„Full House“ lief acht Staffeln lang auf ABC, vom 22. September 1987 bis zum 23. Mai 1995. Das sind 192 Folgen einer Serie, die nie ein Kritikererfolg war.
Trailer, via SoulMediaDenmark.
Danny Tanners Haus in San Francisco
Jeff Franklin schuf die Sitcom für ABC. Die Prämisse: Nach dem Tod seiner Frau Pam holt Sportmoderator Danny Tanner seinen Schwager Jesse Katsopolis und seinen besten Freund aus Kindheitstagen, Joey Gladstone, zu sich, um ihm bei der Erziehung seiner drei Töchter in San Francisco zu helfen. Die Mädchen sind D.J., Stephanie und Michelle.
Bob Saget spielte Danny. John Stamos spielte Jesse. Dave Coulier spielte Joey. Candace Cameron Bure, Jodie Sweetin sowie Mary-Kate und Ashley Olsen spielten die Töchter.
Die erste Wahl der Produzenten für Danny war Saget, doch er war an CBS‘ The Morning Program gebunden. Stattdessen spielte John Posey Danny im unausgestrahlten Piloten.
Aus Jesse Cochran wird Jesse Katsopolis
Stamos wollte Berichten zufolge, dass seine Figur sein griechisches Erbe widerspiegelt, weshalb die Produzenten den Nachnamen ab der zweiten Staffel von Cochran in Katsopolis änderten. Aus Sicht dieser Zeitung ist das eine kleine Korrektur, die viel darüber aussagt, wie die Serie mit Problemen umging.
Lori Loughlin wurde 1988 für eine sechsteilige Romanze mit Jesse engagiert. Sie blieb bis zum Ende.
Die Brady Bunch der 1990er Jahre
Produzent Dennis Rinsler nannte „Full House“ „The Brady Bunch of the 1990s“. Coulier nannte es eine „G-rated dysfunctional family“. Beide Beschreibungen sind zutreffend, und keine von beiden ist ein Kompliment.
Die Serie war nie ein Kritikererfolg. Ab der zweiten Staffel war sie durchgehend in den Nielsen Top 30, und sie läuft noch immer in Syndication und international. Nach unserem Urteil sind Beliebtheit und Qualität zwei verschiedene Dinge, und diese Serie ist der Beweis.
Was tatsächlich Bestand hat – eine Rangfolge:
- Die Olsen-Zwillinge wurden in den Staffeln zwei bis sieben gemeinsam als „Mary Kate Ashley Olsen“ genannt, weil die Produzenten nicht wollten, dass das Publikum erfuhr, dass Michelle von Zwillingen gespielt wurde.
- Loughlins auf sechs Folgen angelegte Verpflichtung wurde zu einer dauerhaften Besetzung.
- Der Ruf der Serie beruht auf Wiederholungen, nicht auf den ursprünglichen Kritiken.
Was die Wiederholungen beweisen
Die Fortsetzung „Fuller House“ startete im Februar 2016 auf Netflix und lief fünf Staffeln lang, bis sie im Juni 2020 endete. Die Quelle sagt nicht, wie viele Zuschauer ihr dorthin folgten.
Unser Fazit: „Full House“ funktionierte als Trost, nicht als Komödie. Ihr Handwerk war dünn. Ihre Wirkung war real. Das sind zwei verschiedene Tatsachen, und die zweite ist der Grund, warum sie so lange Bestand hatte.
WICHTIGE FAKTEN – Sender: ABC – Erste Ausstrahlung: 22. September 1987 – Letzte Ausstrahlung: 23. Mai 1995 – Staffeln: 8 – Folgen: 192 – Metacritic: 31/100 – Unsere Wertung: 3,1/10
3,1 von 10
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