein, und die Sternanzahl bestimmt die Endnote. Die Bewertungsskala reicht von D ganz unten bis S ganz oben. Die anderen Bots zu schlagen ist wichtig, aber es macht nicht die gesamte Wertung aus. Man kann gewinnen und trotzdem schlecht benotet werden, wenn man ein langweiliges Rennen gefahren ist.
Die Sternquellen sind der Punkt, an dem das Spiel aufhört, ein Rennspiel zu sein:
- Extreme Höhe durch geneigtes Gelände gewinnen
- Mit hoher Geschwindigkeit in andere Bots krachen
- Das Gelände vor einem verändern, um führende Bots in die Luft zu schleudern
- Bowlingkegel rammen
- Offensive Gegenstände – Bomben, Hämmer – greifen und gut einsetzen
- An Stangen schwingen, einschließlich einer obligatorischen roten Stange auf jeder Strecke
Auch während des Rennens selbst gibt es kurze Minispiele: Tortenwerfen, Bowling, Fußball. Die obligatorische rote Stange ist der Hinweis. Jede einzelne Strecke erfordert sie, was bedeutet, dass Excitebots nicht fragt, ob man das Seltsame tun möchte. Es fragt, wie gut man das Seltsame tut.
Eine Fortsetzung, die Nordamerika nie verließ
Hier ist die Tatsache, die Excitebots mehr als jede Mechanik definiert. Trotz positiver Aufnahme durch die Kritiker wurde das Spiel nie außerhalb Nordamerikas in Geschäften verkauft.
Die Geschäftsführerin von Nintendo Australia, Rose Lappin, nannte den Grund direkt. Excitebots werde in Australien „aus Mangel an Interesse“ nicht erscheinen, sagte sie.
Japan bekam es schließlich doch, aber nicht in Geschäften. Das Spiel erschien dort im August 2011 unter dem Namen Excite Mou Machine und nur über Club Nintendo. Ein fünftes Spiel der Reihe, Excitebike: World Rally, kam 2009 für WiiWare heraus.
Das vierte Excite-Spiel ist also ein Wii-Titel mit einer vollständigen Einzelhandelsveröffentlichung, einer Wii-Wheel-Bundle-Option und 25 Strecken – und der größte Teil der Welt hatte kein Regal, in dem man es finden konnte.
Was die Zwei-Runden-Struktur tatsächlich bewirkt
Die Entscheidung für zwei Runden ist das Klügste an Excitebots, und es lohnt sich, genau zu sein, warum.
Lange Strecken plus kurze Rennen bedeuten, dass das Spiel einen ständig versorgen muss. Es bleibt keine Zeit, in einen Rhythmus zu finden und eine saubere Runde herunterzuspulen. Jeder Geländeabschnitt ist eine Chance zum Absprung, und die geländeverändernde Mechanik treibt das weiter voran – man kann den Boden vor sich umformen und die Bots vor sich in den Himmel schießen. Das ist ein Rennspiel, in dem die Führung nicht sicher ist und die Straße selbst eine Waffe ist.
Die Minispiele sind dünner. Tortenwerfen, Bowling und Fußball sind absichtlich kurz, und sie sitzen innerhalb des Rennens, statt es zu ersetzen. Sie sind Sternenspender mit einem angehängten Witz. Ob dieser Witz zündet, hängt davon ab, wie sehr man möchte, dass ein Rennspiel sich ständig selbst unterbricht.
Die obligatorische rote Stange ist die ehrliche Version davon. Sie garantiert, dass keine Strecke einen das Schwingen überspringen lässt. Nintendo und Monster Games zogen das durch.
Die Wertung
Excitebots: Trick Racing erhält 7,8 von 10 Punkten und entspricht damit dem veröffentlichten Kritikerdurchschnitt über fünf Publikationen.
Diese Zahl stimmt, und der Grund ist nicht die Trickliste. Die Trickliste ist wirklich gut. Höhe, Geländemanipulation, Rammen, der rote Balken – das ist ein Spiel mit einer klaren Vorstellung davon, was es sein will, und es setzt diese Vorstellung ohne Wenn und Aber um. Die Zwei-Runden-Struktur ist eine echte Designlösung für ein echtes Problem, und die Bewertung von S bis D gibt dem Ganzen ein Rückgrat. Man wird immer aufgefordert, mehr zu tun, als nur ins Ziel zu kommen.
Das Problem ist, dass Excitebots nie fair getestet wurde. Ein Spiel, das sich so sehr dem eigenen Seltsamen verschreibt, brauchte ein breites Publikum, das sich mit ihm auseinandersetzt, und es bekam Nordamerika und einen Club-Nintendo-Eintrag in Japan. Lappins Satz vom „mangelnden Interesse“ ist die ganze Geschichte seiner Reichweite. Man kann kein Interesse an einem Spiel wecken, das man nicht führt.
Die Minispiele sind die schwächere Hälfte – kurz, lustig und wieder vorbei, bevor sie sich entfalten. Die Tier-Roboter-Fahrzeuge sind eher ein Kostüm als ein Figurenensemble. Nichts davon bringt es zu Fall.
Was alles begrenzt, ist der Umfang. Excitebots ist eine Fortsetzung von Excite Truck, die bei Stunts und Stars noch eins draufsetzt, und das tut ihr gut. Es ist zugleich ein Spiel, das von den Spielern verlangte, sich für die seltsamere Option zu entscheiden statt für Mario Kart Wii, das ohnehin im selben Regal stand. Manche taten es. Die meisten bekamen nie die Chance.
Siebzehn Jahre später hält die Wertung bei 7,8 von 10. Das Spiel hätte eine breitere Veröffentlichung verdient gehabt, als es bekam, und das ist ein Vertriebsversagen, kein Designversagen.
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