PlayStation VR Worlds ist ein Sprungbrett, kein Ziel. Sonys 2016er-Kompilation wirft Spieler in fünf unterschiedliche Erlebnisse, die für das PlayStation VR-Headset entwickelt wurden, und das Ergebnis fühlt sich mehr wie eine Technologie-Demo als ein vollwertiges Spiel an. Die Sammlung lässt sich am besten als Kostprobe verstehen: mundgerechte Portionen verschiedener Genres, die jeweils dazu dienen sollen, zu zeigen, was PSVR leisten kann, anstatt die Aufmerksamkeit eines Spielers lange zu fesseln. Die Ambition ist klar, aber die Umsetzung fällt oft zu kurz.
Trailer, via IGDBcom.
Die fünf Erlebnisse
Das Spiel teilt seinen Inhalt auf fünf separate Erlebnisse auf, jedes mit seinem eigenen Genre und seiner eigenen Umgebung. Die Auswahl umfasst Sport, Shooter, Simulation, Action und Rennen und vermittelt den Spielern einen breiten Überblick darüber, was PSVR bieten könnte. Diese Vielfalt ist die Stärke des Pakets. Es ist aber auch die Schwäche.
- Danger Ball — ein Sportspiel, bei dem Spieler einen Ball an eine Wand oder gegen einen Gegner schlagen.
- London Heist — ein First-Person-Shooter rund um den Diebstahl eines Diamanten.
- Ocean Descent — eine Simulation des Abstiegs in den Ozean.
- Scavenger’s Odyssey — ein Actionspiel, das im Weltraum angesiedelt ist.
- VR Luge — ein Rennspiel auf einem Straßenschlitten.
Jedes Erlebnis bietet mehrere Modi, und die Sammlung als Ganzes ist kurz. Spieler werden diese Welten schnell durchlaufen, und die Kürze ist ein zweischneidiges Schwert: sie hält das Paket zugänglich, schränkt aber auch die Tiefe eines einzelnen Erlebnisses ein.
London Heist Sticht heraus
Unter den fünf Erlebnissen sticht London Heist als herausragendes Erlebnis hervor. Es ist ein First-Person-Shooter, der Spieler in die Rolle eines Gangsters versetzt, der mit dem Diebstahl eines Diamanten beauftragt ist, und bietet sowohl einen Haupt-Story-Modus als auch einen Schießstand zum Üben. Der Modus ist kurz, aber er ist auch fokussiert und gut getimt, und er zeigt ein klares Verständnis davon, was in einem VR-Shooter funktioniert.
Die anderen Erfahrungen sind weniger erfolgreich. Danger Ball, Ocean Descent, Scavenger’s Odyssey und VR Luge fühlen sich eher wie Prototypen als wie fertige Spiele an. Sie machen kurzweilig Spaß, aber es fehlt ihnen an der Veredelung, die sie langfristig fesselnd machen würde.
Das Preblema
Zum Start hatte PlayStation VR Worlds einen hohen Preis im Verhältnis zu seinem Inhalt. Das Spiel wurde zusammen mit dem PSVR-Headset selbst veröffentlicht, und die Kombination wurde zu einem Premiumpreis angeboten. Die Kritik damals konzentrierte sich auf diesen Preis, und es ist auch heute noch ein berechtigter Punkt. Eine Sammlung dieser Art sollte nicht so viel kosten wie ein vollständiges Spiel, und die Lücke zwischen dem, was angeboten und was berechnet wird, war das größte Problem der Kritiker.
Die kurze Laufzeit des Pakets verschärft dieses Problem. Spieler verbringen ein paar Minuten mit jeder Erfahrung, bevor sie weitermachen, und die Sammlung gibt selten jemandem genug Zeit, sich in eine der Welten einzuleben. Die Kürze ist zwar eine Art Feature, da sie bedeutet, dass das Spiel leicht anzuspielen und abzulegen ist, aber sie bedeutet auch, dass es wenig Gründe gibt, zurückzukehren, sobald die Neuheit verflogen ist.
Was funktioniert, was nicht
Die Stärken von PlayStation VR Worlds sind die Vielfalt und die technische Ambition. Das Spiel ist eine Demonstration dafür, was PSVR kann, und es gelingt ihm, diese Fähigkeiten zu demonstrieren. Die Schwächen sind die Länge und der Mangel an Veredelung. Die Erfahrungen sind rau um die Kanten herum, und der Schießstand in London Heist ist das klarste Beispiel für einen Modus, der unfertig anstatt verfeinert wirkt.
Das Rennen in VR Luge ist kurzzeitig schnell und aufregend, aber die Strecken sind kurz und der Schwierigkeitsgrad steigt plötzlich ohne Vorwarnung an. Die Simulation von Ocean Descent ist wunderschön, aber die Haiattacke wirkt wie angenäht anstatt integriert. Der Weltraumkampf in Scavenger’s Odyssey ist chaotisch und unterhaltsam, aber die Fahrzeugsteuerung ist inkonsistent und die Ziele sind vage. Keiner dieser Probleme versenkt das Spiel, aber keiner von ihnen hebt es auch hervor.
Das Urteil
PlayStation VR Worlds ist ein brauchbarer Einstieg, aber ein Einstieg, der nie so recht ankommt. Die Sammlung ist ein nützliches Werkzeug für alle, die neugierig auf die Möglichkeiten von PSVR sind, und der London Heist Modus ist besonders einen Spiel durchführen wert. Darüber hinaus ist das Paket dünn und überteuert, und die Kürze, die es einfach ausprobierbar macht, macht es auch einfach, es zu vergessen.
Sony versuchte, mit zu wenig zu viel zu erreichen, und das Ergebnis ist eine Sammlung, die selbst nach Abschluss unfertig wirkt. Das Spiel ist nicht kaputt und auch nicht wertlos. Es rechtfertigt schlichtweg weder seinen Preis noch seine Länge.
Wertung: 6 von 10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





