Staffel 4 von Ted Lasso hat die ersten Episoden damit verbracht, langsam voranzukommen, und hat nun endlich in einer einzigen Stunde zwei große Enthüllungen gebracht. Roy und Keeley erwarten ein Baby. Und Mae, die Pub-Besitzerin, die seit Beginn der Serie dabei ist, stirbt.
Die Episode mit dem Titel „Mae Rides The Bus“ versucht, beides gleichzeitig zu erreichen. Dabei scheitert sie an beiden Versuchen.
Keeley findet heraus, dass sie schwanger ist
Die Staffel hat Wochen damit verbracht, die Idee zu verfolgen, dass Roy und Keeley wieder zusammenkommen. Sie sind endlich wieder vereint worden, allerdings hat die Serie diesen Moment nicht atmen lassen. Nun entdeckt Keeley in „Mae Rides The Bus“, dass sie schwanger ist.
„Für zusätzlichen Glanz bricht sie sogar während des Spiels zusammen – ein deutliches Zeichen dafür, was bevorsteht, was die Vorbereitung zunichte macht, auf die Ted Lasso mit der Enthüllung später aufbauen wollte.“
Das Ohnmächtigwerden geschieht während des Spiels. Es ist ein deutliches Signal, dass das Publikum die Enthüllung verstehen soll, die folgt. Aber das Tempo ist so schlecht, dass die Enthüllung trotzdem ihre Wirkung verliert. Bis Keeley Roy am Ende der Episode davon erzählt, fühlt sich der Moment gehetzt anstatt verdient.
Die Nachricht über die Schwangerschaft kommt zu spät
Die Episode beginnt etwa zwei Monate nachdem Roy und Keeley wieder vereint sind. Aber die Serie zeigt sie nicht dabei, wie sie diese Zeit meistern. Sie springt zum Ergebnis, was bedeutet, dass das Publikum die Mitte der Geschichte verpasst.
Keeley hat mehrere Schwangerschaftstests gemacht, um das Ergebnis zu bestätigen. Sie erzählt Rebecca davon bei einem Mittagessen in einer schönen Szene und flüstert es Roy am Ende zu. Seine Reaktion: es ist das Beste, was er je gehört hat, gefolgt von einem Kuss.
Es ist süß. Es ist auch frustrierend. Roy und Keeley waren drei Jahre getrennt. Ihr Wiedersehen verdient mehr als ein Flüstern und eine kurze Montage von Rückblenden.
Maes langer Abschied
Der andere große Handlungsstrang dreht sich um Mae, die Pub-Besitzerin, die zu Teds Vermieterin und Mentorin von Henry geworden ist. Die Episode macht deutlich, warum sie sich für Fußball interessiert: Sie wollte selbst den Sport ausüben, wurde aber nie die Chance dazu gegeben.
Das Hintergrundwissen erklärt ihre Unterstützung für die Lady Greyhounds. Es macht die Entscheidung, sie zu töten, jedoch auch manipulativ.
Ted bietet Mae eine Fahrt mit dem Team-Bus nach Bristol zu dem neuesten Spiel der Greyhounds an. Das Team ist verzweifelt, nach einer Niederlagenserie infolge Gemmas Verletzung, zu gewinnen. Mae verbindet sich auf dem Weg mit den Spielern, und die Episode verbringt Zeit damit, zu zeigen, wie viel sie in ihren Erfolg investiert hat.
Dann stirbt Mae nach dem Sieg des Teams auf den Rängen.
Die Zelda-Aktien-Handlungsstrang
Während all das geschieht, versucht die Serie auch, den Zelda-Aktien-Handlungsstrang zu lösen. Zelda kauft Anteile an AFC Richmond auf, und Rebecca und Higgins sind noch dabei, herauszufinden, was sie dagegen tun sollen.
Das Tempo-Problem ist hier offensichtlich. Gemma ist nach ihrer Verletzung zurückgekehrt, Keeley ist schwanger, und die Greyhounds bestreiten ein entscheidendes Spiel – und doch sind Rebecca und Higgins noch dabei, Zeldas Beteiligung zu verfolgen.
Sie vermuten immer noch, dass es Rupert ist, dessen Anwälte seine Beteiligung abstreiten. Rebecca sollte misstrauisch gegenüber Zelda sein, die scheinbar wann immer es ihr gefällt, in ihr Büro platzt. Das Ganze ergibt einfach keinen Sinn.
Traceys Ullmans Darstellung als Zelda wird als viel zu überzeichnet beschrieben. Es ist störend, und es ist unklar, ob sie dauerhaft hier ist.
Das Fußballspiel liefert endlich
Zumindest ist der Fußball selbst spannend anzusehen. Die Episode benutzt einen Mini-Zeitvorsprung, um zu zeigen, wie Gemma, die teilweise geheilt ist, dem Team ein wenig hilft. Ihre verletzte Knieverletzung fühlte sich letzte Woche wie ein Weltuntergang für die Greyhounds an, aber das Spiel dieser Woche ist fesselnd.
Alice konzentriert sich darauf, Shannon während des Spiels zu trainieren.
Eine chaotische Episode
Das Problem ist, dass die Episode versucht, zu viel in einer Stunde zu unterbringen. Sie beinhaltet die Enthüllung einer Schwangerschaft, den Tod eines geliebten Charakters und eine komplizierte Geschäftshandlung – und das alles bei einem schrecklichen Tempo.
Wenn die Autoren irgendeinen Sinn für den Weg gehabt hätten, den Roy und Keeley einschlagen, hätten sie einen Weg gefunden, ihr Wiedersehen verdient wirken zu lassen. Stattdessen zog die Serie die Kommunikationsprobleme über Wochen in die Länge, nur um den Lohn zu überstürzen.
Das Gleiche passiert mit Mae. Die Episode baut sie lange auf, nur um sie in den letzten Minuten zu töten. Es ist ein wohlverdienter Moment in der Sonne für Annette Badland, die seit Beginn der Serie dabei ist und eine großartige Schauspielerin ist. Aber die Ausführung ist unvollständig.
Warum diese Episode nicht funktionierte
Das Chaos ist wahrscheinlich ein Symptom dafür, dass die Serie aus der Zeit läuft. Die Autoren haben vielleicht zu spät realisiert, dass sie nur noch so wenige Episoden übrig haben, und das Ergebnis ist eine unvollständige, chaotische Episode.
Es ist frustrierend, weil die Serie die Zutaten für ein großartiges Finale hat. Roys und Keeleys Baby, der Kampf um die Zelda-Anteile – das sind alles fesselnde Handlungsstränge. Aber die Ausführung ist schlampig.
Der Titel der Episode, „Mae Rides The Bus“, ist ein Hinweis. Mae fährt mit dem Bus, und dann stirbt sie. Es ist ein düsterer Witz, und er zündet nicht.
Was als Nächstes passiert
Die Baby-Nachricht wird Roys und Keeleys Leben verändern. Zelda kauft Anteile auf.
Aber nach „Mae Rides The Bus“ hat die Serie etwas Schwung verloren. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst eine gute Prämisse gutes Schreiben benötigt, um sie zu tragen.
Die Serie war in der gesamten 4. Staffel uneinheitlich. Manche Episoden funktionieren, andere verfehlen ihr Ziel. Diese hat versagt.
Faktenbox
- Episode: „Mae Rides The Bus“
- Wichtige Enthüllungen: Keeley ist schwanger, Mae stirbt
- Tempo: Wurde als „schrecklich“ beschrieben
- Showrunner: Werden in der Kritik nicht genannt
Der Titel der Kritik fasst es zusammen: Ted Lasso, Staffel 4, ist nur eine skurrile Wahl auf einer anderen. Das stimmt. Die Serie hat Talent, sie hat Herz und sie hat ein treue Publikum. Aber sie wiederholt immer wieder die gleichen Fehler.
Es ist schade, denn die Serie hat das Potenzial, großartig zu sein. Die Autoren müssen nur lernen, ihr Tempo zu finden.
Sehen Sie das Video, auf dem sich die Geschichte stützt, bei The A.V. Club.
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