Jon Hamm spielt einen Nachrichtenmann, der in „American Hostage“ in eine reale Entführung gerät, und das Ergebnis ist ein Kriminalthriller, der seinen 1970er-Jahre-Hintergrund und seine Schauspieler würdigt. Die Serie, die auf einem gleichnamigen Podcast basiert, erzählt die Geschichte von Tony Kiritsis, einem Mann aus Indianapolis, der seinen Hypothekenvermittler im Februar 1977 entführte. Die Krise entfaltet sich über 63 Stunden, und das Drama konzentriert sich auf Fred Heckman, den lokalen Radiosender, den Tony live sprechen möchte.
Hamm spielt Heckman und übernimmt damit die Rolle, die er bereits im Podcast spielte. An seiner Seite sind Giovanni Ribisi als Tony Kiritsis und Kristoffer Polaha als Dick Hall, der als Geisel festgehalten wird.
Die Geschichte hinter der Serie
Im Februar 1977 entführte Tony Kiritsis seinen Hypothekenvermittler Dick Hall. Der Vorfall erregte die Aufmerksamkeit der Einwohner von Indianapolis, und der Fall verblasste in der Geschichte, obwohl er damals landesweite Schlagzeilen machte. Die Podcast-Version von „American Hostage“ spielte Jon Hamm und wurde 2022 wiederaufgenommen.
Die Serie schildert die Geiselnahme, während sie sich über 63 Stunden entfaltet. Fred Heckman, ein lokaler Radiosender, wird zur zentralen Figur, als Tony darauf besteht, dass er mit ihm sprechen muss. Die Serie verwendet Split-Screen-Schnitttechnik, um die Auswirkungen der Gespräche auf alle um ihn herum zu zeigen, von den Station Mitarbeitern über die Polizei bis hin zu Tonys Familie.
Hamm und Ribisi tragen die Last
Hamm bringt seine Autorität in die Rolle des Fred Heckman ein, eines Mannes, der einen Kodex journalistischer Integrität hat. Der Charakter sei kein Don Draper, so der Kritiker, und Freds Pflicht gegenüber den Nachrichten schwindet, während die Krise andauert. Er hatte nicht darum gebeten, Teil der Geschichte zu werden, aber er findet sich nicht in der Lage wieder, sie zu stoppen.
Eine von Hamm’s besten Szenen kommt am Ende von Episode 4. Fred, mit seiner ruhigsten Stimme, verrät ein verheerendes Familiengeheimnis in der Luft, während er versucht, Tony zu beruhigen. Es ist ein zutiefst bewegender Moment, und er funktioniert dank von Hamm’s Zurückhaltung.
Ribisi verkörpert Tony Kiritsis als einen Mann, der an seine Grenzen getrieben wird. Er ist paranoid und unberechenbar, was die Zuschauer in Atem hält, ob sie die Geschichte kennen oder nicht. Doch es ist schwer, ihm nicht die Daumen zu drücken, besonders wenn er wie ein Opfer von Großwirtschaft und einem System erscheint, das ihm keine faire Chance gegeben hat. Ribisi findet einen perfekten Ausgleich zwischen großartig, verrückt und einfühlsam.
Das unterstützende Ensemble rundet die Staffel ab.
Die erweiterte Laufzeit der Serie ermöglicht eine tiefere Charakterentwicklung. Freds Frau Barbara wird von Mireille Enos gespielt, und seine Kollegen Ben Hairston und Ginny werden von William Jackson Harper und June Laporte gespielt. Harper sticht als Gegenstück zu Fred während der gesamten Staffel hervor und stellt seine Unparteilichkeit in Frage, während sich die Situation fortsetzt.
Durch Rückblenden sehen die Zuschauer, wie Hairston zu seiner eigenen Persönlichkeit heranwächst, als einer der wenigen Journalisten of Color im Newsroom. Als Fred vorübergehend von WIBC abgesetzt wird, bietet Ben einen stabileren Führungsanspruch als Stationsmanager Jerry Morris.
Die Serie erkundet auch die Geschlechterpolitik der Ära. Charaktere wie Ginny, Barbara und Dicks Frau spiegeln die Frauenbefreiungsbewegung der Zeit wider. Ginnys Storyline beleuchtet subtile Arbeitsplatzdiskriminierung, als eine von ihr bearbeitete Nachrichtengeschichte von Fred im letzten Moment abgesagt wird, bevor sie auf Sendung gehen soll. Barbara und Ibby bauen im Laufe der außergewöhnlichen Situation eine Verbindung auf, wobei Barbara die Einzige ist, die mit Ibby in Kontakt treten kann, während ihr entfremdeter Ehemann als Geisel festgehalten wird.
Wie die Serie ihre Welt aufbaut
Der Schnittstil der Serie ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Identität. Der Soundtrack greift oft einen ’70er-Jahre-Drum-Groove auf, und der Schnitt beinhaltet geteilte Bildschirme, die Freds und Tonys Szenen über das Radio zusammenbringen. Die Technik zeigt die Reaktionen von Freds Stationsmitarbeitern, den Polizisten und Tonys Familienmitgliedern in der Nähe.
Es ist nicht nur eine stilistische Wahl. Die geteilten Frames kommunizieren die Welleneffekte, die Tonys und Freds Gespräche auf das umliegende Publikum haben. Die Serie verwendet auch Rückblenden, um die Vergangenheit der Charaktere zu erkunden, darunter wie Hairston zu seiner Rolle als Journalist of Color heranwuchs.
| Element | Podcast-Version | TV-Version |
|---|---|---|
| Laufzeit | Ungefähr 30 Minuten pro Episode) | Etwa 50 Minuten pro Folge) |
| Format) | Audio-only) | Audio- und visuelles Geschichtenerzählen) |
| Hauptdarsteller) | Jon Hamm) | Jon Hamm) |
| Medium) | Podcast) | Streaming-Serie) |
Eine packende Geschichte ohne lose Enden)
American Hostage ist eine Anthologie-Serie wie „True Detective“, wobei jede Staffel eine vollständige Geschichte erzählt. Die erste Staffel liefert eine komplette Erzählung ohne allzu viele offene Fäden. Dieser Ansatz wirkt sich positiv auf die Serie aus, was ihr einen klaren Bogen von Anfang bis Ende verleiht.
Der Schwung bleibt konstant, selbst wenn die Serie für Rückblenden oder ergreifende Szenen langsamer wird. Der Kriminalthriller bleibt durchweg fesselnd, und die zusätzliche Laufzeit zahlt sich aus, indem sie reichhaltigere Charakterentwicklungen ermöglicht.
Was die Kritik sagt
Collider argumentiert, dass die Serie dank überzeugender Hauptdarsteller, eines starken Nebencast und stilvollem Schnitt Erfolg hat. Die Kritik lobt die Leistungen von Hamm und Ribisi einzeln, stellt aber auch fest, dass sie gemeinsam am besten sind, ob persönlich oder am Telefonende.
Die Kritik weist auch darauf hin, dass einige True-Crime-Podcasts den Sprung ins Fernsehen erfolgreich gemeistert haben, wobei „The Dropout“ als Beispiel genannt wird. Andere, wie „WeCrashed“, waren weniger erfolgreich. „American Hostage“ fällt in die erstgenannte Kategorie.
Eine fesselnde wahre Geschichte
Die Geschichte von Tony Kiritsis ist real, und die Serie geht respektvoll damit um. Die Podcast-Version hielt die Geschichte straff, aber die TV-Version erweitert sie und bewahrt gleichzeitig die Spannung. Die Serie gleicht das Drama der Geiselnahme mit den persönlichen Einsätzen für alle Beteiligten aus.
Fred Heckmans Rolle als vertrauenswürdige Stimme in den lokalen Nachrichten ist zentral für die Handlung. Tony möchte, dass seine Geschichte von der vertrauenswürdigsten Stimme erzählt wird, und Fred wird zu dieser Stimme. Die Serie beleuchtet die ethischen Dilemmata, die mit dieser Verantwortung einhergehen.
Das letzte Wort über die Staffel
„American Hostage“ ist eine würdige Adaption einer fesselnden wahren Geschichte. Die Leistungen von Hamm und Ribisi sind exzellent, und der Schnitt ist markant. Die Serie respektiert ihr Setting der 1970er Jahre, während sie eine fesselnde Kriminalgeschichte erzählt.
Die Staffel liefert eine komplette Geschichte ohne allzu viele lose Enden. Es ist ein starker Einstieg in das True-Crime-Anthologieformat und setzt einen hohen Standard für zukünftige Staffeln.
Key Facts Box – Geschichte: Basierend auf dem gleichnamigen Podcast aus dem Jahr 2022 – Zeitraum: Februar 1977, Indianapolis – Laufzeit: Ungefähr 50 Minuten pro Episode – Streaming-Plattform: MGM+ – Hauptdarsteller: Jon Hamm als Fred Heckman, Giovanni Ribisi als Tony Kiritsis – Nebenbesetzung: Mireille Enos als Barbara, William Jackson Harper als Ben Hairston, June Laporte als Ginny )
Die Serie ist eine Erinnerung daran, dass True-Crime-Geschichten mit Stil und Substanz erzählt werden können. Sie respektiert das Originalmaterial und erweitert es für ein neues Medium. Die schauspielerischen Leistungen sind stark, der Schnitt ist markant, und die Geschichte ist fesselnd. )
Quelle: „‚Mad Men‘ trifft ‚True Detective‘ in Jons Hamm’s neuestem Krimi-Thriller | Review“, Collider. )
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