Vanillawares 13 Sentinels: Aegis Rim teilt sich in zwei Hälften und weigert sich, eine davon zu bevorzugen. Die eine Hälfte ist ein Side-Scrolling-Abenteuer durch ein fiktionalisiertes Japan des Jahres 1985. Die andere ist ein Echtzeit-Strategiekampf gegen Wellen von Kaiju. Beide Hälften funktionieren, und die Naht zwischen ihnen ist glatter, als sie es sein dürfte.
Trailer, via IGN.
Dreizehn Schüler, ein Krieg
Das Spiel gibt dir dreizehn Highschool-Protagonisten, jeder mit einem eigenen Handlungsbogen, und erzählt ihre Geschichten in ungeordneter Reihenfolge. Juro Kurabe hat seltsame Träume. Iori Fuyusaka hat dieselben. Ei Sekigahara hat keine Erinnerung und eine mysteriöse Organisation auf den Fersen. Keitaro Miura und Takatoshi Hijiyama stammen aus den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs.
Die Geschichte springt zwischen 1945, 1985, 2025, 2065 und 2105. Die Sakura High School taucht über die Epochen hinweg immer wieder auf. Die Deimos, mechanische Kaiju, erscheinen 1985, um die Menschheit auszulöschen, und jeder Handlungsbogen eines Protagonisten endet mit der Beschwörung eines Sentinels – eines Mechas, der gegen die Deimos kämpft und durch die Zeit reist.
Schlüsselwörter und die Gedankenwolke
In Remembrance erkundest du 2D-Umgebungen und sammelst Schlüsselwörter. Diese Schlüsselwörter gelangen in eine Datenbank namens Thought Cloud und schalten neue Dialoge, neue innere Monologe, neue Routen frei. Trage ein Schlüsselwort in eine frühere Szene und die Geschichte öffnet sich anders.
Ein Flussdiagramm verfolgt jede Figur, und du kannst zwischen Szenen springen, um einen anderen Ansatz zu versuchen. Triffst du eine falsche Wahl, spult das Spiel zum Beginn des Tages zurück. Bereits gesehene Ereignisse werden vorgespult.
Das Terminal hält stand
Der Destruction-Modus ist die Belohnung. Bis zu sechs Figuren steuern Sentinels und verteidigen ein Terminal gegen Kaiju-Wellen. Die Gesundheit des Terminals hängt davon ab, welche Einheiten du platzierst. Verlierst du sie alle, fällt der Hub.
| Ära | Schauplatz | Status |
|---|---|---|
| 1945 | Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs | Belagert |
| 1985 | Japan in der Shōwa-Zeit | Letztes Gefecht |
| 2025 | Nahe Zukunft | Belagert |
| 2065 | Mittlere Zukunft | Belagert |
| 2105 | Ferne Zukunft | Belagert |
Ein langsamer Anfang, der sein Ende verdient
Die nichtlineare Struktur ist der Punkt, nicht ein Gimmick. Dreizehn Handlungsbögen könnten leicht in Lärm zerfallen; Kamitanis Drehbuch hält sie zusammen, weil die Handlungsstränge immer wieder aufeinander zurückkommen.
Die englische Lokalisierung, die während der COVID-19-Pandemie von Atlus West übernommen wurde, erwies sich als schwierig. Die Verkäufe in Japan starteten langsam, bevor sie Atlus‘ Erwartungen übertrafen. Das passt zum Spiel selbst: Es verlangt Geduld.
Wertung: 8,5/10.
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