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Der Leiter von Microsofts Office und Teams verlässt das Unternehmen, nachdem er vor KI-generierten Dokumenten gewarnt hatte.

Microsofts Chef für Office und Teams, Ryan Roslansky, verlässt das Unternehmen mit der Begründung, er sei nicht bereit, seinen Wohnsitz dauerhaft nach Redmond zu verlegen.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
An office desk with a glowing computer monitor showing a digital assistant interface.

Microsofts Chef für Office und Teams verlässt das Unternehmen. Ryan Roslansky, der LinkedIn über Jahre leitete, bevor er CEO der Office-Sparte von Microsoft wurde und später auch die Kontrolle über Teams übernahm, tritt zurück und begründet dies mit der Unwilligkeit, seinen Wohnsitz dauerhaft an Microsofts Hauptquartier in Redmond zu verlegen.

Roslanskys Abschied folgt auf eine Woche des Wandels bei Microsoft. Das Unternehmen kündigte seinen neuen Copilot an und positionierte ihn als „das Betriebssystem für die Arbeit“. Der Zeitpunkt wirft die Frage auf: Hört Microsoft auf seine eigenen Warnungen bezüglich künstlicher Intelligenz?

Roslanskys Karriereweg

Roslansky stieß vor fast 18 Jahren zu LinkedIn. Er wurde CEO von LinkedIn und wechselte im vergangenen Jahr zu Office, als das Unternehmen begann, seine Produktivitätstools unter einer Führungskraft zusammenzuführen. Anfang dieses Jahres übernahm er außerdem die Kontrolle über Teams.

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In einem LinkedIn-Beitrag im vergangenen Jahr warnte Roslansky vor den Gefahren von vollständig von KI generierten Dokumenten. Er nannte dies „eine Abwärtsspirale“ für Arbeitnehmer:

„Wenn wir nicht vorsichtig sind, werden wir am Ende eine sehr teure Art haben, das Schreiben und Lesen in einem Ozean von Einheitlichkeit und Allgemeinheit zu vermeiden.“

Diese Warnung wirkt nun unbeholfen neben Microsofts eigenem Vorstoß in Richtung Copilot.

Nadellas Abschied

Satya Nadella, Microsofts CEO, lobte Roslansky in einem internen Memo. „Ryan verlässt das Unternehmen in einer starken Position“, schrieb Nadella. „Im vergangenen Jahr hat Ryans Team wichtige Arbeit geleistet, indem es die Produkt-, Engineering- und Design-Grundlagen zusammenführte.“

Roslanskys vollständiges Memo beschrieb seine Karriere bei LinkedIn und seine Entscheidung, zurückzutreten, wobei er den Konflikt zwischen seinen beruflichen Verantwortlichkeiten und dem Leben seiner Familie in der Bay Area betonte. Der Hinweis stellte die Entscheidung als eine persönliche Wahl dar, nicht als ein Scheitern des Produkts.

Das Führungsteam

Roslanskys Teams werden nun von Charles Lamanna geleitet, im Rahmen der Copilot, Agents und Platform (CAP) Organisation. Weitere Änderungen folgten Roslanskys Abgang:

  • Microsofts Chief Design Officer, Jon Friedman, wechselt in den Berichtsbereich von Copilot Chief Jacob Andreou.
  • Dan Shapero wurde Anfang dieses Jahres zum CEO von LinkedIn ernannt und behält diese Position inne, wobei er direkt an Nadella berichtet.

Dies ist die zweite größere Umstrukturierung der Führungsebene von Office und Teams. Rajesh Jha, ehemaliger Leiter der Experiences and Devices Group von Microsoft, ist Anfang dieses Jahres in den Ruhestand getreten.

Ein Unternehmen, das auf eigene Warnungen hört?

Der Kontrast zwischen Roslanskys öffentlicher Warnung und Microsofts heutiger Richtung ist frappierend. Er äußerte im vergangenen Jahr Bedenken hinsichtlich von KI-generierten Dokumenten. Nun drängt das Unternehmen Copilot als Betriebssystem für die Arbeit voran.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Roslanskys Ausscheiden erfolgt eine Woche nach der Copilot-Ankündigung und etwa einen Monat nach seiner Warnung vor KI-generierten Dokumenten. Sein Memo betonte das Engagement seiner Familie für die Halbinsel. Für ein Unternehmen, das gerade ein neues Betriebssystem für die Arbeit angekündigt hat, wirkt dieses private Engagement zunehmend schwer mit Vollzeit-Aufgaben in Redmond in Einklang zu bringen.

Klar ist, dass das Unternehmen mit Copilot voranschreitet, unabhängig von den Bedenken, die seine eigenen Führungskräfte geäußert haben. Ob diese Wette aufgeht, ist eine Frage, die nur die Zeit beantworten kann.

Wo die Zeitung steht

Die Zeitung unterstützt restriktive Regeln gegen direkte Schädigung, wie die Verpflichtung von Unternehmen, Sicherheitslücken aufzudecken, die sie verborgen haben, und ist gegen umfassende Regeln, die den Markt den etablierten Unternehmen übergeben. Sie ist auch gegen Pausen, Verlangsamungen und bundesstaatliche Lizenzen von KI: Sie halten die heutigen Führungskräfte an Ort und Stelle und schließen alle aus, die sie herausfordern würden.

Der Kontrast zwischen Roslanskys Warnung vor KI-generierten Dokumenten und Microsofts Einsatz von Copilot ist aussagekräftig. Roslansky äußerte öffentlich Bedenken hinsichtlich des Überschreibens von menschlichem Schreiben und Lesen durch KI. Doch das Unternehmen drängt voran mit Copilot als Betriebssystem für die Arbeit. Dieses private Engagement wirkt zunehmend schwer mit Vollzeit-Aufgaben in Redmond in Einklang zu bringen.

Die Zeitung möchte sehen, dass der Markt entscheidet, nicht der Staat. Sie möchte, dass die größten Unternehmen die Konsequenzen ihrer eigenen Warnungen tragen, nicht durch Regulierung entkommen. Worauf der Leser achten sollte, ist, ob die größten Unternehmen selbst um Regulierung bitten – und dann fragen, wer durch diese Regeln ausgesperrt würde.

Quelle: „Microsoft’s Office und Teams Chef verlässt Unternehmen“, The Verge.

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