„Gone in Sixty Seconds“ beginnt mit einer Prahlerei und einem Countdown. Memphis Raines, gespielt von Nicolas Cage, ist ein ehemaliger Autodieb, der in das Leben zurückgezogen wird, als sein Bruder Kip, gespielt von Giovanni Ribisi, einen Boost vermasselt. Die Schuld gehört nun dem Verbrecherboss Raymond Calitri, gespielt von Christopher Eccleston, und der Preis sind fünfzig Autos in einer Handvoll Nächte.
Trailer, via George M.c.
Memphis Raines und die fünfzig Autos
Das Setup ist sauber und uralt. Ein pensionierter Profi, ein leichtsinniger kleiner Bruder, ein Verbrecherboss mit einer Frist. Regisseur Dominic Sena und Drehbuchautor Scott Rosenberg tun nicht so, als wäre das etwas anderes. Sie legen die Regeln fest und lassen die Motoren laufen.
Cage spielt Memphis mit einem schläfrigen Drawl und einer schlechten Frisur, ein Mann, der lieber überall sonst wäre. Das funktioniert. Der Film ist am besten, wenn er den Job als Handwerk behandelt, nicht als Nervenkitzel.
Die Crew ist der wahre Motor des Films:
- Robert Duvall als Otto Halliwell, der alte Hase
- Angelina Jolie als Sara ‚Sway‘ Wayland
- Delroy Lindo als Det. Roland Castlebeck
- Chi McBride als Donny Astricky
- Scott Caan als Tumbler
Jeder bekommt einen Auftritt, und die meisten bekommen nur diesen. Duvall verleiht Otto ein Gewicht, das das Drehbuch nicht verdient. Lindos Detective ist das, was einem echten Antagonisten mit Dienstmarke am nächsten kommt.
Was die Verfolgung kostet
Der mittlere Abschnitt hängt durch. Fünfzig Autos sind eine Liste, keine Geschichte, und der Film hält immer wieder an, um Punkte abzuhaken. Timothy Olyphants Detective Drycoff und Will Pattons Atley Jackson tauchen auf und verschwinden wieder, ohne eine Spur zu hinterlassen. Der Tagline verspricht eiskalt und heiß verdrahtet. Der Film liefert oft heiß verdrahtet und selten eiskalt.
Ecclestons Calitri ist das schwache Glied. Er soll berüchtigt sein, aber er wirkt wie ein Mann in einem schönen Mantel, der zu viele Kriminalfilme gesehen hat. Die Bedrohung kommt nie an, also beißt die Deadline nie.
Was funktioniert, ist die Maschinerie. Die Verfolgungen sind praktisch, laut und lesbar. Sena inszeniert sie so, dass man folgen kann, wer wo ist und warum es wichtig ist. Das ist seltener, als es sein sollte, und deshalb hat der Film noch einen Puls.
Die Laufzeit beträgt 118 Minuten, und das merkt man. Kürze zwanzig, und das ist eine straffere Maschine.
„Gone in Sixty Seconds“ ist ein B-Movie mit einer A-Besetzung, und das weiß er. Die Prämisse ist dünn, der Bösewicht ist dünner, aber das Handwerk und die Verfolgungsarbeit halten die Sache zusammen. Es ist kein guter Film. Es ist ein anschaubarer, und manchmal ist das genug.
6,5 von 10.
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