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Die Zeitrücklauf-Mechanik hob Sine Moras Shmup von 2012 von anderen ab

Sine Mora Test: Grasshopper Manufactures zeitverzerrendes Shmup überzeugt noch immer, von seiner Multiplikator-Risikomechanik bis zu Akira Yamaokas Soundtrack.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A vessel glides above a sea of enemies, its meter glowing like a fleeting hour.

Sine Mora beginnt mit einem Planeten, der nicht stillstehen kann. Seols Kruste ist so instabil, dass Beben ihre Geografie in kurzer Zeit umformen, was eine treffende Metapher für ein Spiel ist, das ständig seine eigenen Regeln neu ordnet. Digital Reality und Grasshopper Manufacture bauten einen horizontalen Shooter um die Zeit selbst, und das Ergebnis hält sich besser als die meisten seiner Mitstreiter von 2012.

Trailer, via DigitalRealityGames.

Das Layil-Imperium und das Projekt

Der Schauplatz ist ein langer Krieg zwischen dem diktatorischen Layil-Imperium und dem Atarach-Königreich der Enkie-Rasse. Die Enkie können sich selbst und Objekte an jeden Punkt der Vergangenheit oder Zukunft bewegen. Das Imperium antwortet mit „The Project“, einer Maschine, die den Zeitfluss eines Ziels beschleunigt, bis es aus der Existenz gelöscht ist. Sie ist in der schwebenden Festungsstadt Siriad untergebracht und nutzt jedes militärische Fahrzeug der Layil als Relais, sodass sie nicht wirksam außer Betrieb gesetzt werden kann.

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Das ist eine saubere Design-Logik: Die Waffe hat keinen einzelnen Ausschalter.

Ronotra Koss und der hingerichtete Pilot

Die Geschichte erzählt zwei Handlungen in verschiedenen Epochen. Ein trauernder Vater jagt das Imperium, das seinen Sohn hingerichtet hat, einen Bomberpiloten, der sich weigerte, eine Nuklearwaffe auf die Enkie abzuwerfen. Die letzten überlebenden Enkie führen eigene verzweifelte Angriffe durch. Die Level besuchen dieselben Orte in sichtbar unterschiedlichen Zuständen erneut.

Sine Mora ist ein horizontaler Shoot’em up, der eine einzigartige Sicht auf die Herausforderung bietet, bei der die Zeit der ultimative Faktor ist.

Kritiker fanden die Geschichte verwirrend, und diese Beschwerde ist berechtigt — die parallelen Zeitlinien verlangen eine Aufmerksamkeit, die das Genre selten fordert. Doch die Verwirrung ist strukturell, nicht nachlässig.

Vier Schwierigkeitsgrade, vier Modi

Das Spiel kommt mit echter Bandbreite für einen Shmup:

  • Schwierigkeitsgrade Normal, herausfordernd, hart und wahnsinnig
  • Story-, Arcade-, Score-Attack- und Boss-Training-Modus
  • Acht Continues im Standardmodus, fünf im Insane-Modus
  • Über 50 Waffenkombinationen

Normal reduziert die Waffen auf dem Bildschirm; Insane ist für Genre-Veteranen gemacht und überflutet den Bildschirm. Der Story-Modus trägt die Handlung und schaltet eine alternative frei, wenn man Level auf höheren Schwierigkeitsgraden abschließt. Arcade entfernt die Zwischensequenzen und begrenzt auf drei Continues.

Die Zeit ist die Waffe

Sine Mora bedeutet „ohne Verzögerung“, und die Mechanik macht dem Namen alle Ehre. Aufeinanderfolgende Kills mit der Primärwaffe erhöhen den Punkte-Multiplikator. Die Verwendung der Sekundärwaffe oder die Manipulation der Zeit setzt ihn zurück. Diese eine Regel verwandelt jeden Bildschirm in eine Verhandlung: Verbrenne dein Sicherheitsnetz oder schütze deine Punktzahl.

Die 2,5D-Präsentation beschränkt das Spiel auf zwei Achsen, während die Welt in 3D gerendert wird, und Zwischensequenzen an Schlüsselpunkten bewegen Kamera und Flugzeug, oft in eine neue Perspektive für einen Bosskampf. Der Dieselpunk-Look und die anthropomorphe Besetzung machen es unverwechselbar.

Akira Yamaoka und Mahiro Maeda

Der Soundtrack stammt von Akira Yamaoka, und Mahiro Maeda entwarf die Bosse. Beide Nennungen sind wichtig. Yamaokas Musik verleiht dem düsteren Material Gewicht, und Maedas Bossdesigns geben den Kameraübergängen etwas, das es wert ist, ins Bild gesetzt zu werden. Die Optik wurde bei Erscheinen gelobt, und sie hat gut gealtert.

Sine Mora EX und was danach kam

THQ Nordic kündigte Sine Mora EX am 3. März 2017 an, ein Überraschungsdebüt auf der PAX East. Die erweiterte Version erschien am 8. August 2017 für Nintendo Switch, PlayStation 4, Windows und Xbox One, wobei die Switch-Version am 26. September in Nordamerika und am 10. Oktober in Europa folgte. Sine Mora erschien erstmals am 21. März 2012 für Xbox 360 über Xbox Live Arcade, dann am 20. November 2012 für PlayStation 3 und PlayStation Vita, am 16. Juli 2013 für iOS und am 13. August 2013 für Ouya.

Das Urteil über Seol

Die Zeitmechanik ist das ganze Argument, und sie ist ein gutes. Die meisten Shooter verlangen, dass man überlebt; Sine Mora verlangt, dass man entscheidet, was das Überleben kostet, und stellt einem dann die Rechnung für die Antwort. Das Zurücksetzen des Multiplikators ist die schärfste Idee hier — sie macht die stärksten Werkzeuge zu einer Steuer.

Die Geschichte ist das schwache Glied. Zwei Zeitlinien, ein trauernder Vater und eine sterbende Rasse, und das Spiel schafft es nie ganz, den emotionalen Fall zu belegen, den seine Prämisse verspricht. Die Verwirrung, die Kritiker anmerkten, ist ein realer Preis, kein Abzeichen von Ambition.

Was es rettet, ist das Spiel. Vier Schwierigkeitsgrade, vier Modi und Dutzende Waffenkombinationen geben dem Spiel einen langen Atem, und die Bosskämpfe rechtfertigen die filmische Kameraführung. Sine Mora ist ein Shooter, der seinem eigenen Gimmick genug vertraut, um alles darum herum aufzubauen, und dieses Vertrauen zahlt sich aus.

8,5 von 10

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