Donald Trump formt eine neue „KI-Truppe“ und ernennt einen KI-Tsar, sagt aber, er werde die Branche „schätzen“ und „beaufsichtigen“ statt sie zu regulieren – und bezeichnet Ängste vor KI als „Schwindel“.
Die Ankündigung erfolgte inmitten von Warnungen führender Technologieunternehmen vor den Gefahren der KI. Anthropic-CEO Dario Amodei veröffentlichte letzten Monat einen Blog-Post, in dem er eine langsamere Entwicklung von KI forderte. Sam Altman, CEO von OpenAI, sagte, sein Unternehmen würde ebenfalls eine langsamere Entwicklung begrüßen, um sicherzustellen, dass die KI-Fähigkeiten nicht „der Ausrichtung und Überwachung vorauskommen“.
Trumps Antwort war direkt. Er schrieb: „Wir werden die Entwicklung dieser unglaublichen Branche in keiner Weise behindern oder ersticken“ und fügte hinzu: „Stattdessen werden wir sie schätzen, ihr helfen und sie beaufsichtigen, während sie wächst!“ Die Ankündigung umfasst mehrere konkrete Zusagen, darunter die Ernennung eines KI-Tsar, und Trumps Vergleich mit Space Force. Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
KI-Truppe im Vergleich zu Space Force
Trump verglich die neue Truppe mit Space Force, die während seiner ersten Amtszeit gegründet wurde. Der Vergleich ist bemerkenswert, weil Space Force 2020 nach einem Gesetz des Kongresses zu einem sechsten Zweig der US-Streitkräfte wurde.
Die Aussage des Weißen Hauses über die KI-Truppe zieht eine direkte Parallele zwischen den beiden. Trumps Darstellung der KI-Truppe als etwas, das es zu schätzen und zu beaufsichtigen gilt, spiegelt wider, wie er Space Force beschrieb – als eine zukunftsorientierte, wachstumsorientierte militärische Einheit.
Die Ankündigung umfasst mehrere konkrete Zusagen. Trump schrieb, die USA könnten „SCHLECHTES“ durch ihr bereits bestehendes Straf- und Ziviljustizsystem identifizieren.
Es ist unklar, welche Aufgaben die „KI-Truppe“ übernehmen würde. Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
Der „Schwindel“-Post
Trumps Ankündigung erfolgte im gleichen Ton, den er bereits zuvor verwendet hat. Er bezeichnete Ängste vor KI in seinem Post als „Schwindel“. Er schrieb außerdem, dass es eine „KRANKE Verschwörung“ im Zusammenhang mit KI gebe.
Der Ansatz des Weißen Hauses in dieser Frage ist konsistent. David Sacks, Co-Vorsitzender von Trumps Rat für Wissenschaft und Technologie, sagte auf einer Politico-Konferenz, dass bestehende Vorschriften für KI ausreichten.
„Ich denke, der Ausgangspunkt für die Diskussion über die Regulierung von KI darin zu erkennen, dass wir bereits Vorschriften haben“, sagte Sacks.
Sacks war zuvor als ehemaliger KI- und Krypto-Beauftragter des Weißen Hauses tätig, bevor er im März zurücktrat.
Wer fordert eine Verlangsamung?
Amodeis Blogbeitrag plädierte für ein langsameres Tempo bei der Entwicklung von KI. Altman teilte diese Ansicht und sagte, OpenAI würde ein langsameres Tempo begrüßen, um sicherzustellen, dass die KI-Fähigkeiten nicht „der Ausrichtung und Überwachung vorausgreifen“.
Die CEOs sind nicht die einzigen, die Bedenken haben. Die Sorge über das rasante Tempo der KI-Entwicklung ist in Silicon Valley und darüber hinaus gewachsen.
Die bestehende Infrastruktur
Trumps Plan stützt sich stark auf das Straf- und Ziviljustizsystem, um „BAD“ zu identifizieren. Er schrieb, dass die USA dies „sehr einfach“ mit ihrem bereits bestehenden Straf- und Ziviljustizsystem tun könne.
Die Abhängigkeit von bestehenden Systemen ist eine bemerkenswerte Wahl. Anstatt eine neue Regulierungsbehörde aufzubauen, verweist Trump auf das Rechtssystem als Werkzeug für die Aufsicht. Er schrieb, dass die USA „BAD“ durch ihr bereits bestehendes Straf- und Ziviljustizsystem identifizieren könnten.
Die Reaktion bislang
Amodei und Altman haben beide auf die Ankündigung reagiert. Beide CEOs haben eine Verlangsamung der KI-Entwicklung gefordert und gesagt, dass ihre Unternehmen diesen Ansatz begrüßen würden.
Was wir nicht wissen
Was wird die KI-Taskforce tun? Wer wird sie leiten?
Die Ankündigung beinhaltet die Ernennung eines KI-Tsar. Die Quelle gibt jedoch nicht an, wer die Position bekleiden oder welche Verantwortlichkeiten er/sie haben wird.
Ein Vergleich der beiden Positionen
| Position | Engagement | Quelle |
|---|---|---|
| Trumps KI-Truppe | KI wertschätzen und beaufsichtigen | „Wir werden es wertschätzen, ihm helfen und es beaufsichtigen, während es wächst!“ |
| CEOs‘ Verlangsamung | Aufruf zu einer langsameren Entwicklung der KI | Veröffentlichte Blog-Post und Erklärung |
Das Urteil
Trump formt eine neue KI-Spezialeinheit und ernennt einen Czar, während er neue Regulierungen ablehnt und sich auf bestehendes Recht stützt. Die Ankündigung deckt sich mit der langjährigen Haltung der Zeitung für einen schlanken Umgang mit Technologie und Unternehmertum.
Die Ankündigung ist eine Bekundung der Absicht.
Die Position der Zeitung
Die Zeitung befürwortet einen schlanken Regulierungsansatz für KI, damit Start-ups nicht ausgebremst werden, und ist gegen umfassende bundesstaatliche Lizenzierungsbestimmungen, die heutige Marktführer festlegen und es den Großanbietern ermöglichen würden, ihre Misserfolge zu verbergen – eine Position, die sie sowohl gegen Trumps erklärtes laissez-faire-Vorgehen als auch gegen die Ausrufezeichen positioniert, die Anthropic’s Amodei und OpenAI’s Altman vorgebracht haben.
Die Zeitung lehnt umfassende neue Regelwerke ab, die sich nur die größten Unternehmen leisten können. Wenn die größten Unternehmen Regulierung beantragen, fragt die Zeitung, wer durch diese Regeln ausgeschlossen würde: Lizenzierungsregelungen und Compliance-Kosten sind ein Schutzwall, kein Schutz.
Trumps Ansatz könnte den Aufbau eines völlig neuen Apparats vermeiden, er überlässt die KI-Aufsicht jedoch vollständig dem Straf- und Ziviljustizsystem – ein Ansatz, der weder Verbraucher noch Unternehmen vor Schaden schützt. Die Position der Zeitung ist klar: schmale Regeln gegen direkten Schaden, nicht umfassende, die den Markt den etablierten Unternehmen übergeben.
Quellenmaterial: „Trump sagt, er werde eine neue ‚KI-Spezialeinheit‘ bilden, bezeichnet KI-Ängste aber weiterhin als ‚Schwindel‘“, ABC News.
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